Leider muss ich mit den Rubriken etwas Haushalten. Habe
schon in meinem Dilettantismus alle Post von 2016 gelöscht. Somit werden immer
die, die vergangenen Jahrgänge betreffen in diesem Zusammengefasst. Und um wie
um zu beweisen, was für ein Dilettant ich bin, habe ich die von 2015 kopiert
und werde sie denen von 2017 voranstellen. Diese folgen also nach diesem
ellenlangen. Wollen hoffen, dass er angenommen wird sonst muss ich ihn
stückeln.

Jahresabschlussbericht

2015

Geschrieben von Francis Linz Mo, Dezember 21, 2015 11:54:07

Jahresabschlussbericht, so will ich diese Mitteilung einmal
nennen, weil dann geht es in den wohlverdienten Urlaub. Der das auch ist.
Immerhin habe ich 2015 den fünften Band niedergeschrieben. Mit rund 175.000
Wörtern, Buch 1 & 2, der bis jetzt dickste Band.

Der letzte Band: Anthony und das große Abenteuer wird
natürlich noch dicker werden, aber gemach, gemach. Eine Herkulesaufgabe; und
wohl schon deswegen schiebe ich sie vor mir her. Denn eigentlich, wenn ich
ehrlich bin, dann könnte der fünfte Band schon jetzt erscheinen, noch einmal
drüberlesen und korriegieren vorausgesetzt, aber je mehr ich diesen Termin
schiebe, desto weiter rückt ja auch der 6te Band in die Ferne. Grobe Schätzung
liegt bei 2019.

Vielleicht schon 2018. Plusminus sagt man dazu. Was aber
natürlich auch in die andere Richtung zielen kann. Zuerst muss ich ja erst
einmal den ersten Band ins Englische übersetzen und dafür gebe ich mir bis Ende
September 2016. Ich bin also nicht faul 😉

Dass der Termin noch so fern ist, liegt also nicht daran und
auch nicht, dass ich mich nicht mehr motivieren könnte. Wozu ich gern eine
kleine Geschichte nennen will. Neulich sah ich nämlich in den Fernseher, da
sich dort ein ähnliches Schicksal wie das meine zeigte. Ein Autor stand Rede
und Antwort, wie er denn so lange habe durchhalten können, trotz des so
schlechten Absatzes all seiner früheren Werke. (Im Gegensatz zu mir hat sich
das ja jetzt bei ihm geändert.) Und die Antwort war wie immer die, dass er an
sich geglaubt hat. Was mich nun zu der Überlegung brachte, dass man irgendwie
bei diesen Worten geneigt ist zu glauben, dass der Erfolg letztendlich sein
Ziel war. Quasi, er hat daran geglaubt, irgenwann doch erfolgreich zu sein. Und
deshalb geschrieben. Und dieser Glaube an sich selbst hätte nun endlich seine
Erfüllung gefunden. Aber, zumindest in meinem Fall ist das so, hat das eine mit
dem anderen nichts zu tun. Natürlich ist Erfolg eine schöne Sache und wenn er
sich finanziell auszahlt erst recht, aber er hat mit dem Glauben, dass das, was
man tut, richtig ist, nichts zu tun. Ich glaube an Anthony und seine Geschichte
und mache deshalb weiter. Auch glaube ich daran, dass es ganz gut ist, was ich
da mache. Und schreiben tue ich schon deshalb, weil ich schreiben muss. Auch
weil mir diese Gabe geschenkt wurde. Die oft auch harte Arbeit ist. Denn wer
sein Talent verkümmern lässt, stiehlt dem Leben so viele Stunden.

Das bringt mich jetzt zu dem Punkt, dass mir jemand neulich
wieder einmal gesagt hat, Anthony sei so unglaublich bildhaft beschrieben, man
sehe direkt einen Film vor sich. Was mich natürlich sehr gefreut hat, besonders
da ich ja meiner Meinung nach gar nicht so viel beschreibe, sondern dem Leser
so viel Raum für seine Fantasie wie möglich lasse. Man wird nämlich in keinem
meiner Werke eine Landschaftsbeschreibung oder Personenbeschreibung finden, die
sich über viele Sätze erstreckt. Aber vielleicht ist das ja das besondere
Talent. (Was heißt hier vielleicht, ganz gewiss!) Letztendlich hat das aber nun
zur Bedeutung, dass eine Illustration der Bände nicht stattfindet. Ich möchte
keine Fantasie tradieren. Zumal der Arbeitsaufwand immens wäre und die
Übersetzung mich schon völlig in Beschlag nimmt. Und auch Franus möchte erst
einmal ein paar von seinen Cartoons zeichnen.

So, und jetzt möchte ich und all die anderen, Anthony, das
Team mit der Biene auf der Brust, Mathilda und der Baum,etc. uns zum Schluß nur
noch bei all denen bedanken, die meine Bücher lesen und auch diese Zeilen hier.
Es gibt uns Kraft. Denn auch wenn der Glaube groß ist, das Richtige zu tun, und
somit auch seinen Platz im Leben gefunden zu haben, es hilft, wenn andere auch
so fühlen.

Dank und englische Wortprobe

2015

Geschrieben von Francis Linz Sa, Dezember 05, 2015 10:31:04

Vorab meinen Dank an Barbara, die mir den ersten Band
korrekturgelesen und lektoriert hat, sodass er endlich geradezu grätenfrei im
Handel zu erwerben ist. Denn meine Aussage im letzten Post, dass ich mir einen
Fehler pro Seite zugestehe, ist nicht so zu werten, dass ich das auch meinem
Publikum zumuten möchte. Und für jeden Fehler möchte ich mich darum
entschuldigen. Nur mir selber ist es unmöglich, alle Regeln der deutschen
Sprache zu beherrschen. Nicht aus Mangel an Willem, sondern weil da die dafür
nötigen Windungen in der Grauen Masse einfach nur Geraden sind, an denen kein
Lernstoff haften will. Oder auf einer anderen Ebene ausgedrückt, ich werde auch
nie Balletttanzen, wenngleich ich die Akrobatik bewundere.

