So, endlich komme ich dazu, den vor Ewigkeiten versprochenen
langen Bericht niederzuschreiben. Nicht dass ich seit der Beendigung des
Hörbuchs keine Zeit dafür gehabt hätte, es fehlte einfach am Kuss der Muse.
Auch war etwas Abstand zu Anthony und den seinen zu gewinnen, für mich gut.

(Wie bestimmt auch für ihn und wie sie alle heißen. Nicht
dass ich nicht einen jeden liebe, was man wohl auch im Hörbuch vernehmen kann,
aber in jeder Familie ist es gut, wenn man sich nicht ständig auf den Füßen
steht.)

Und ich hoffe, dass ich, von diesem Bericht abgesehen,
diesen kleinen Abstand dann noch bis Ende September hinausziehen und wahren kann.
Was man dann wohl landläufig auch als Urlaub benennen könnte, wenngleich es
mich schon der finanziellen Lage wegen nicht in die Ferne zieht. Und ich auch
nicht wirklich faul bin, was ja zu einem wirklichen gelungen Urlaub dazugehört.
Vokabeln lerne und mich selbst in die tiefsten Geheimnise der Magie unterweise.
😉 (Genaues
wird nicht verraten, schon darum, ist es doch Magie.)

Ja, endlich habe ich auch Zeit für den allgemeinen Blödsinn,
dem sich auch all die anderen hingeben. Wie gedankenverloren eine Zwetschge vom
Baum zu pflücken und mich dabei von einer Wespe in den Finger stechen zu
lassen. (Verdammt, der ist aber ganz schön dick geworden, fast so, als wolle er
plötzlich einer von Herrn Halsban sein!) Dann aber werde ich es wohl kaum noch
aushalten und mich den drei anstehenden Projekten widmen. Übersetzung des
ersten Bandes ins Englische, Erstellung des Hörbuchs des zweiten Bandes und
natürlich auch der Überarbeitung des bereits fertiggestellten letzten Bandes.
Was im Dreiklang geschehen wird.

Wobei die Dringlichkeit, die ein jeder Part benötigt, aber
natürlich auch von äußeren Umständen diktiert werden wird. Wird das bereits fertiggestellte
Hörbuch nämlich tatsächlich ein Erfolg, was bei meinen sonstigen Verkaufszahlen
bereits durch eine relative kleine Zahl an verkauften Exemplaren als erfüllt
anzusehen ist, aber natürlich auch durch eine gute Bewertung in den Portalen (eine
5 ist da fast schon ein Muss), dann hat das zweite Hörbuch selbstverständlich
Priorität. Wenn nicht, dann wird wohl das Englische obsiegen. Wenngleich ich
mich da noch immer nicht sattelfest genug fühle, das auch wirklich gekonnt zu
zimmern.

Letztendlich, wie es kommt, dieses Englische, es sage es wie
es ist, es wird sich ziehen. So auch die Veröffentlichung des letzten Bandes,
die ich ja schon immer frühestens im Jahre 2020 geplant hatte. Gerne auch etwas
später. Und die jetzt ja nur zu Debatte steht, weil ich ihn ja in Rohfassung
schon beendet habe. Fleißig wie ich bin. Und er somit seiner Zeit eigentlich weit
voraus ist. (Und dass dieser Band noch ein wenig abhängt, das ist auch gut so,
denn erst gestern ist mir ein wichtiges Detail eingefallen, das unbedingt einer
Verbesserung bedarf. Soll er doch das wirkliche Meisterwerk der ganzen Reihe
werden.)

Wenngleich ich ja persönlich gar nicht benennen könnte,
welchen Band ich für den gelungensten halte. Jeder steht für sich allein. Hat
Stärken und auch Schwächen. Nehmen wir zum Beispiel den ersten Band, der mir
gerade so nah ist, denn er ist ein wirklicher Blockbuster. Doch wäre die Reihe
so gut wie sie eben ist (keine Wertung, nur eine Feststellung), wenn ich die
anderen Bände alle im gleichen Strickmuster hätte ablaufen lassen? Wohl kaum.
Als Beispiel möchte ich da nur den „kleinen Prinz“ benennen. Gibt es wirklich
Menschen, die glauben, man könnte ihn auf dreihundert Seiten auswalzen und dann
vielleicht auch noch sechs Bände, nicht minder dick, in gleicher Art
fabrizieren? Nein, es würde sich ermüden. Selbst dann, wenn es eben doch gelänge.
Und die Strahlkraft des einen würde verblassen unter seinen Brüdern. Anthony
aber hat nun einmal sechs Bände. (Und das auch nur, um das Wichtigste darin
unterzubringen, was die Erde, Robotanien und sein Schicksal anbetrifft.) Schon
darum muss ebenjeder für sich etwas Besonderes sein.

