Wow, was für ein Erfolg! 😉

Habe ja geschrieben, dass ich diesen Count-down-deal auf Amazon machen werde. Gibt es ja wegen der Buchpreisbindung nur auf amzon.com oder uk. (Wenn das richtig verstanden habe. Wichtig nur, nicht auf de.) Habe dafür sogar für 10.- Euro Werbung auf FB gemacht. Nicht viel, aber da die Resonanz bis jetzt nie so war, dass sich danach irgendein signifikanter Anstieg von Verkäufen eingestellt hätte, ist das schon ok. Und glaubt mir, bei den Verkäufen, die sich momentan eingependelt haben, wäre sogar 1 Buch schon aufgefallen. 😉 So war das Ergebnis auch diesmal nicht überraschen, sprich: Null.

Worüber ich mich aber nicht wirklich beklage, denn, wie gesagt, es war erstens nur ein Testballon, und zweitens, so lieb und lustlos ins Leben gerufen, dass für Klage gar kein Grund besteht. Ich hatte nur gedacht, dass sich vielleicht trotzdem ein armer Irrer dazu hinreißen lässt, das Buch zu kaufen. (Und bei drei wäre ich schon völlig zufrieden gewesen.) Aber anscheinend hilft nicht einmal der Count-down-deal, das Buch aus der Versenkung in die Öffentlichkeit zu heben. Denn von hundert, die das Angebot entdeckt haben, da wäre ja sicher einer dabei gewesen. (Oder sagen wir meinetwegen Tausend. Zehntausend oder was auch immer.) Ich kenne da ja von meinen Verkäufen für 99 Cent auf deutscher Sprache. Wenngleich es hier 1.99 waren. Da haben ja auch einige zugegriffen. Die dann auch zumeist auch den zweiten und dritten Band gekauft haben. Aber das mache ich nicht mehr, finde ich doch, dass Anthony mehr wert ist. Sorry. Deswegen jetzt auch 4.99 statt früher 2.99. Denn wer das nicht bereit ist, das dafür auszugeben, der hat die Geschichte nicht verdient. Nochmal, sorry. (Ich weiß, dass das politisch völlig inkorrekt ist, wir Schriftsteller dürfen es uns ja mit keinem verderben, schnell ist ein Shitstorm entfacht und es hagelt negative Kritiken, aber ich bin nebenbei auch ein Mensch und habe eine Meinung.)

Also, für all die Leute, die Mitleid mit mir haben, dazu besteht kein Anlass. Mitleid haben nur die verdient, die unverschuldet in ein Unglück geraten. Ich aber bin sehenden Auges hineinmarschiert. Wenngleich ich gerne aus Anthonys erstem Abenteuer zitieren möchte: (Wobei er tatsäch­lich für einen kurzen Moment auf so etwas wie ein Wunder hoffte. Auf ein kleines Wunder, fand er ja, dass er sich ein solches inzwi­schen redlich verdient hätte Doch leider blieb dieses kleine Wunder aus.)

Aber warum soll es mir anders ergehen als ihm? Zudem sehe ich das Ganze langfristig. Irgendwann wird es schon klappen. Und wenn es erst in hundert Jahren ist. (Gut, dann ist es eben so.) Ich mach, was ich kann, aber aus mir wird nie ein Geschäftsmann. Ich habe mir zwar ein paar Sachen angelernt, aber erledige sie eigentlich immer nur mit unangenehmem Gefühl im Bauch. (Hier Widerwillen zu sagen, das wäre zu drastisch, aber zumindest empfinde ich keine Freude dabei. Und bin immer froh, wenn es endlich vorbei ist.) Kurzum, Anthony in englischer Sprache zu pushen, das verschieb ich erst mal. Was aber nicht heißt, dass ich weiter an der Übersetzung des zweiten Bandes arbeite. Denn das war ja der ursprüngliche Plan. Und den habe ich nie aus den Augen verloren. Und wenn ich ganz ehrlich bin, muss auch der dritte Band fertig sein, bis ich mich mit ewigwährendem Erfolg in Hollywood oder wo auch immer wieder beschäftige.

