Nach langer Zeit. Eigentlich war ja der Plan, dass ich für
Franus auch einmal ein Buch einspreche, immerhin ist er in Vorleistung getreten
😉 Dann die Übersetzung ins Englische, falls sich doch nicht vorher ein Wunder
ergibt durch den großen Unbekannten.

Nun, dieses ist nicht eingetreten. Ich habe auch nichts
gehört von ihm, hoffe aber, dass er wohlauf ist. Und natürlich zugleich, dass
Anthony noch immer auf seinem Nachkästchen liegt, oder wie es in der Blogersprache
heißt, auf dem Sub = Stapel ungelesener Bücher.

(Seltsam dieses Wort Stapel, ich will es immer mit zwei p
schreiben. Wahrscheinlich, weil der Begriff beinhaltet, dass es immer mehr als
eines sein muss, denn sonst kann man es ja nicht stapeln. Aber nichts Genaues
weiß man nicht, die Pfade meines Unterbewusstseins sind sumpfig und führen in
neblige Tiefen. )

Allerdings gibt es trotzdem ein Anrecht auf Hoffnung. Denn
diese ständige Verschieben der Übersetzung fußte ja darauf, dass ich der
Meinung war, dass mein Englisch nicht ausreichend ist, diese in Angriff zu
nehmen. Diese aber habe ich revidiert. Nicht dass ich tatsächlich schon in der
Lage bin, aber ich habe mich so weit angenähert, dass ich die erste grobe
Übersetzung in Angriff nehmen kann.

(Die ja eigentlich schon die zweite ist, habe ich doch vor 3
Jahren schon mal die ersten drei Kapitel durch den Google Translator gejagt und
sie dann hier beim Blog zum Lesen bereitgestellt. Wohl wissend dass sie
grotten-grotten-grottenschlecht waren, aber darauf spekulierend, dass jemand
vielleicht Mitleid hat und das Ganze übernimmt. (Nein, so schlimm bin ich
nicht, aber Hilfe hätte ich gerne angenommen. Aber wie immer muss ich alles
allein machen.))

Obwohl, nein, auch das stimmt nicht. Denn inzwischen ist
dieser Translator inzwischen so gut, dass er nur noch grotten-grottenschlecht
ist. (Mir tun all die Übersetzer leid, die bald ihren Job verlieren
werden. Spätestens in 20 Jahren ist es
soweit. Da hilft es nicht Sand in den Kopf zu stecken. Wenngleich wirkliche
Literatur wohl kaum jemals von einer Maschine übersetzt werden kann. Aber wenn ich mir die Romane von Rex Stout
anschaue, die für mich wirklich gute Literatur sind, und mir deren
Übersetzungen anschaue, aus den 60er, 70er Jahren, dann kann eine Maschine das
auch nicht schlechter machen. Wirklich schlimm, wie die verhunzt wurden. (Und
trotzdem ein großes Publikum fanden.) Oder auch von Agatha Christie. Harry
Potter hingegen ist gut, wenn auch das Original nicht erreicht werden kann. Und
die Hörbücher von Fry und Doyle sind wirklich ein Genuss. Da kann Franus viel
von lernen. Aber auch ich, denn das mit dem Einsprechen von Franus‘ Buch ‚Mein
Vater, der Präsident‘ ist ja versprochen.)

Manchmal sogar schafft es der Translator, Sätze so zu
übersetzen, dass ich eigentlich nichts mehr machen muss. Nicht oft, aber
immerhin, denn das spart Zeit. Zudem, und auch das muss ich zugeben, bietet er die
ein oder andere Lösungen an, auf die ich selbst nicht gekommen wäre und die
besser ist als das, was mir bisher vorschwebte. Denn auch wenn ein blinder
Fleck ein blind spot ist, so kann man das nicht eins zu eins auf den blauen
übertragen 😉 Womit ich nur sagen möchte, dass das Erlernen einer Sprache doch
weit mehr ist, als das Erlernen ihrer Bausteine, Vokabeln, Grammatik, etc. Allerdings
gewährt einem das Englische viel mehr Freiraum. Was aber nicht heißt, dass es
leichter ist. Denn auch ohne der, die das, ist es mindestens genauso hart,
hierin ein Meister zu sein. Und erst wenn ich ein Meister bin, dann wird
veröffentlicht.

