So, heute habe ich mal Urlaub gemacht. Für meine Verhältnisse. Das heißt, ich habe dem großen Projekt Anthony nur 3 Stunden gewidmet. Und auch nur, weil es mit der Übersetzung ganz gut vorangeht. Es kann sich nur noch um Jahre handeln. 😉 Erster und zweiter Band stehen zu 90 Prozent. Aber wie man weiß, sind die letzten Meter die schwersten. Doch darüber mach ich mir keinen Kopf. Es geht zu flott wie es eben geht. Sonst würde ich dem Wahnsinn ein Opfer werden, oder diesem niemals entfliehen. Kommt immer darauf an, wenn man fragt. Für die deutschen Leser viel wichtiger aber ist, dass das auch ihnen zugutekommt. Denn ich übersetze ja immer ein Kapitel nach dem anderen. Obwohl, das so zu sagen stimmt nicht genau, denn übersetzt ist der Text ja schon. Ich feile nur daran herum, bis er in meinen Ohren passt und auch die Gesetze der Grammatik nicht verletzt. Und wenn man sich so ein Kapitel lang nur mit der englischen Sprache auseinandergesetzt hat, was nach Seitenanzahl ein oder zwei Tage dauert, oder auch drei, dann geht man mit viel strengeren Maßstäben an das deutsche Original heran. Es ist fast wie neu. Und das ist gut, weil einem da so all die Kleinigkeiten auffallen, die man runder machen kann. Oder die einfach auch nur redundant sind. Es soll ja auf beiden Gleisen gleich zügig mit dem lesen vorangehen. Denn man wird es nicht glauben, selbst ich habe den Anspruch, Pageturner zu kreieren. Was man kann, indem alles kleinschnippelt, oder indem man dem Ganzen die Aufmerksamkeit schenkt, die es verdient. Was mir die Sache zum Glück vereinfacht, das ist, dass egal an welchem Buch ich gerade arbeite, immer der Meinung bin, es ist das Beste der ganzen Reihe. So wie jetzt der zweite Band, den ich einst für den schwächsten hielt. Was für ein Unsinn! Ich muss nur daran erinnern als Raptonom Waltonom sich als Raptonom Waltonom zu erkennen gibt, oder als Bats scheinbar durch einen Teich von Rosen schwimmt. Von den Raben und der Schnecke Plamonia gar nicht erst zu reden. Und ich will auch Frull nicht vergessen. Und ich freue mich schon auf den nächsten Band.
So, ich mache heute mal früher Schluss. Ist ja nur ein Zwischenbericht. Alles Gute auch von Anthony und den anderen, es wird sich alles zum Guten wenden. Seitdem ich das Ende niedergeschrieben habe, ist so eine Ruhe in mir, die Welt kann an diesem Buch nicht vorbeigehen. Zumindest nicht die Guten darin. Aber die waren ja schon immer mehr als die anderen. Nur lärmen sie halt nicht so rum.
p.s.: da die E-books nur bei Amazon zu erhalten sind, sollte jeder Band sich 1,2, und 6,7 und 8 (die ja eigentlich zusammengefasst der letzte Band sind) neu draufspielen auf seinen Kindle, denn ich habe, da ja Urlaub ist, die Zeit genutzt, sie auf dem Server auf den neuesten Stand zu bringen. Keine Angst, es steht nicht Neues drin, nur kleine Fehler wurden korrigiert. Die beim letzten Band manchmal vielleicht sogar größere waren. (Aber was soll ich machen, wenn sie das Korrekturprogramm durchwinkt und ich das Buch vor lauter Buchstaben nicht sehe.) Die Printausgaben, das würde zu weit führen. Außerdem bin ich immer der Meinung, wer sie mit Fehlern kauft, hat die Geschichte immerhin als einer der ersten im Herzen, und zugleich ist es eine gute Geldanlage. Ich erinnere nur, dass die Erstauflagen von Harry Potter nicht gerade billig sind. 😉 (Ich sage das nur, weil einmal jemand gesagt hat, Anthony Noll wäre Harry Potter für die wirklich Erwachsenen. Und ich werte das mal als Kompliment.)