Eigentlich habe ich ja nichts zu berichten. Der große
Unbekannte hat während der Feiertage weder angerufen (womöglich mitten in der
Nacht, um mir mitzuteilen, dass er noch nie etwas Besseres gelesen habe), noch
mir einen empörten Brief geschrieben, dass es eine Unverschämtheit sei, ihn mit
solch Pennälerlektüre zu belästigen. (Was ich natürlich sofort auf Franus
geschoben hätte und seinen Roman „Mein Vater, der Präsident“ Wenngleich ich das
keineswegs so empfinde, aber Anthony muss unschuldig bleiben.) Wahrscheinlich
ist die Verwandtschaft vorgegangen und der Drang ein wenig freie Zeit zu
genießen. Wofür ich vollstes Verständnis habe. (Wenn nicht ich, wer dann? 😉 )

Und sogar, selbst wenn er es nie liest. Der Wille war kurzzeitig
da, das ist mir schon genug. Mich hat es immerhin über die Feiertage gebracht,
mit freudigen Gedanken an Anthony und auch an wenig an Franus und sein Werk. Das
ist schon mehr als ich vom Schicksal erwarten darf. Denn wer keine Bücher
verkauft, der ist doch eigentlich auch gar kein richtiger Schriftsteller. Denn
wenn ich Euch die Jahresbilanz verkünden würde, ihr lieben Leut, ihr hättet
Tränen in den Augen. (Diesmal aber nicht vor Freude. 😉 )

Somit ist also eigentlich nichts geschehen. Und von den
anderen Projekten zu berichten, macht wenig Sinn, bemessen sie sich doch vom
Aufwand her in Jahren. (Und es ist erst ein kurzes Stück des Weges gegangen.)
Ich kann also nur noch davon erzählen, dass mich gestern kurz hintereinander zwei
junge Damen angelächelt haben und dass ich vermeintlich heute mitten auf dem
belebten Stachus eine vermeintliche Euromünze
gefunden habe.

Beide Erlebnisse so außergewöhnlich, dass ich sofort im Kopf
begonnen habe, ihre Wichtigkeit gegeneinander abzuwägen. Und wer mich kennt,
der weiß, dass das Urteil natürlich nur zu Gunsten der beiden Damen ausfallen
konnte. Nicht nur des Testosterons im Blut wegen, das sich zum Glück weiterhin
eisern dagegen wehrt, für immer aus diesem Körper zu verschwinden, sondern vor
allem, weil ich diese beiden entzückenden Geschöpfe sofort als Vorbotinnen des
Frühlings ansah. (Wann werden die Tage endlich wieder wärmer und so richtig
lang?)

Ein wirklich weises Urteil, schon allein deswegen, weil der
vermeintliche Euro nicht umsonst so von mir genannt wird. Bei meiner momentanen
Glückssträhne konnte es nämlich natürlich nur eine Fälschung sein. So will ich
mal das 500 Peso Stück nennen, wohl aus längst vergessenen Tagen, wenn denn aus
Spanien. Mit dem ich prompt im Lottoladen aufgeflogen bin. (Leider erst da, da
ich ohne Lesebrille auf kurze Distanz so gut wie blind bin.) Die Freude wich
also und eine kleine Peinlichkeit war das Ergebnis. Nicht wirklich groß, da
meine Verblüffung in der Tat echt war und man mir das dann auch ansieht.

Mehr an Aufregung war wirklich nicht, somit bis zum nächsten
Mal. Beste Grüße natürlich auch von Anthony und den anderen!