Ach, wenn es doch nicht so viele wären. Wenngleich, der hier schon sehr entscheidend war. In vielerlei Hinsicht. Zum einen, die Übersetzung ins Englische des dritten Bandes hatte ja zwangsläufig im Gepäck, dass ich die deutsche Originalausgabe auch noch einmal gelesen habe.

 (Was jetzt der positiven Folgen wegen eigentlich auch noch einmal unterteilt werden muss. A) Ich habe erkennen dürfen, dass dieser Band viel besser ist, als ich ihn in Erinnerung hatte. Was sehr zu einer Verbesserung meiner seelischen Lage beiträgt. 😉 B) Ich konnte noch ein paar kleine Korrekturen anbringen. Und die Betonung liegt auf klein, denn grobe Schnitzer habe ich eigentlich nur drei entdeckt. Oder lassen wir es fünf sein, bei schlechter Laune. Womit ich leben kann. Jetzt aber ist er perfekt. Ein Zustand, von dem ich nicht einmal hoffte, ihn je bei diesem Band erreichen zu können. Auch wenn der Anfang manchmal etwas zäh ist. Was aber auch dem Umstand geschuldet ist, dass sich auf der Erde für Anthony nicht viel getan hat in der Zeit, da kann ich halt auch nichts dran ändern. (Was sich aber dann im vierten dramatisch ändert, wie wir wissen.) C) Ich habe entdecken dürfen, dass ich ein paar Sachen doch gar nicht einmal so schlecht hingekriegt habe. Rein vom Handwerklichen. Allerdings halte ich es für besser, diese nicht zu erwähnen, denn vielleicht versucht sich ein Leser dieser Zeilen an diesem Band, und da möchte ich doch gerne, dass er ziemlich unbelastet an die Sache herangeht. Ich sage nur so viel, Cliffhanger haben schon ihren Sinn. Und die Seiten dazwischen sind prima geeignet Sachen darin zu verstecken, die nicht sofort auffallen sollen. Denn es folgt ja irgendwann der letzte Band, und wer dann alle Bände noch einmal liest, wovon ich schwer ausgehe, denn in meiner unfasslichen Eitelkeit gehe ich nicht davon aus, dass irgendeiner auch nur ahnt, wie es ausgeht, wird dann feststellen müssen, ach, ich hätte auch selbst daraufkommen können. 😉 HaHaHa 😉 (Sorry, es gibt leider kein Emoji, das nur annähernd ausdrückt, wie es mir gerade geht.) Ich kenne ja eigentlich auch nur dieses eine. Und viel wichtiger als das Handwerk, das ist ja die Seele eines Buches. Eine Seele aber, die hat dieser Band eindeutig. (Entschuldigung, für einen weiteren Einschub, ich hoffe aber, dass ich dennoch die Kurve kriege. Denn eigentlich kenne ich nur eine andere Serie, wo der jeder Band seine eigene Seele hat. Und das ist das ist Star Wars, die Trilogie. Also die allerersten drei Folgen. Die erste ist so klasse, weil er ja eigentlich eine Low Budget Produktion war, und dennoch mehr drauf hatte als so viele Blockbuster, die Millionen gekostet haben. Die zweite, weil tatsächlich so etwas wie Tiefgang aufkam. Wohingegen ich dann bei der dritten Folge dann doch lieber das Grabtuch darüberlegen möchte.  Denn als die kleinen Ewoks aufgetaucht sind, da ist etwas in mir gestorben. Ich verstehe es ja, es geht ums Geld, es sollen selbst die Kleinsten mit ins Boot geholt werden. Aber ich persönlich habe es dann doch eher mit dem Tiefgang. Teil 4 bis 6, also 1-3, mit dem Kinde Skywalker, das war Popkornkino vom Feinsten, aber mit soviel Tiefgang, dass sie alle fast schon vom Boden abhoben. Und auch wenn viele an den kürzlich herausgekommen Folgen meckern, 7-9, da immerhin war der Versuch von Tiefgang zu spüren, und das möchte ich hier ausdrücklich loben.)

Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, zweitens, mit drei Bänden, da kann man schon mal starten. Zwei sind nicht genug.  Zumal ich ja weiß, und das ist eines der wenigen Dinge, die mich positiv stimmen, in Bezug auf den deutschen Markt, auch wenn ich befürchte, dass der durch all meine Fehler kaum noch zu retten ist, wer den ersten Band kauft und dann den zweiten, der kauft auch den dritten.

Wobei es mir aber nicht so ums Geld geht, sondern mir zeigt, dass ich es handwerklich ganz geschickt gemacht habe. Denn die Reihe lässt sich fortsetzen, der kauft auch den vierten und fünften. So sagen es zumindest meine Zahlen. Und das ist nicht schlecht. Weiß ich doch nicht, ob ich tatsächlich in Matrix 4 gehen soll, der ja nächstes Jahr rauskommen soll. Der erste Teil, sensationell! Top 100 aller jemals gedrehten Filme. Teil zwei, sehenswert, aber nur der visuellen Effekte wegen. Teil 3, wo ist mein Grabestuch?