Womit sich Barbara natürlich eine sofortige Nominierung für
die Rubrik Filmpremiere verdient hat. Ich hoffe aber inständig, dass sie
dennoch auch an den anderen Bänden weiterhin Gefallen findet 😉

Ansonsten lade ich alle ein, sich den ersten
Übersetzungsversuch ins Englische anzuschauen.
http://anthony-noll.de/leseproben/english.html Wer Verbesserungsvorschläge hat,
ich freue mich darauf. Oder mich auch einfach nur auf grobe Schnitzer hinweist.

Wobei interessant ist, dass es zwar immer noch dieselbe
Geschichte ist, zumal ich mich ja versuche so buchstabengetreu wie möglich an
die Vorgabe zu halten, letztendlich aber schon durch die andere Sprachmelodie,
etwas anders kommt. Oder bin ich der Einzige, der das so empfindet?

Grüße auch von den anderen

Rotz und Wasser

2015

Geschrieben von Francis Linz So, November 29, 2015 18:59:41

Ich kann Vollzug melden. Alle fünf Bände korrigiert. Ich bin
sehr zu zufrieden. Inhaltlich. Der fünfte Band ist meines Erachtens der Beste.
Schade, dass ihn nur so wenige lesen werden.

(Meine persönliche Testleserin hat ihn natürlich schon
bekommen, bin ja gespannt, was sie davon hält.)

(Wenn jemand die vier anderen schon gelesen hat, und es
nicht mehr aushält, darf er sich gern melden. Dank Calibre kann ich in jedem
Format versenden. Natürlich umsonst. Angebot gilt bis Weihnachten. Mein
Geschenk an die treuen Freunde. Kleine Fehler müssen natürlich hingenommen
werden 😉 )

Ansonsten lasse ich mit der ganz großen Veröffentlichung
Zeit. Zum einen, wenn ich ihn mir in ein paar Monaten noch einmal vornehme,
dann wird er vielleicht noch besser, zum anderen, hoffe ich ja darauf, dass ich
mit der Hilfe einiger Korrekturleser, die letzten Fehler aus den anderen
herauszufiltern sind. Die ich selbst einfach nicht mehr sehe. Betriebsblind
nennt man das wohl. Wenngleich ich gestehen muss, dass die Barbara aus
Österreich, mir aufgezeigt hat, dass meine Fähigkeiten, die Interpunktion
betreffend, doch noch ausbaubar wären.

Wobei das Wort wären hier zurecht gewählt wird, weil ehrlich
gesagt, das lerne ich nimmermehr. Das ist außerhalb jeder
Aufwand-Nutzen-Rechnung. Ein falsches Komma pro Seite oder ähnlichen Unsinn
gestatte ich mir aber. Zumal die meisten es ja auch nicht bemerken.
Nichtsdestotrotz ist mein Respekt vor denen, denen die deutsche Sprache auch in
der Beziehung kaum Herausforderungen bietet, geradezu grenzenlos. Das ist eben
der Unterschied zum Maler. Er allein vermag es ein Kunstwerk hinzustelle, so
wie es ist. Wir anderen, auch die Musiker, sind immer nur im Team stark.
Korrektor, Lektor, Toningenieur, etc., sie sind unentbehrlich.

Aber die Zeit bis dahin wird natürlich nicht vertrödelt.
Habe heute mit Franus zusammen das Atelier aufgeräumt. Er hat nämlich gesagt,
er will ernsthaft probieren, den ersten Band zu bebildern. Wobei ich aber so
meine Zweifel habe. Franus kann mit Farben umgehen, das ist keine Frage, aber
das ist dann schon eine Ecke mehr. Da geht es um Handwerk. Nun gut, ich lasse
mich überraschen. Bilder beleben, das kann er ja. Und das ist ja auch schon
etwas wert.

Ich versuche derweilen den ersten Band ins Englische zu
übersetzen. Was mindestens bis zum Frühjahr brauchen wird, muss ich doch erst
einmal all die Vokabeln wiederfinden, die durch mangelnde Aufmerksamkeit sich
aus dem Garten meiner Kindheit getrollt haben.

Wobei ich aber bitte, nicht böse zu sein, wenn sich
mittendrin einfach herausstellt, dass auch hier die Aufwand-Nutzen-Rechnung
nicht trägt. Es müssen ja noch so viele andere Dinge gemacht werden, um dem Projekt
Anthony Noll endlich die Aufmerksamkeit zuzuführen, die es meiner Meinung nach
verdient.

Ehrlich Leute, beim fünften Band, ich habe Rotz und Wasser
geheult bei einem Kapitel. Nicht weil ich ich es so gut hingekriegt habe,
sondern weil es so unendlich traurig ist. Und somit ist es wirklich der beste
Band, der mir je gelungen ist. Deckt er doch das Leben ab, so wie es ist.

Grüße auch von den anderen, Francis und Anthony

Ein Pageturner aus Vergeßlichkeit heraus

2015

Geschrieben von Francis Linz So, November 22, 2015 18:48:12

So, nachdem ich das letzte Mal so streng mit mir ins Gericht
gegangen bin, darf ich mich heute auch mal loben. Habe jetzt nämlich alle Bände
bis hin zum Beginn des Fünften durchgelesen. Wobei es echt nur ein Durchlesen
war. In 3,2 Anthony und die große Inspektion (wenn kleine Roboter die Zeit
verdrehen) und 4,1 Anthony und das Labor Sobizalis (wenn kleine Roboter neue
Freunde finden) sowie 4,2 (wenn kleine Roboter ein Memory legen) war kein
wirklich grober Mangel feststellbar. Kleine Schönheitsreparaturen und drei
Ergänzungen, das ja, aber mehr war nicht zu machen. Zumal ich hier anscheinend
schon bei der Erstellung von den Und‘s am Satzanfang abgerückt bin, weil die
Helden ja auch immer erwachsener werden. Und nur das Kinderbuch das Und am
Satzanfang so liebt. Aber Anthony nun einmal alles andere als ein Kinderbuch
ist.

