Jetzt wird es wirklich ernst. Habe die englische Übersetzung noch einmal überarbeitet, und durfte feststellen, noch einmal ist nicht nötig. Zumindest nicht von meiner Seite, denn die Fehler, die jetzt noch drinstecken, finde ich selbst in zehn Jahren nicht. Wenn auch manch einer für manch anderen vielleicht glaring obviously ist.
Noch einmal flüchtig drüberlesen, dann ist es geschafft. Wobei das flüchtig aber nicht abwertend gemeint ist. Denn das gelingt nur, wenn keine Stolpersteine zu finden sind und die Augen geschmeidig über den Text gleiten können. Aber diese Steine, wie gesagt, habe ich ja inzwischen fast alle entfernt.
Und wenn ich zehn weitere finde, dann dürfte es viel sein. Von kleinen Flusen einmal abgesehen, falsche Komma, etc. Was heißt, alle vierzig Seiten einer. Das aber verzeihe ich mir selbst, und darum ist jetzt endlich Schluss. Das Ergebnis rechtfertigt nicht den Aufwand.
Wann genau das Buch rauskommt, kann ich aber dennoch nicht sagen. Muss mich erst einmal bei Amazon informieren, wie das mit den Werbemaßnahmen ist. Die ja zum Glück bei englischsprachigen Büchern ganz andere sind, als bei den deutschen.
Ein Hindernis, das schon vor Jahren bestand und das man dort immer noch nicht abgestellt hat. Wahrscheinlich wegen der deutschen Buchpreisbindung. Oder auch hier rechtfertigt das Ergebnis nicht die Mühen. In Deutschland darf man das Buch kostenlos eine Weile verschenken, das schon, aber das möchte ich nicht. Tut mir leid, dafür ist mir mein Anthony einfach nicht billig genug. Auch darf man den Preis eine Zeitlang senken, womit ich aber keine besonders guten Erfahrungen gemacht habe, aber Rabattaktionen sind nicht möglich. Ganz anders verhält es sich bei englischsprachigen Erscheinungen. Nicht dass ich deswegen mit einem wirklichen Durchbruch rechne, aber vielleicht bringt es zumindest einen kleinen Schub.
Vorausgesetzt immer, die Übersetzung ist gelungen. (Was den Plot anbetrifft hatte ich ja noch nie Zweifel. Der ist, und war schon immer gut.) Die das meiner bescheidenen Meinung nach auch ist, zumal ich mich ja wirklich sehr ans Original gehalten habe. Aber vielleicht ist das ja das Problem, denn wieder ist es kein wirkliches Kinderbuch. Aber, zumindest klingt es wenig anders. Das liegt ganz einfach an der Sprache. Es ist ein wenig lebhafter. Vielleicht auch, weil ich ab und zu kleine Ergänzungen angebracht habe.
Man hat ja schon immer gelobt, dass wirklich jede Figur ihren Platz bekommt und keine in der Beschreibung ihres Charakters etwas zu wünschen übriglässt. (Übrigens, ein Kompliment über das ich mich immer sehr gefreut habe, denn ich versuche das ja immer so wenig mit den üblichen Klischees zu machen. (Ramshin Augenfarbe wird, wenn ich mich recht entsinne, auch erst im letzten Band geklärt. Der noch gar nicht erschienen ist. Wenngleich die von Glomp jetzt benannt wird. Wer es wissen will, nun der muss halt all sein Englisch aufpolieren und lesen. 😉 )) Aber nun ist es vielleicht noch ein bisschen besser. Einmal, zum Beispiel, sagt Broms jetzt zu Sims, little princess. (Wenn er den Band auswendig kann, wie ich, dem sei gesagt, ist es die Stelle, kurz vor dem Ende des erstens Buches, als es darum geht, was mit den Lepis gemacht wird, die jetzt übrigens Pep heißen. Aus leistungssteigenderde Pille wird die performance-enhancing-pill.) Das sind zwar nur zwei kleine Wörter, und dennoch sagen sie viel aus über den Status von Sims im Team und auch das Verhältnis von Broms zu ihr.
Ich weiß, man solch sich nicht selbst loben, und ich hoffe, ich bin auch nicht allzu sehr für die Charaktereigenschaft bekannt, aber da, als mir das beim Korrigieren plötzlich in den Sinn kam, war ich kurzfristig so stolz, dass ich es tatsächlich in den Text eingebaut habe. Denn es sind ja tatsächlich diese kleinen Hinweise, die ein wirklich gutes Buch ausmachen. Die man jetzt nicht hinterfragt und großartig aufdröselt, so wie ich es jetzt mache, sondern einfach drüberliest. Und man mit zwei Wörtern eigentlich ein ganzes ungeschriebenes Kapitel an Zusatzinformation erhält. Denn, wer das Buch kennt, weiß ja, dass Sims nicht wirklich sich wie eine kleine Prinzessin verhält. Und dennoch passt es.
Aber bevor ich weiter langweile, mit was für Gedanken ich mich beim Schreiben befasse, und über welch kleinen Fortschritt ich mich freue wie ein Schneekönig (Vater einer kleinen Prinzessin in einem Buch. 😉 Sorry, den Gag konnte ich nicht auslassen.) komme ich lieber auf das Essentielle zu sprechen. Was den Erscheinungstermin ein wenig in der Schwebe hält, ist ja auch die Tatsache, dass so viele Extrajobs anstehen. Cover, Klappentext etc. Zum Glück kann ich Ersteres auf Franus abwälzen, der ja in seinem Metier wirklich gut ist, wobei bei Zweiterem gibt es wohl keinen, der das so schlecht macht wie ich. Und es wird auch nie eine Verbesserung geben. Nein, der Klappentext, das ist wirklich nicht meine Stärke.
Und was wohl auch Grund dafür ist, für dieses nicht benennen können des Veröffentlichungstermin, ist, wenn ich ehrlich bin, natürlich auch die Angst, mit dieser Übersetzung vielleicht entsetzlich abgestraft zu werden. (Und es wird nur ein und zwei Punkte Kritiken hageln.) Aber was soll ich tun, es ist so, wie es so oft im Zeugnis steht, er hat sich immer sehr bemüht, wenngleich im Rahmen seiner Möglichkeiten. Word of honor!
Grüße auch von Anthony und den anderen.