Was ich, wobei ich jetzt aber eindeutig der Nabelpolitur
überführt bin, anscheinend ganz gut hingekriegt habe. Denn auch wenn die Daten,
die man aus den wenigen Verkäufen gewinnen kann, nicht wirklich hieb und
stichfest sind, so besagen sie zumindest, dass zwar nicht jeder, der den ersten
Band erworben hat, auch den zweiten gekauft hat, aber wer beim zweiten doch zugriff,
dann nicht die Finger vom dritten lassen konnte; und auch der vierte und fünfte
folgten schon bald.

In der Tat, es ist wirklich so. Und das ist doch ein Kompliment, zumal, wenn
ich so gelegentlich über die Flohmärkte wandle, der erste Harry Potter Band
auch viel öfters auf den Tapeziertischen zu finden ist als die anderen. Gefolgt
vom zweiten, und dann erst, ziemlich abgeschlagen, kommen die anderen.
(Achtung: Wie immer findet Harry Potter bei mir nur Erwähnung, weil es zum
einen ein wirkliches gutes Kinderbuch ist, und ich zum anderen meinen Anthony
keineswegs damit vergleiche. Und zum Dritten, weil ihn eben halt ein jeder
kennt.)

Persönlich würde ich es ja bevorzugen, dass das Hörbuch
zumindest ein kleiner Erfolg wird. Nicht,
weil ich endlich einen verdient hätte (ich zieh das Ding bis zum Ende durch,
auch ohne, solange Jahre der Armut, da kommt es auf ein paar mehr auch nicht an),
sondern weil ich ja, wie schon geschrieben, die anderen beiden Projekte gerne
noch nach hinten verschieben möchte. Zumal es mich ja auch interessieren würde,
wie lange ich dafür brauche, jetzt, wo ich halbwegs weiß, wie es richtig
gemacht wird, so ein Hörbuch, ist es doch nichts anderes als eine Oper. (Etwas
überspitzt, aber treffend.) Eine ziemlich lange in Anthonys Fall noch dazu,
fast schon von wagnerianischem Ausmaß. (Wenngleich hier nur die Fantasy das
ansonsten noch verbinden Glied ist. Das andere ist mir viel zu depressiv. 😉 )

Was ich somit meine ist, es muss ein Fluss hinein, eine
Melodie. Oder, besser, gleich ein ganzer Reigen an Melodien. Denn die Stimme
des Sprechers sollte möglichst auch immer, ohne das Verstehen des Textes, dem
Hörer das Gefühl vermitteln, dass der Autor in diesem Moment in die Worte
gelegt hat. Antagonisten und Protagonisten müssen als positiv und negativ
sofort erkennbar sein und auch ihr Handeln. Was Franus und ich inzwischen wohl ganz
gut hinkriegen. Und somit kann ich gar nicht sagen, welches Kapitel ich
persönlich als das beste bezeichne. Man muss es immer Zusammenhang sehen. Auch
ändert sich ja bei manch einer Figur die Stimmungslage.

Nichtsdestotrotz war den Imperator zu sprechen natürlich
Franus eine wahre Wonne, denn wann zuvor im Leben durfte er schon einmal so
ungehemmt böse und gemein sein, ohne Strafe, nur für Lob. 😉 Aber auch die kleinen
akustischen Gimmicks, wobei ich die Grauen Wachen mal benenne oder auch nur den
Autopiloten, der die Fahrt des LKW’s von Herrn Halsban übernimmt, müssen
wohldosiert sein und dürfen niemals übertrieben wirken. Kurzum, liebe Leut, ich
sage es euch, das Ganze zu beherrschen, zumindest so gut, dass es mit großen
Produktionen halbwegs mithalten kann, die ein ganz anderes Budget, Equipment,
Techniker, Berater und was weiß ich noch so alles, das ist eine wahre
Wissenschaft. Und das Lernen hat natürlich auch heute noch kein Ende. Denn man
kann nur immer besser werde.

Jetzt aber, wie geschrieben, warte ich auf Ende September,
denn die öffentliche Bereitstellung des Downloads ist ja am 9ten9ten, dann
dürften die ersten Prognosen absehbar sein, die dann der Grund für weiteres
Handeln sind. Bis dahin, gemach, gemach und Toi-Toi-Toi.

Grüße auch von den anderen. Natürlich melden wir uns
dazwischen noch einmal. Jetzt aber hinaus in den Garten. Zum Zwetschgenbaum.
Ich hätte da noch neun freie Finger. 😉