Wirklich schön war, dass eine Passage dabei war, die ich
völlig vergessen hatte, sodass es fast wie ein fremdes Buch für mich war. Und
ich war plötzlich völlig gefesselt: was wird passieren? Und ich kann Euch da
Draußen nur sagen, das war ein echter Glücksmoment! Ich hielt einen echten
Pageturner in den Händen. Und das ganz objektiv 😉 Ich weiß, das klingt
komisch, fast ein wenig nach Nabelpolitur, aber es war so.

So, jetzt bin ich gespannt, ob der 5te Band mit den anderen
mithalten kann. Auf alle Fälle habe ich, so hoffe ich, dort nicht wieder ein
Kapitel zum Drüberlesen eingebaut. Was bei Band 2, 3 und 4 ja so ist. Zumeist
die ersten. Wenn ich nämlich ein halbes Jahr an nur zwei Kapitel rumdoktore,
weil ich nicht so richtig reinkomme. Zuviel Alltag und der andere Blödsinn.
Dann fehlt das Leichte, das die Anthony Geschichte ja ausmacht. Alles ist so
komprimiert. Im Band 2 habe ich es immerhin hingekriegt, dass ich mit dem
Ergebnis jetzt leben kann. Es ist einfach so. Und ich muss ja, wie von der
Kritik richtig bemerkt, ja auch einiges wiederholen, damit auch Quereinsteiger,
die aus Zufall eben nicht den ersten Band in Händen halten, die Geschichte
verstehen und gerne lesen. Was aber auch in anderen „berühmten“ Reihen so
geschieht.

Ich hoffe nur, dass es im dritten Band jetzt auch endlich
lesbar ist. Überprüfung in einem halben Jahr, wenn ich wieder etwas Abstand
habe. Diese Kapitel werden nie Perlen sein, aber man kann sie ertragen. So auch
im vierten, wobei ich da aber immerhin so klug war, das, was ich zuerst
geschrieben habe, zum vierten Kapitel zu machen. Die ersten drei sind ein
Traum!

Und darum habe ich auch ein wenig Angst vor dem letzten
Band. Muss ich doch da tatsächlich mit Pinnwand und Schnipseln arbeiten, damit
ich nichts vergesse. Und meine wirkliche Begabung, wenn ich sie denn besitze,
;-), liegt nun einmal darin, einfach draufloszuschreiben. Natürlich muss das
dann noch zehnmal korrigiert werden, aber es ist einfach mehr Schwung drin.

Ich glaub, das war es. Grüße auch von den anderen

Mit Bitte um Vergebung

2015

Geschrieben von Francis Linz Sa, November 14, 2015 09:59:39

Das erste Buch des dritten Bandes: Anthony und die große
Inspektion, wenn kleine Roboter Loopings machen, ist gerade durch die Korrektur
gelaufen. Hier allerdings gab es zum ersten Mal mehr als nur die üblichen
Schönheitsreparaturen. Habe aus den ersten Kapiteln fast 500 Wörter streichen
müssen. Was sich nicht viel anhört, aber wenn man bedenkt, dass ein falscher
Satz einen ganzen Absatz ruinieren kann, dann doch viel ist. Und was mir
unendlich peinlich ist, habe ich ihn ja schon einmal korrigiert und gedacht,
besser geht es nicht. Zumal ja Freunde von Anthony bezahlt haben, um
unterhalten zu werden. Und dann mussten sie durch solch grottige Passagen
wandern. Zum Glück war dann ab dem 4ten Kapitel eigentlich kaum noch etwas zu
machen. Und ich hoffe, weil ich die dann als sehr gelungen empfinde, auf
Nachsicht und Vergebung.

Es ist halt ein Ein-Mann-Betrieb. Und ich war noch nie der
Meinung, dass ich in allen Belangen perfekt bin. Denn auch wenn auf dem
Buchrücken nur immer ein Name steht, so ist ein Buch eine Teamarbeit. Lektor,
Korrektor, Illustrator, usw. Man betrachte sich nur so manch
Originalmanuskript, auch berühmter Werke, man würde nie den Verdacht hegen,
dass man das einem breitem Publikum darbieten darf. Zumal das Schreiben nur mit
dem Schreiben besser wird. Und somit die Hilfe von dritter Seite immer
geringer. Noch aber bin ich erst bei vielleicht 80%. Immerhin besser als Anfang
der „Karriere“. Da waren es vielleicht nur 20. (Seien wir ehrlich, der erste
Roman hatte nicht einmal 5.)

Da es aber trotzdem besser läuft als erwartet. Denn die
wirklichen Reparaturen kosten echt Zeit. Wird der erste Durchlauf der Bücher
bis hin zum fünften Band, sich wohl schon Anfang Dezember erledigt haben. Ich
hatte mit Ende Januar gerechnet. Dennoch wird der Termin der Veröffentlichung
vorerst nicht nach vorne verschoben. Denn je mehr Zeit zwischen der Endabnahme
und dieser ersten Korrektur liegt, desto besser. Zumal eine Idee in mir immer
wächst, die viel Zeit bedarf.

Eigentlich sind es ja zwei. Ich könnte den ersten Band
illustrieren und auch ins Englische übersetzt. Und da ich niemanden kenne, der
das mit Freude und für ein warmes Dankeschön macht, bleibt es wohl an mir
hängen. Wobei ich gerne etwas geben würde, aber meine Ressourcen diesbezüglich
sind doch arg überschaubar. Dennoch, wer sich beteiligen will, darf sich gerne
melden.

Warum das, werden jetzt einige fragen. Nun, ich bin Realist.
Und meine Hoffnungen, auf dem deutschen Buchmarkt zu reüssieren, doch eher
gering. (Eigentlich sind sie nicht mehr vorhanden, habe ich doch alles gemacht,
was man mir empfohlen hat, aber die Freunde von Anthony werden nicht mehr.) Das
Beste wäre sicher der japanische Markt, sind sie doch dort sehr Roboteraffin
und auch die Seelenwanderung ist ihnen nicht unbekannt, auch nicht Bäume die
reden, aber meine Beziehungen in diesen Teil der Erde sind leider nicht
existent. Somit also diese Richtung. Und da mein Englisch, trotz Abstammung,
nicht mit meinem Deutsch zu vergleichen ist, gelingt es mir vielleicht schon
deswegen auch sprachlich ein Kinderbuch daraus zu machen. Oder eines, das auf
dem E-Book-Markt bestehen kann. Denn wie hat neulich ein bekannter Literat
gesagt, dessen Name mir aber entfallen ist: „Ein wirklich wertvolles Buch hat
gar nicht die Chance au dem E-Book Markt erfolgreich zu werden.“

Das sehe ich auch so.