Wobei aber (schönes Beispiel, gibt es doch für unser Wobei
keine angemessene Übersetzung und man muss sich mächtig anstrengen, dieses
herrliche Wort, nach seinem Verschwinden, mit allerlei verbalen Krücken zu
stabilisieren. Was ein krummes Bild ist, aber nur so die wirkliche
Schwierigkeit ersichtlich wird.) ich 70% für vollkommend ausreichend halte.
Wenn man davon ausgeht, dass man sich mit 30% schon verständlich ausdrücken
kann. Die Bild Zeitung oder auch die Sun sind der schlagende Beweis. 100% zu
erreichen ist so oder so illusorisch, potenziert sich das Ganze ja gegen Ende.
(Das Deutsche hat, wie ich neulich in Na sowas erfahren habe, allein über 4
Milliarden irgendwas. (Das irgendwas steht hier tatschlich für irgendwas, da
ich abgelenkt war und das Geschehen auf der Mattscheibe nicht korrekt verfolgen
konnte. Aber selbst wenn es nur die Möglichkeiten sind, zu sagen : Nein danke,
Tante Martha, ich möchte kein Kompott
mehr, dann ist das doch allerhand.)

Kurzum, ich bin momentan an der Übersetzung und sehr
zufrieden mit mir. Es klingt ab und zu fast schon perfekt. (Ihr wisst schon, was
ich meine. Es hat eine eigene Melodie. Eine, die für ein Kunstwerk essentiell
ist. Und das wird es werden. Ein Kunstwerk. Drunter mache ich es nicht mehr 😉
) Wie lange ich brauchen werde, wie immer keine Angabe, aber vielleicht bin ich
früher fertig. HAHA! Dann lasse ich es ruhen. Das tut gut. (Das merke ich auch
beim letzten Band, der ja schon geschrieben ist und eigentlich nur noch auf die
Endabnahme wartet. Mir fallen nämlich immer noch Dinge ein, die fehlen und die wirklich
wichtig sind für das Verständnis des gesamten Zyklus.) Dann wird erst einmal
tatsächlich Franus Buch eingesprochen.

Aber keine Panik, was wann passiert, ich gebe Bescheid. Wie
immer auch Grüße von Anthony und den anderen. (Wenn ich sie nicht so lieben
würde, ich würde all die Mühe nicht auf mich nehmen.)

p.s.: Aber auch so muss man aufpassen wie ein Luchs, denn
nicht immer wenn die Übersetzung richtig ist, dann passt sie auch vom Sinn. (Obwohl
nein, auch das ist nicht richtig. Das eine ja, aber nicht das mit dem Luchs.
Denn das ins Ohr gebrummelt, würde ja auch ein jeder sich im tiefsten
Winterschlaf befindlicher Bär aufgeschreckt aus seiner Höhle purzeln.) Sagt
doch Anthony einmal: „Sie haben mich ganz schön hart rangenommen“ (You rember,
when somebodys else’s fingernails were drilling in his forehead) im fünften
Kapitel, und der Google-Translator hat
mir dafür doch tatsächlich angeboten : „They damn fucked me hard.“ Nun, da ich davon ausgehe, dass damit meine
Karriere als Autor im englischsprachigen Raum schnell vorbei wäre, besonders als
Kinderbuchautor, wofür man mich ja fälschlicherweise hält, habe ich mich vorerst dann
doch für das vielleicht etwas passendere: „They put me damn hard through the
wrigler“, entschieden.

p.p.s.: Nein lieber Translator, das deutsche Wobei ist nicht
mit dem englischen whereby gleichzusetzen. Und wenn du es mir noch so oft
anbietest.