Ist es nicht toll, wenn der Mann zum Heizungsablesen kommt. Bin ich doch genötigt, mein Schrubber in die Hand zu nehmen und wie eine kleine Putzfee durch die unendlichen Weiten meines kleinen Schlosses zu fliegen. Man will sich ja nichts nachsagen lassen. Na, dann habe ich jetzt wenigstens wieder ein Jahr Ruhe 😉
Ruhig ist es trotz Virus aber nicht. Wenngleich ich seit einer Woche nicht mehr so verbittert versuche alles zu schaffen, was noch zu schaffen ist, nur damit sie mir auf meinen Grabstein schreiben können „Dass er sich nicht Mühe gegeben hat, daran lag es nicht.“ Aber es liegt solch ein Berg vor mir, dass alles, was an Hektik erinnert, was in der Tat jetzt fast gut vier Jahre durchgehend tat, nur lächerlich wäre. Stück bei Stück muss man den Berg abtragen, keine Frage, aber wenn der Bagger in der Werkstatt ist, dann muss halt der Teelöffel ran. Somit gilt, es ist fertig wenn es eben fertig ist.
In der Tat, wie ich dazu kam, anzunehmen, dass ich Franus‘ Hörbuch, „Mein Vater, der Präsident“ in zwei Monaten reisebereit hätte, dass ist mir inzwischen ein einziges Rätsel. Zumal ich es ja besser hätte wissen müssen. Angesichts wie lange wir an „Anthony und der goldene Zeigefinger“ gebastelt haben. Gut, da war einiges doppelt, aber trotzdem. Ich bin froh, wenn ich 10 bis 20 Minuten pro Woche schaffe. Muss ich mich ja auch noch um Anthony kümmern. Damit ich wenigstens „Anthony und das Geheimnis der Nummer Elf“ überarbeitet und mit Illustrationen vor Weihnachten hinbekomme, denn ja auch das habe ich in meiner unglaublichen Vermessenheit versprochen. Und für 1 Minute Hörbuch brauche ich immer noch gut über eine Stunde. Die Zeit für das Einsprechen nicht mit dazu gerechnet. (Wenigstens das habe ich das schon hinter mir.) Kurzum, weil, nach aktuellen Hochrechnungen, das Hörbuch auf knapp unter 11 Stunden Spielzeit kommt, kann sich jeder ausrechnen, wann es fertig ist. Aber da ja keine großen finanziellen Hoffnungen darauf fußen, ist es ja nicht so eilig. Und im Schrank habe ich ja noch genug Reis, Nudeln und was sonst noch, dank Coronahamsterkäufen. 😉 Und wenn es ganz hart kommt, auch ein paar Kilo weniger würden mir guttun.
Nehme ich zumindest mal an. Wenngleich die Eitelkeit der Jugend gehört, und da soll sie auch bleiben. Ich weiß ja nicht einmal mehr, wie man das Wort richtig schreibt. Demgemäß ist der Ehrgeiz gering. Zumal ich seltsamerweise keine Geräusche mehr von mir gebe, wenn ich mich bücke oder etwas vom Boden aufhebe. — Ja, plötzlich ist es weg, das Ah, Uhh, Pfff, ohne dass ich es geplant hätte. Ist mir neulich ganz unvermutet aufgefallen. Schreibt das Leben nicht komische Geschichten?
Bis zum nächsten Mal, Grüße auch von Anthony und den anderen.