Sorry, wenn das jetzt zu eingebildet klingt, aber wenn ich
nicht von meiner Mission überzeugt wäre, ich hätte unter diesen
Begleitumständen nie solange durchgehalten. 5 Bände mit sowenig Resonanz, das
muss mir erst einmal einer nachmachen 😉

Grüße auch von den anderen.

p.s.: Wenn es so weit ist, werde ich auf diesem Blog oder
auch auf Anthonys Seite die Illustrationen natürlich vorstellen und auch die
Übersetzungen der Kapitel, sukzessiv. Schon allein um Verbesserungsvorschläge
entgegenzunehmen. Vielleicht auch wird dann alles zweisprachig geführt oder
gleich eine eigene englischsprachige Domain eröffnet. Noch ist alles im Nebel
der Zukunft, aber die Schemen nehmen bereits Konturen an.

Lesepreis Lovelybooks 2015

2015

Geschrieben von Francis Linz Mo, November 09, 2015 12:23:33

Na, da habe ich doch glatt vergessen, die letzten Post auf
Fb auch hier einzustellen. Sorry. Zumal diese schon wieder gelöscht sind. Und
der Text somit jetzt hier nicht geschwind hineinkopiert werden kann.
Zusammenfassend und mit dem, was sich sonst noch so getan hat, kann ich aber
sagen:

Inzwischen habe ich jetzt auch den zweiten Band, Buch 1 und
2 auf Fehler abgeklopft. Viel gab es da zum Glück auch nicht zu verbessern.
(Wobei die ersten Kapitel des ersten Bandes aber nie die werden, die einen
Anthony Noll ausmachen. Inzwischen schon ganz manierlich, aber aus einem Raben
wird kein Schwan, so oft er auch in den Waschzuber steigt. Mein großes Manko.
Beim Anfang jeden Buches, tue ich mich etwas hart. Nur beim fünften Band, da
bin ich sofort reingekommen.) Schönheitsreparaturen gab es allerdings schon ein
paar, wie auch im ersten Band.

Habe diesen inzwischen, wie alle bearbeiteten Bände, in der
neusten Version bei Createspace eingestellt und bei Neobooks. Werde mir jetzt
selbst jeweils eine Printausgabe ordern und dann noch einmal drübergehen. Ist
es doch ganz etwas anderes als am Rechner. Es fallen einem plötzlich wieder
Dinge auf, die vorher wie unsichtbar waren. Ein Plan, der für alle Bände gilt.
Dann, denke ich, zumal durch die Schönheitsreparaturen garantiert neue Fehler
hineingeraten sind, die vorher nicht da waren, und die ich so hoffentlich
finde, dürften die Texte grätenfrei sein. Relativ, soweit es mit meinen
Möglichkeiten zu verwirklichen ist.

Ein weiterer Plan ist, dass die Bände, sprich die Kapitel,
Illustrationen bekommen. In schwarz-weiß. Weil ich nämlich auf dem Flohmarkt
eine amerikanische Harry-Potter-Ausgabe erstanden habe. Und da sind solche
Illustrationen drin. Und jetzt verstehe ich auch den Hype, denn die werten das
Buch doch erheblich auf. (Wirklich, ganz toll!) Wie lieblos da die Versionen
des Carlsen-Verlags, mit diesen Covern, denen der Charme evangelischer
Kirchenkunst anhaftet. Ich spreche hier von den 50er und 60er Jahren des letzten
Jahrhundert. Bei denen es mich einfach nur gruselt. Tut mir leid, meine
Meinung. Schön, dass es Harry Potter trotzdem geschafft hat.

Was das Thema Cover anbetrifft, da muss ich mich allerdings
selber bei der Nase packen. Die von Anthony könnten wahrlich besser sein. Nur
habe ich keine Idee, was zu tun ist. Bin fast bereit, das Projekt, wie auch die
Gestaltung der Illustrationen in andere Hände abzugeben. Mal sehen, wie sich
das entwickelt. Für mich ist der Stichtag der 1 April 2016. Da sollte alles stehen,
sodass ich sagen kann: Besser krieg ich es einfach nicht hin.

Ansonsten hat mich jemand darauf hingewiesen, dass man
Anthony für den Lovelybooks Lesepreis 2015, Kategorie: Kinderbuch vorgeschlagen
hat. Dank dafür an Mira. Das bringt ihr natürlich wiederum hier bei Anthony
eine Nominierung für die Kategorie: Filmpremiere ein. Zumal es nicht sie war,
die mich darauf hingewiesen hat. Ich hoffe, ihr votet alle fleißig 😉

Versprechen eingelöst

2015

Geschrieben von Francis Linz Di, Oktober 27, 2015 09:22:05

Für alle, die sich gefragt haben, warum es etwas stiller
geworden ist. Darum. Habe ich doch endlich mein Versprechen eingelöst.

https://www.facebook.com/Franus-Graueis-1488467274718639/?ref=hl

Zweiter Endbericht Anthony Noll und der falsche Erlöser

2015

Geschrieben von Francis Linz Mi, September 30, 2015 06:27:16

Buch 1: wenn kleine Roboter schummeln

87.000 Wörter; 18 Kapitel

Buch 2: wenn kleine Roboter das Spiegeluniversum suchen

88.000 Wörter; 20 Kapitel

So, die erste Korrektur ging erstaunlich schnell. Kaum
Streichungen, kaum Ergänzungen. Vielleicht werde ich ja doch langsam ein guter
Schriftsteller 😉 Jetzt muss die ganze Geschichte in meinem Kopf nur ein wenig
in Vergessenheit geraten, vor der Endabnahme. Werde darum auch mal wieder
andere Autoren lesen, große Namen, aber auch kleine. Nicht damit ich
betriebsblind werde. Und dann nach Plan vorgehen.