Ja, so ist es. Und war es eigentlich schon, als ich dieses Projekt begonnen habe. Der Plan war ja der, die ersten drei Bände zu Übersetzen und dann erst an die Öffentlichkeit zu gehen. Wobei aber die zeitliche Dimension eine andere war. Ich dachte nämlich, dass ich pro Band ein halbes Jahr brauchen werde. Wurde aber von der Realität eines Besseren belehrt. Ein Jahr ist das, was dieser viel näher kommt. Denn erst nach dem dritten Band wird mein Englisch wohl so gut sein, dass ich keine Kritik mehr fürchten muss 😉 (Perfekt, Pah! Das wird man niemand in keiner Sprache jemals werden.) Allerdings reicht es mir jetzt, wenn der zweite Band auf dem Markt ist und ich den dritten bereits einmal grob übersetzt habe. Was wohl gegen Ende des Jahres sein wird. Vorausgesetz ich bin weiter so fleißig. 😉  Denn jetzt werde ich erst einmal mit Franus zusammen die Illustrationen besprechen und ausarbeiten, betreffend des zweiten Bandes, diesen dabei parallel feilen, feilen und feilen, bis er glänzt, deutsche und englische Sprache betreffend, dann das Ganze ruhen lassen, ein paar Monate, um ihm dann den letzten Schliff zu geben und ihn Anfang Dezember herauszubringen. Die Monate des Pausierens werde ich aber nicht ungenutzt verstreichen lassen, sondern den dritten Band erst einmal grob übersetzten. Denn diese Reihung der Abläufe hat sich ja auch bei dem ersten Band als sehr gut erwiesen. Deutsch wie Englisch habe ich eigentlich kaum was zu ergänzen.

(Obwohl, ehrlich gesagt, nur der deutsche Band ist so perfekt, dass jede Ergänzung eigentlich nur noch Schaden anrichten würde. Die Mona Lisa ist ja auch nur so unerreicht, weil sie ein paar kleine Fehler hat. Diese aber zu korrigieren, wäre in einziges Desaster. Und darum möchte ich auch dem deutschen Band kein Unheil antun oder gar ein ganzes Tintenfass über ihm ausschütten, nein, nicht einen Tropfen. Im Englischen aber, wie bereits erwähnt, bin ich mir noch etwas unsicher. So, wie er jetzt ist, ist er perfekt. Aber wie weiß, wie ich das sehe, wenn ich denn dritten Band dann endlich auch einmal grob übersetzt habe? Wenngleich ich damit aber nur auf Formulierungen beziehe, die man vielleicht noch ein wenig treffender auf den Punkt bringen könnte. Nein, eine große Korrektur ist sicher nicht nötig. (Duck or swoop, — swivel or turn- wheel round or pivot. Nicht wirklich der Rede wert. Drum werde ich es wohl auch lassen.)

Das ist also kurz umrissen der Plan. Denn es war mir schon immer ein Anliegen, auch den zweiten und alle weiteren auf das Niveau zu stellen, das der erste Band hat. Oder besser ausgedrückt, ihnen die gleiche Menge an Arbeit und Energie zukommen zu lassen. Sodass ich jetzt schon versprechen kann, wenn der zweite Band dann rauskommt, gibt es keinen Grund zu Klage. 😉 (Wenngleich ich ja weiß, dass manch einer enttäuscht ist, dass er nicht nahtlos an den ersten Band anschließt, schon was den Wechsel zwischen den Welten betrifft, was dann erst im dritten Band wieder geschieht, und dieser Band eigentlich nur eine Brücke ist, für das was noch kommt. Die aber gebaut werden muss, dass man eben zu dem kommt, was dann noch kommt.)

Wenn ehrlich bin, ich würde den zweiten Band heute anders schreiben. Vermute ich zumindest. Diese Jahre der Erfolglosigkeit lassen einen nämlich dann doch irgendwann einknicken und sagen, gut, wenn das von mir erwartet wird, dann tue es eben. Was aber zum Glück jetzt nicht mehr geht. Die ganze Geschichte würde nämlich ihren Sinn verlieren.

Ja, in der Tat ist es ein Glück, dass mir diesbezüglich die Hände gebunden sind, weil es nämlich das Niveau erheblich senken würde. Bin ich doch der Übersetzung, dass das, was Anthony wirklich von anderen Geschichten unterscheidet, ist, dass man nie weiß, wenn man die erste Seite aufgeschlagen, was einen erwartet. Und es sich so durchzieht, bis hin zum Schluss. (Das kann ich versprechen!!!) Wenn ich aber einen Abklatsch des ersten Bandes fabrizieren würde, es wäre nicht mehr Anthony. Egal, wie gut dieser Abklatsch wäre. Denn die Qualität des ersten Bandes wäre für immer unerreichbar. Und wenn es nur ist, weil der erste Band eben der erste Band ist.

So, ich mach dann Schluss, nicht dass ich anfange, mich zu wiederholen. Wobei ich nur noch kurz anmerken möchte, was bin ich froh, dass die ganze Geschichte im groben schon zu Ende geschrieben ist. Ich würde sonst aufgeben. So aber weiß ich, es lohnt sich!

Grüße natürlich wie immer auch von den anderen, nicht zu vergessen, der Baum

p.s.: Ich hoffe, ich war nicht zu inkohärent springend 😉 Melde mich wieder, wenn die ersten Illustrationen zum zweiten Band fertig sind.