Ich mache mal einen kleinen Zwischenbericht. Habe ja auch wenig Zeit, habe ja den Wahnsinn gebremst, wenn auch nicht gestoppt. Wollte ja eigentlich alles ins Englische übersetzen und zeitgleich das deutsche Werk noch ein letztes Mal überarbeiten. Das aber dauert so lang, dass vor Ablauf des nächsten Jahres kein Ende zu sehen ist, wenngleich ich flott vorankomme. Was paradox klingt, aber Angesichts des Umfangs nicht verwunderlich ist. Schaffe pro Tag 10 Seiten bei 12 Stunden Arbeit. (Und auch nur, weil ich ja das ganze Werk schon einmal grob übersetzt habe.) Dass solch ein Pensum nicht auf ewig fortsetzbar ist, ist klar. (Sogar mir, der immer ein wenig zu spät checkt, dass er seine Grenzen schon lange überschritten hat.) Ende des Monats bin ich mit Band 3 fertig. Und zwar so weit, dass es vielleicht nur noch 2 Mal Feinschliff braucht. (Wofür man aber mal locker ein halbes Jahr bei 3500 Seiten veranschlagen darf.) Das heißt, gut 1350 Seiten abgearbeitet aber noch immer 2150 vor der Brust. Und weil ja 10 pro Tag so einfach zum umrechnen ist, kann jeder selbst ausrechnen, dass das viel von einem Jahr frisst. Kurzum, lange Rede, kurzer Sinn, ich bringe auch schon mal Band 4, 5 und 6 der deutschen Ausgabe auf Vordermann. Wenngleich es da nicht wirklich hinzuzufügen gibt. Im Gegenteil, ich streiche schon mal gelegentlich ein Füllwort raus, auch wenn ich ansonsten nichts gegen Füllwörter habe. Der Leser bekommt also in Zukunft weniger Quantität für den selben Preis. 😉 Wenngleich sich dadurch die Qualität steigern lässt. Dann aber bin ich zu 99,99% zufrieden. (Den Rest kann dann der Verlag verbessern, der die Rechte dann irgendwann kauft.) Handwerklich wie inhaltlich zufrieden. Auch wenn ich weiß, dass es sicher den ein oder anderen gibt, der mir auf den letzten Band nur 1 Punkt geben wird, ganz einfach, weil ich nicht das geschrieben habe, was er oder sie erwartet hat. (Dabei vergisst, dass er vorher viel Freude hatte.) Das nehme ich mit Gleichmut hin. Das ist halt so in Zeiten des Internets. Zumal ich mir nichts vorzuwerfen habe, das war so geplant und das wurde so durchgezogen. Und ich bin nur erstaunt, wie gut es mir gelungen ist. (Das darf ich auch mal sagen, denn wenn einer mein härtester Kritiker war, dann ich. Spreche ich doch immer davon, dass es etwas zu verbessern gibt. Verdammt noch mal, auch aus dem Zauberberg, der Blendung, Harry Potter, Dune, Herr der Ringe, und wie sie alle heißen, könnte man noch was rauskitzeln, oder straffen. Wer nicht unter uns hat auch da mal 5 Seiten gelesen, die er noch mal lesen musste, weil er sie gar nicht gelesen hat, weil jetzt noch so spannend.) Wenn es also im Deutschen nichts mehr von meiner Seite zu kritteln gibt, was wahrscheinlich Ende nächsten Monats sein wird, werde ich die Bände erst einmal verbilligt abgeben, denn nur so sind neue Fans zu generieren. Und dann auch nur sehr langsam. Natürlich tut es mir um die leid, die den vollen Betrag gezahlt haben, aber das sind die Bücher nun einmal wert. Ich hatte nie Schwierigkeiten damit, schon allein, weil ein Buch immer noch weniger als eine Schachtel Zigaretten kostet, geschweige denn eine Kinokarte, aber weitaus länger anhält. Und was auch ein Argument ist, was ich ungern zugebe, aber was echt so ist, ich wollte eigentlich nie so viele Leser solange das Buch eben nicht bei diesen 99,99% Prozent ist. Immer die Angst davor, ausgelacht zu werden. Wegen all der Fehler. (Was heißt, dass sich nicht vielleicht doch noch einer versteckt, aber bei über 3500 Seiten dürfen es ja sogar drei sein, um die 99,99 Prozent nicht zu knacken. 😉 Und damit meine ich natürlich nicht lächerliche Kommafehler oder ein vergessenes N. Wer das krummnimmt, da antworte ich auf neudeutsch: Darauf …) Also dann bis Ende nächsten Monats. Ich hoffe, ich halte durch. Ich gehe auf dem Zahnfleisch. (Interessantes Sprichwort, auch wenn man es sich bildlich kaum vorstellen kann. Was ist damit gemeint?) Grüße auch von den anderen.