Ach ja, Buch 1 werde ich widmen: Kata, Anette und Katharine

http://buchkatablog.blogspot.de/

https://nettebuecherkiste.wordpress.com/

http://schummerlicht.blogspot.de/

Wenn jemand von den Genannten etwas dagegen hat, bitte
melden 😉

Womit nicht verbunden ist, dass ich jetzt noch mehr
Beachtung von diesen Seiten erwarte oder immer nur wohlwollende Worte für
Anthonys Geschichte, sondern mich nur bedanken möchte, weil jeder Blog in einer
gewissen Zeit für mich und Anthony sehr wichtig war. Und das bleibt so, egal,
was noch alles passieren wird.

Buch 2 werde ich all denen widmen, Blogs und Freunden, die
versucht haben, in ihrem Rahmen, die Geschichte von Anthony zu unterstützen.
Davon mag sich angesprochen fühlen, wer sich angesprochen fühlen soll. Ich
nenne hier mit Bedacht keinen Namen, nicht dass sich jemand zurückversetzt
gefühlt, weil er nicht der erste ist.

Denn so klein die Schar der Freunde ist, so hat sie dennoch
ausgereicht, dass ich bis jetzt durchgehalten habe. Ganz ohne Lob und
Unterstützung hätte ich die bis jetzt fünf Jahre nicht geschafft. Und darum:
Danke.

Die drei, die noch folgen werden für das letzte Kapitel:
Anthony Noll und das große Abenteuer, die reiß ich dann auch noch auf der
linken ab. Habe so viele Jahre vorher mit Nichtigkeiten verbummelt, da kommt es
darauf dann auch schon nicht mehr an. Allerdings werde ich mir wohl diesmal
wohl tatsächlich eine große Tafel kaufen müssen, um all die Sachen nicht zu
vergessen, die Anthony mir bereits erzählt hat und die unbedingt dort noch mit
hinein müssen. Und Pfeile darauf malen und alles, was sonst noch das Gedächtnis
unterstützt. Das wird ein Megaprojekt.

Grüße auch von den anderen

Erster Endbericht Anthony Noll und der falsche Erlöser

2015

Geschrieben von Francis Linz Di, September 22, 2015 14:07:19

171.500 Wörter; 30 Kapitel

Hurra, es ist geschafft. Die erste Rohfassung ist fertig.
Wer hätte das gedacht, kaum ziehen 5 Monate ins Land, schon steht sie da. Noch
nie habe ich so lange Zeit durchgeschrieben. Nun ja, jetzt kann ich ja Urlaub
machen und all die Millionen verprassen, die ich mit den Bänden zuvor verdient
habe 😉

– Der weitere Plan ist: Alles noch einmal lesen und noch
einmal und noch einmal, damit die Kapitel auch wirklich rund sind. Kann ein
oder zwei oder auch mehr Wochen dauern. Ganz nachdem, wie viele Fehler ich
eingebaut habe, die mir nur mit etwas Abstand auffallen. Dürfte bei den ersten
Kapitel ganz gut gelingen, ist ja schon eine Weile her. Auch müssen die
Übergänge und die Spannungsbögen sich einer Untersuchung unterziehen. Liest es
sich flüssig, alles logisch, etc.

– Dann zur Seite legen und alle früheren Bände lesen und
darauf überprüfen, ob Sachen nicht doch einfacher geschrieben werden können,
und natürlich, ob kleine Fehler zu finden sind. Kein Zeitrahmen dafür. –

– Dann die Bücher von Franus Graueis noch einmal korrigieren
und sie vielleicht ein wenig aufpeppen. Auch dafür kein Zeitrahmen. (Das bin
ich ihm schuldig, habe ich ihm ja versprochen für all die Cover, und bis jetzt
noch nicht eingelöst. Natürlich wird er auch für die neuen die Verantwortung
übernehmen.) –

– Dann diese Buch noch einmal einer strengen Endkorrektur
unterziehen, weil dann dürfte endlich wirklich genug Abstand sein, die
Buchstaben im Wald der Wörter zu finden. –

– Und dann wird veröffentlicht, wobei wohl nur klar ist,
dass der gesteckte Termin, spätestens Frühjahr 2016, in jedem Fall eingehalten
werden kann, das: wie und wo, hingegen nicht. Tendenz ist aber, ganz zu Amazon
zu wechseln. Dass es dann wieder zwei Bände werden, ist sehr wahrscheinlich,
aber nur deswegen, weil das die Kosten für die Printausgabe senkt. Klingt ein
bisschen komisch, ist aber so. –

– Wie gesagt, das ist der Plan, was letztendlich geschieht,
wird sich zeigen, wenn es so weit ist. –

– Muss dann ja auch endlich in die Werbeoffensive gehen.
Wobei mir das Schicksal allerdings einen kleinen Streich gespielt hat. Denn die
geplante Welttournee meiner Lesungen muss leider abgesagt werden. Selbst die in
den kleinsten Buchläden um die Ecke. Mein linkes Stimmband ist nämlich
plötzlich gelähmt. –

– Ehrlich gesagt, schon seit einem halben Jahr, aber da ich
ja nicht sonderlich gesprächig bin, ist das erst einmal nicht so aufgefallen.
Was all die wundert, die meine Werke lesen und sich denken, das kann man auch
mit weniger Worten sagen. Womit sie manchmal vielleicht auch recht haben. Aber nur
vielleicht 😉 Und was als heißeres Krächzen nach einem grippalen Effekt klang,
hat sich letztendlich als das herausgestellt. Langes Reden ist mir unmöglich,
und selbst die Logopäden, wo ich jetzt bin, Pa- Po- Pu- Pi- Pe- Psst!-Psst!-
Psst! Schttt! Haben keine große Hoffnung. Irreparabel, außer spontane Heilung,
Ursache unklar. –

– Ich bin ja kein großer Freund, Krankengeschichten in die
Welt zu setzen und habe mich immer bemüht, all die anderen Zipperlein zu
verschweigen, die meinen Körper und so oft meinen Geist plagen, ist es doch für
die Menschen da draußen so hilfreich, wie wenn ich plötzlich anfangen würde,
mein Essen zu fotografieren, doch dies ist leider in einer traurigen Art und
Weise dermaßen mit Anthony verbunden, und dem Projekt, wie können vielleicht
noch mehr Menschen Spaß an seinen Abenteuern finden, dass es berichtet werden
muss. –

