Das Unmögliche ist möglich. So möchte man denken, denn die
Übersetzung des ersten Bandes ist fertig. Oder besser gesagt, die Rohfassung.
Und das nach nur drei Wochen. (Die aber komplett durch, jeden Tag mindestens 10
Stunden.) Was aber nur dadurch möglich war, weil es eben doch nicht unmöglich ist.
Denn, wie schon geschrieben, viel Arbeit habe ich mir durch das Übersetzungsprogramm
eingespart. Das neben ein paar brauchbaren Sätzen so oft zehenaufrollendes
geliefert hat. Das dennoch nicht ohne Wert war. Denn ich habe ja den übersetzten
Text einfach eingepaust, egal wie gruselig, und dann darum herumgedoktert. Was heißt,
dass dadurch allein das Schreiben vieler Worte entfiel. Denn selbst in einem
grottigen Text, bleibt ein and ein and und ein because ein because. Und die
sturdy Grammatik beherrscht das Programm ja.

Was jetzt also kommen muss, das ist der erste Feinschliff.
An den werde ich mich in einem Monat machen. In der Zwischenzeit mir die Interpunktionsregeln
anschauen, die doch erheblich von denen der deutschen Sprache abweichen. Die
restliche Grammatik interessiert mich weniger, denn die mache ich ja „zumeist“ irgendwie
automatisch richtig. Im Deutschen muss ich ja auch nicht wissen, was den
Genetiv vom Dativ unterscheidet, Hauptsache es stimmt. 😉 Vielleicht weil ich
als Kind Englisch gesprochen habe. Wer weiß. Auf alle habe ich keine Probleme
mit vielen Dingen, die für andere eben ein Problem sind. Sind doch manche
Sprachen viel weiter vom Englischen entfernt als das Deutsche.

Nach dem ersten Feinschliff suche ich mir dann Leute, die
wirklich gut sind, eben in der Kommaregel oder den anderen Dingen, die mir
nicht auffallen, weil ich sie für richtig halte, sie aber dennoch falsch sind. (Das
müsste ich ja aber auch im Deutschen machen.) Im besten Fall nennt man diese Leute
Korrektoren oder Lektoren. Da mir dafür das Geld fehlt, bin ich mit jedem
zufrieden, der sich meldet. Hundert Schafe fressen ja auch ne Wiese in ´ner
Woche runter, die der Trecker mit dem Schneidwerk in ´ner Stunde schafft. Native speaker oder einfach
Sprachinteressierte, egal.

Und am Jahresende, wenn alles gut geht, wird es
herauskommen. Wenn ich Glück habe, was ich aber noch nie so richtig habe (wobei
ich aber schon dankbar dafür bin, dass mich das Schicksal immerhin mit dem Befall quälender
Krankheiten verschont hat, den Kopf mal ausgenommen 😉 ), schon früher. Denn nach der ersten Schleifarbeit
werde ich es an ein paar Verlage schicken. Vielleicht nimmt es jemand. Gut
genug, um es dort zu präsentieren, wäre es dann immerhin.

Natürlich werde ich bis dahin nicht untätig bleiben, viel
lesen, Hörbücher hören, Filme schauen, etc. Was sich nach Urlaub anhört, aber
wenn man immer nach auf der Suche nach den Geheimnissen einer Sprache ist,
ziemlich anstrengend ist. (Als Beispiel könnte ich nennen, da ich ja mal Taxi gefahren bin, wenn die Fahrer im Stand stehen, dann denken die Leute ja auch immer, man was der für ein angenehmes Leben. Was er auch hat, wenn er ohne Funk fährt, und darauf hofft, das Laufkundschaft kommt. Wenn er aber den Funk abhört, ist das brutal stressig. Denn wenn eine Fuhre in deiner Nähe aufgerufen wird, und du nicht der erste am Schalter bist und Bereitschaft meldet, dann hat die ein Kollege schon längst die Beute abgejagt. Und du musst dann weitere drei Stunden warten. Ich bin nämlich immer Nachts gefahren, und wenn dich die letzte Droschkenfahrt irgendwohin an den Rand der Statt gespült hat, dann ist da nichts mit Laufkundschaft. Nicht vor dem jüngsten Tag, wenn sich die Gräber öffnen.)

So, das wär es erst einmal. Was das alles für Auswirkungen
auf Anthonys Internetpräsenz hat, Facebook, etc. das nächste Mal. Grüße auch
von ihm und den anderen.