Ich bin schon geschimpft worden, dass ich so lange nichts habe hören lassen. Aber was soll ich tun, was die Geschichte von Anthony in deutscher Sprache anbetrifft, gibt es momentan nichts von Belang zu vermelden. Und auch wenn es Leute im Internet gibt, die Fotos von hübsch dekorierten Tellern posten, von dem, was sie heute noch essen, so wäre es in meinem Fall sicher nur eine Beleidigung für das Auge. Fischstäbchen in der Pfanne lassen sich nun einmal nur schwer aufpeppen. Und da reißt es der Schuss Ketchup auch nicht raus. Und das wäre dann auch noch ein Highlight. Denn jeden Tag kann sich der arme Künstler das gar nicht leisten. 😉

Obwohl, es gibt auch Fortschritte für die deutsche Ausgabe. Allerdings sind die marginal und werden sich erst in Monaten zu erkennen geben. Denn mit der Übersetzung ins Englische fallen mir natürliche auch Fehler im deutschen Originaltext auf. Denn wenn Anthony mit hoter Stimme spricht dann ist man zwar versucht im ersten Moment über das dumme Übersetzungsprogramm zu lachen, allerdings nur so lange, bis einem auffällt, auf welcher Seite des Keyboards der wirkliche Dummkopf sitzt. Denn heiser ist nun mal nicht heißer. Ein Fehler, denn ich sogar zweimal begangen habe. Es ist so wie mit riesig, das muss ich mich auch immer zusammenreißen, nicht rießig zu schreiben. Ich vermute, weil zu riesig nun einmal laut meinem Hirn ein großes S gehört. Und wenn man heiser mit ß schreiben würde, dann käme das meiner Meinung nach lautmalerisch auch viel besser rüber.

Ich habe die verbesserten Fehler allerdings noch nicht in den erhältlichen Ausgaben korrigiert. Ehrlich gesagt, der Faulheit wegen. Denn ich habe zwar das komplette Buch, über 1.100.000 Wörter, jetzt erst einmal grob übersetzt, wofür man mich gerne loben darf (was für eine Arbeit, jeden Tag mindestens 6 Stunden, manchmal auch gerne 14, kein Wochenende, kein Urlaub, keine Feiertage), aber damit ist ja nicht getan. Habe ich mir doch für den ersten Feinschliff vorgenommen, und tue es auch, parallel von Anfang an, auch die deutsche Ausgabe noch einmal ein letztes Mal durchzuchecken. Dann aber ist Schluss. (Es ist gut so wie es ist, und eigentlich eine Arbeit, die nur dem Perfektionisten in mir den Goldstaub in den Nabel pustet.) Wenngleich ich zugebe, dass der letzte Band, also Buch 6,7 und 8 tatsächlich so viele Fehler hatten, dass sie eigentlich sofort verbessert werden sollten. Andererseits, man kann es lesen, und die, die es getan haben, können zumindest sagen, ich wusste schon immer, es wird ein Welterfolg, wenn es dann dieser Welterfolg ist. 😉 Nicht wie bei Harry Potter, wo es alle natürlich auch sofort gewusst hätten. …. (Sorry für die kleine Pause, ich musste nur gerade furchtbar lachen.) … Denn wenn ich von vielen Fehlern spreche, rede ich im Höchstfall von 100. Es sind wahrscheinlich nur 50, denn ein fehlendes Komma ist zwar ein Fehler, aber nur selten von der Güte, dass er das Lesevergnügen trübt. Was viel klingt, aber auf 1000 Seiten verzeihlich ist. Denn für die, die es noch nicht wissen, dass hier ist ein Ein-Mann-Betrieb. Und dafür ist es ganz ordentlich. (Ja, man darf mich gerne noch einmal loben. 😉) Und der Schluss entschuldigt sowieso alles.

Kurzum, den ersten Band habe ich inzwischen auch im Englischen noch einmal feingeschliffen. Bin jetzt am zweiten. Und wenn ich alle durchhabe, was meinetwegen auch ein Jahr dauern darf, ich mache mir da keinen Stress, Hauptsache gut, dann werden die deutschen Ausgaben auf den neuesten Stand gebracht. Ich weise natürlich darauf hin. Es kann natürlich auch schneller gehen. Aber ich will keine Erwartungen wecken, die ich nicht erfüllen kann. Und dann kann ja jeder, sich die Ausgabe noch einmal auf seinen Kindle oder was auch immer herunterladen. Dann werde ich der ganzen englischen Ausgabe den letzten Schliff geben und eben weltberühmt werden. Ach, wie mir davor graut. Gebt mir einfach das Geld, damit er leben kann bis ans Ende seiner Tage. Es muss nicht jeden Tag Fischstäbchen geben, damit er glücklich ist. Er, der kleine Schreiberling in mir.

Grüße natürlich auch von Anthony und den anderen, Francis