– Aber natürlich hat es auch seine guten Seiten. Als Ehemann
wäre ich jetzt geradezu perfekt. Denn schreien darf ich ja auch nicht. Wozu ich
aber noch nie neigte. Ich werfe ja nicht einmal Türen zu. –

Grüße auch von den anderen, bis zum nächsten Mal

Zwischenbericht 13 (Anthony Noll und der falsche Erlöser)

2015

Geschrieben von Francis Linz So, September 13, 2015 13:03:25

156.000 Wörter; 27 Kapitel

Noch 3 Kapitel. Womit klar ist, das wird definitiv der
dickste Anthony Band. Schlimm für die, die sich schon vorher gelangweilt haben,
für die anderen ein großes Glück.

Denn die Entwicklungen sind momentan geradezu dramatisch und
überraschen auch mich das ein oder andere Mal. Und somit fällt es zwar schwer,
von der Kraft her, das Buch zu einem Ende zu bringen, denn solange am Stück
habe ich bei keinem Band geschrieben, jetzt fast genau vier Monate, mit
vielleicht drei einzelnen Tagen echter Pause, andererseits aber auch leicht.

(Wobei zu beachten ist, dass mindestens das gleiche an Zeit
eingeplant werden muss, damit der Band dann auch so dasteht, dass er guten
Gewissens an die Leser ausgeliefert werden kann. Korrigieren, Korrigieren,
Ergänzen, Streichen, Korrigieren. Was dann fast 250 Arbeitstage macht. Kurzum,
er wird die Frucht eines ganzen Jahres sein.)

Aber ich will nicht jammern, denn an Spannung mangelt es
zurzeit nicht. Und das Erstaunliche ist, obwohl es für einen Anthony-Band nicht
wirklich erstaunlich ist, so viel Fragen werden beantwortet, nur um noch viel
kompliziertere in die Welt zu stellen. Aber so ist nun einmal Anthonys
Schicksal.

Vielleicht melde ich mich noch einmal vor Beendigung der
Rohfassung. Denn auch wenn zwei der folgenden Kapitel nicht viel an Umfang
aufzeigen sollen, so ist es geplant, so weiß man nie 😉

Grüße auch von den anderen

Zwischenbericht 12 (Anthony Noll und der falsche Erlöser)

2015

Geschrieben von Francis Linz Sa, September 05, 2015 11:21:35

141.500 Wörter; 26 Kapitel

So, jetzt muss ich erst einmal all den Unsinn korrigieren,
den ich hier in letzter Zeit so geschrieben habe. Nicht beabsichtigt, nur, weil
ich es selber so glauben wollte. Wie, dass das Ende nahe ist. Denn das kann ich
definitiv erst heute so sagen. Es sind nämlich noch genau vier Kapitel, die zu
schreiben sind. Ein extrem langes, ein mittleres, dass dann aber auch zu einem
langen werden könnte, und zwei kurze. Und erst das ist in der Tat überschaubar.

Womit es dann wohl wieder auf die 160.000 Wörter
hinausläuft. Kommt nach der Rohfassung ja noch die Korrektur und somit noch ein
paar tausend Wörter hinzu. Denn dort wird zwar gestrichen, aber da zuvor so
einige Sachen vergessen wurden, natürlich noch so einiges dazu. Informationen,
ohne die die Geschichte von Anthony nicht verstanden werden kann.

Was jetzt aber leider ein wenig so aussieht, als wäre eine
Auftragsarbeit. Der erste Band hat 80.000 Wörter, die Hälfte von 160.000. Der
dritte ein bisschen mehr, wenn ich es recht in Erinnerung habe: 167.000, und
der vierte genau 160.000. Und von den Verlagen wird ja für einen Fantasyband
das Maß von 80.000 Wörter angelegt. Aber ich schwöre beim Barte meiner
Großmutter, dass das nie so geplant war. Schon deswegen: ich wollte es mir
einfach machen. Etwas mehr als 80.000, aber bitte keine 100.000. Sollte es doch
eigentlich nur ein Übergang sein zum großen Finale: Anthony Noll und das Große
Abenteuer. Und das ist ja bereits in der Planung ein Monster. Will gar nicht
wissen, wie sich die Realität dann gibt. Zumal die Verkaufszahlen ja nicht
dafür sprechen, dass sich all die Arbeit lohnt. (Das soll bitte nicht als
Jammerei verstanden werden, nur ein wenig verständlich machen, wieso es mir
danach war, mir die Sache etwas leichter zu machen. Die Tatsachen sind nun
einmal so wie sie sind.)

Letztendlich kann ich aber nicht aus meiner Haut. Und werde
etwas hinstellen, das ich guten Gewissens vertreten kann. Und wenn es mich all
meine Kraft kostet. Gibt es da doch so einen Ehrenkodex in mir, der schon immer
hinderlich war, ein bequemes Leben zu führen. Was nicht heißt, dass ich ein
Gutmensch bin, wie davon entfernt, aber ein bisschen was haben auch mich all
die vielen Jahre gelernt. Und wenn es nur die zwei kleinen Wahrheiten sind:
Wenn du Unsinn anstellst, dann steh dazu. Und wenn du etwas machst, dann mach
es richtig.

Womit wir sogleich zu eben solch einem weiteren Unsinn von
mir kommen. Allerdings nur einem sehr kleinen. Habe ich doch behauptet, dass
dieser Band reifer ist. Das aber stimmt nicht. Nur bin ich selber dem
Trugschluss aufgesessen, dass nur ernste Themen von Reife künden. Und ein Tod,
von dem berichtet werden muss, ist nun einmal ein sehr ernstes Thema. Doch
denke ich, dass der erste Band mindestens genauso die gleiche Güte besitzt. Und
auch all die anderen Bände. Denn hinter einem Lachen steht manchmal genauso
viel Weisheit wie hinter einer Träne. Manchmal viel, manchmal wenig. Und somit
kann nur gesagt werden, dass auch dieser Band sich deutlich von seinen
Vorgängern unterscheidet. Nicht völlig, sonst wäre es ja auch kein Anthony
Abenteuer, aber merkbar. Und vielleicht noch, dass die Protagonisten etwas
reifer agieren. Zumal ihnen Glomp die Ohren lang gezogen hat. Und das zu recht,
denn sie sind ja keine Kinder mehr.