Obwohl, ehrlich gesagt, Teil drei von Star Wars wirkt dagegen, als hätte Ingmar Bergman Regie geführt, oder wie immer auch der depressive schwedische Zausel heißt.  😉 Matrix 3 war so schlecht, dass man kaum Worte findet. Und wer mich kennt, weiß, dass ich nur selten die Kunst anderer beschmutze. Aber hier, da kann ich mich einfach nicht zurückhalten. Wenn man keine gute Lösung hat, dann ist es besser, man lässt es nur bei dem ersten Teil. Aber nein, es geht wieder ums Geld. Und wenn ich auch nicht viel versprechen kann, schon um nichts zu verraten, mangelnden Tiefgang oder eine an den Haaren herbeigezogene Lösung, das wird man dem letzten Anthony Band mit Sicherheit nicht vorwerfen könne. Vielleicht ein wenig zu kompliziert geschrieben, zumal ja angeblich die Kinder das Publikum sein sollen, was aber nur ein bedauerlicher Irrtum ist, aber den Vorwurf den müssen sich ja alle Bände gefallen lassen. Und sie können damit leben, sonst hätte ich sie ja gar nicht erst geschrieben.

 Ja, in der Tat, man kann viel aus den Fehlern anderer lernen. Aber vor allem aus den eigenen. Und es waren so viele. Aber vielleicht ist ja noch was zu machen, denn das einer wirklich mal gesagt hätte, „Anthony Noll, kenne ich, was für n‘ Scheiß!“ das ist mir noch nicht zu Ohren gekommen. Und so sind es vielleicht gar nicht so viele, die mitleidig darüber lachen und es müssen halt nur mehr werden, die freudig die Kunde davon ins Land tragen. Aber da habe ich ja meinen Langzeitplan.

Kurzum, mir geht es ganz gut, mit diesem weitern Schritt. Jetzt muss halt der dritte Teil, nach der groben Übersetzung noch einmal durchgelesen werden, was mindestens einen Monat dauert. Ohne Urlaub ohne Sonntage, denn wie gesagt, es war ja nur die erst grobe Übersetzung. Was aber Arbeit ist, die mehr Spaß macht, denn hier ist ja auch der Künstler gefragt, wo muss eine Kante abgefeilt werden, wo kommt eine Silbe hinzu. Dann wird der dritte Teil auch in der deutschen Fassung noch einmal auf Herz und Nieren überprüft. Der jetzt knapp 178.00 Wörter hat und keine 172.000. Was zeigt, dass sich nicht wirklich was verändert hat. Der dann mit neuem E-Book Cover in den Recall geht 😉 Spätestens Beginn Advent, vielleicht früher.

Ehrlich gesagt, wollte ich jetzt gleich den vierten und fünften deutschen Band auch sogleich herausbringen. Oder in kurzer Folge danach. So gut hat mir der dritte Band gefallen. Und mich aus dem Loch gerissen, dass es alles nur vergeblich ist. Aber ich mache es nicht, weil eben das mit dem Englischen noch nicht so ist, als wäre es eine zweite Haut über meiner Zunge. Nicht, dass ich unzufrieden bin mit den Erfolgen, mitnichten, hätte nie gedacht, dass ich diese Level erreiche, aber ist noch nicht 100%. Vielleicht 87,34546 % 😉 das aber ist mir zu wenig.

Fürwahr, ich bin durch den Cliffhanger am Schluss ganz aufgewühlt, dass ich sofort weitermachen möchte. Doch es wäre nicht gut. Denn wenn ich zwei Dinge im Leben gelernt habe, dann sind es die, wenn du Scheiße gebaut hast, dann stehe dazu, und wenn du etwas machst, dann mache es richtig. So gut, dass nach oben keine Handbreit mehr Platz hat. (Komisches Bild, nicht wahr? Seltsam, dass ich es noch nie woanders gelesen habe. Irgendwie unlogisch und doch gut.) Und nur wenn ich nach Plan vorgehe, dann kann ich vielleicht im Englischen auf 95% kommen, das aber wäre mir genug. Wobei sich das natürlich nur auf die Ausschöpfung meines persönlichen Talents bezieht. Bin ich doch selbst im Deutschen vielleicht bei 40% was die Sprache hergibt. Und das ist schon viel. Kenne ich doch Menschen bei denen 8% schon geschmeichelt wären. Ach, wer kennt die nicht.

Mit dem aus dem Loch reißen ist aber nicht gemeint, dass ich nicht an die Sache glauben würde. Nein, diesbezüglich ist das Kreuz meiner Religion ungebrochen. Die Story, der Plot, der war schon immer so gut, dass wenn die Richtige oder der Richtige darauf aufmerksam gemacht werden würde, eine Menge Leute satt davon werden könnten. Manch einer müssten sogar aufpassen, dass nicht die Kleidergrößen schneller wechseln, als das Auge zu blinzeln vermag. Nicht nur ich. Und das noch dazu mit einem guten Gewissen, ohne den Mitmenschen Müll oder wertlose Wertpapiere verkauft zu haben. (Ich frage mich ja immer, ob es diesen Menschen wirklich Spaß macht, das Geld ausgeben, das sie auf so widerliche Weise ergaunert haben. Mir würde es sogar bei einem Eis, das ich von solchem Gelde gekauft, den Magen umdrehen.) Denn wie wir wissen, eine Seele, die ist immer schön, egal, in welcher Brust sie lebt und liebt. Selbst wenn sie in einem Buch ruht.

In dem Sinne, Grüße wie immer auch von den anderen.