So, und da wären wir schon beim Schluss für heute. Obwohl
ich wahrlich viel zu erzählen hätte. Von all den Kapiteln, über die ich so
glücklich bin, weil gelungen, und ich doch so voller Angst war, keinen
ebenbürtigen Anthony-Band hinzubekommen, jetzt mich aber selber oft kneifen
muss, um nicht abzuheben. Und, und, und.

Alles Gute, Francis, und natürlich auch Grüße von den
anderen.

Zwischenbericht 11 (Anthony Noll und der falsche Erlöser)

2015

Geschrieben von Francis Linz Di, August 25, 2015 16:43:35

122.500 Wörter; 23 Kapitel.

Nur ein Kapitel, aber was für eins! Ich bin völlig
geschafft. Ein so dickes habe ich bisher noch nicht geschrieben. Über 12.000
Wörter. Wenn sich jemand an eines erinnern kann, bitte melden.

Und ständig tut sich was. Ein ewiges Auf und ab. Und mit dem
Überarbeiten wird es dann noch weiter wachsen. Und das Schlimme, man kann nicht
mittendrin aufhören, weder beim Schreiben, noch beim Lesen. Nichts, was man
zehn Minuten vor dem Sandmännchen liest. Andererseits das Beste, am Schluss hat
es auch noch einen Cliffhanger!

In der Tat, man merkt es, ich bin sehr zufrieden mit mir. Selten
habe ich Anthonys Bilder so gut in Worte umgesetzt. Wie ich generell finde,
dass dieser Band eine neue Qualität erreicht. Nicht besser, wer will einen Band
schreiben, der besser ist als der erste?, aber dennoch in einer anderen Liga.
Möchte sagen: reifer. Und langweilig wird es garantiert nicht werden. Ich muss
nur ein bisschen aufpassen, dass er nicht zu abgefahren wird.

Obwohl das bremsen gewisse Tatsachen ein. Denn es gibt auch
Trauriges zu berichten. Es muss ein Tod beklagt werden. Ein Tod auf der guten
Seite. Und der rückt immer näher. Aber was soll ich machen? So gern ich ihn
verschweigen möchte. Außerdem wird das Ende ein Ende voller Sorge vor der
Zukunft sein. Es neigt sich ja auch die Ausbildung ihrem Ende zu. Und auch wenn
es jeder glaubt, das große Abenteuer ist keine wirkliche Alternative. Es wird
Brüche geben und Dinge werden auseinandergerissen, die eigentlich für immer
zusammen gehören. Und einmal muss auch eine Seele gehen. Wohl auch darum fällt
es mir so schwer, mit diesem Band zu einem Ende zu kommen, und er wird immer
dicker und dicker.

Bis zum nächsten Mal. Grüße auch von den anderen.

Zwischenbericht 10 (Anthony Noll und der falsche Erlöser)

2015

Geschrieben von Francis Linz So, August 16, 2015 16:04:40

22 Kapitel; 109.000 Wörter

Eigentlich wollte ich ja nichts schreiben, aber da es sich
gerade so wunderbar ausgeht, Sonntag und ein Kapitel just abgeschlossen, möchte
ich zumindest das vermelden.

Grüße auch von den anderen.

Zwischenbericht 9 (Anthony Noll und der falsche Erlöser)

2015

Geschrieben von Francis Linz So, August 09, 2015 14:08:26

20 Kapitel, 100.000 Wörter.

Dass ich an dieser Stelle jetzt nicht mehr in Buch 1 oder 2
unterscheide, hat nichts damit zu tun, dass der 5te Band keine Aufteilung mehr
erfährt. (Das ist immer noch so gewiss wie dass es ungewiss ist.) Sondern liegt
nur daran, dass nun definitiv einige Kapitel hin und her geschoben werden
müssen, zum Zwecke des Leseflusses. So dass ich definitiv nicht sagen kann,
wann hört das eine auf und wann beginnt das andere.

So wie ich auch immer noch nicht sagen kann, was in etwa an
Gesamtumfang herauskommt. Die Kapitel, die noch folgen und von denen ich
dachte, ich müsse sie nur noch niederschreiben, werden immer länger und länger,
sodass aus einem geplanten dann plötzlich zwei werden. Minimum sind somit noch
30.000 Wörter. Realistisch aber eher 40.000 plus x. Ihr kennt ja Anthony. Und
dann erinnert er sich noch an das und das und das. Nicht dass es mir keinen
Spaß macht, es zu notieren, aber ich würde gern ein wenig planen. Noch einen
Monat für die Grobfassung oder doch zwei?

Was ich aber ganz bestimmt sagen kann, dass München in
diesem Band eine ganz besondere Erwähnung erfahren wird. Was mich freut, wohne
ich doch dort. Und ganz speziell der Hubendubel am Marienplatz.

Warum das so ist, das möchte ich allerdings noch nicht
verraten. Nur so viel, wer dort den vierten Stock sucht, der wird seine
Überraschung erleben. Ich selbst habe mich nur immer darüber gewundert, bis mir
Anthony erzählt hat, warum das so ist. Und wenn ich mich recht entsinne, dann
ist das auch der Platz, wo wir beide uns zuerst begegnet sind. Ich erwähne das
nur, weil mir bei Katas Interview das nicht mehr eingefallen ist und ich ich
auf eben diese Frage geantwortete habe, dass Anthony plötzlich da war. Aber es
stimmt nicht. Es war genau dort, auf der Rolltreppe. Da saß er plötzlich auf
meiner Schulter und seitdem erzählt er und erzählt.

Und macht es schon wieder, und darum bis zum nächsten Mal,
nicht dass ich etwas Wichtiges vergesse. Grüße auch von den anderen.

Zwischenbericht 8 (Anthony Noll und der falsche Erlöser,
Buch 2)

2015

Geschrieben von Francis Linz So, August 02, 2015 12:13:30

13 + 5 ½ Kapitel; 66.000 + 21.000 Wörter

Vorab, dass es jetzt plötzlich so viele Kapitel sind, was
der Zuwachs an Worten nicht vermuten lässt, liegt nur daran, weil ein Kapitel
in drei kleinere aufgeteilt wurde. Was wohl auch noch so mit einigen anderen
Kapiteln geschieht, aber erst wenn die Rohfassung fertig ist. Da wird noch
einiges ausprobiert werden müssen, bis es endlich passt.

Ansonsten, das Ende ist absehbar. Was nicht bedeutet, dass
noch diese Woche Vollzug gemeldet werden kann. Weit davon entfernt. Aber
zumindest ist jetzt klar, was in dieses Buch hineinkommt. Anthony hat alle
Erzählstränge zu einem Ende gebracht und keine Lücke offenstehen lassen. Jetzt
muss ich es nur noch niederschreiben. Was einerseits ein befreiendes Gefühl
ist, andererseits auch beängstigend.

Befreiend, weil wenn die Rohfassung fertig ist, ich erst
einmal durchatmen kann. Ist sonst doch fast so eine Art Zwang in mir zu spüren,
der meinen Geist beauftragt, immer weitermachen zu müssen. An diesem Punkt, an
dem ich jetzt steh, kann ich aber sagen: Gemach, gemach. Denn das Fertigsein
hat auch seine grausamen Seiten. Was mache ich, wenn das Werk wirklich mit
allen Worten gefüllt ist?

Nun gut, da steht zum Glück noch das letzte Buch dazwischen:
Anthony Noll und das große Abenteuer. Aber die Zeit wird kommen. Denn mir zu
Gefallen wird sie nicht plötzlich rückwärts laufen. Schon deswegen nicht, weil
Doktor Wustlonom das gar nicht gutheißen würde. Und mit dem legt sich nicht
einmal die Zeit an. Auf alle Fälle nicht wegen mir.

Wieso ich mir aber selber gerne ein Gemach, gemach, zurufen
möchte, liegt auch daran, dass in diesem Buch einige Dinge zu berichten gibt,
die ich gar nicht berichten möchte. Zu grausam oder auch das Herz einfach nur
mit Schmerz durchbohrend. Denn selten kommt der Tod und es ist ein großes
Lachen zu hören. Aber was soll ich tun? Auch diese Dinge müssen berichtet
werden. So ist das Leben. So ist die Geschichte von Anthony.

Grüße auch von ihm und den anderen.

Zwischenbericht 7 (Anthony Noll und der falsche Erlöser,
Buch 2)

2015

Geschrieben von Francis Linz So, Juli 26, 2015 09:57:48

13 + 2 Kapitel. 65.000 + 14.000 Wörter. Womit die
obligatorische 80.000 Wörter Grenze fast geknackt ist. Was, so dumm es klingt,
mir ein beruhigendes Gefühl gibt. Obwohl eine Ende noch immer nicht in Sicht
ist. Aber ich könnte mit soviel an Arbeit im Rücken auch einmal Pause machen
und mir in Ruhe den Gipfel des Berges betrachten.

Was ich wohl nicht mache oder wenn doch, wenn ich nicht
damit rechne. Denn manchmal macht die Batterie einfach schlapp. So ist das
eben. Und weil ich das weiß, versuche ich vorher so viel wie möglich zu
erledigen.

Viel gibt es sonst nicht zu berichten, außer, dass dieser
Band noch ein Stück erwachsener geworden ist. Nicht um es den Protagonisten
gleichzutun, sondern weil es die Geschichte fordert. Und somit ist er eindeutig
nicht mehr für Kinder geeignet.

Ehrlich gesagt, ist er manch Stellen so arg gruselig, dass
es mich oft schüttelt. Aber was soll ich tun, so ist nun einmal Anthonys
Geschichte, und nur weil ich so zart besaitet bin, darf ich ja nichts
verschweigen. Oder? Noch dazu, da es ja elementar für das Verständnis des
Großen und Ganzen ist.

So, jetzt aber ist für heute Schluss. Ich setzt mich auf das
Fahrrad und fahre der Sonne entgegen. Denn das lädt die Batterie. Oft für viele
Tage. Anthonys Gebrabbel und den Fahrtwind in den Ohren, was gibt es Schöneres?
Grüße auch von ihm.

Zwischenbericht 6 oder auch Halbzeitbericht (Anthony Noll
und der falsche Erlöser)

2015

Geschrieben von Francis Linz Mi, Juli 15, 2015 15:22:36

13 Kapitel, 65.000 Wörter. Ich habe ja schon geschrieben,
dass ich mir im Unklaren bin, ob dieser Band in zwei Bücher aufgeteilt werden
soll, so wie Band 2 bis 4, und dennoch rückt dieser Gedanke wieder näher. Denn
in Kapitel dreizehn gab es plötzlich einen Cliffhanger. Und wenn ich plötzlich
sage, dann meine ich, dass ich genauso überrascht davon war, wie es all die
tausend Leser dann sein werden. Denn ich wollte eigentlich weiterschreiben,
Anthony aber sagte: Stopp! (Ein Wort, das mit zwei p zu schreiben, mir wirklich
schwerfällt. Was nur zeigt, wie alt ich schon bin.) Jetzt ist es genug.

So, und da ein Cliffhanger den Leser immer freut 😉 wäre es
doch geradezu nachlässig von mir, ihn nicht nur am Ende eines Kapitels zu
setzen, sondern gleich an das Ende eines ganzen Buches, das, wenn es denn so
rauskommt, wahrscheinlich den Untertitel tragen wird: wenn kleine Roboter es
sich zu leicht machen. Was jetzt nicht heißt, dass es fix ist, so wie es ist,
und nicht doch noch ein oder zwei Kapitel hineingeschoben werden oder
vielleicht verlustig gehen, weil sie in das nächste Buch besser passen, um die
verschiedenen Handlungsstränge stringent und logisch zu halten. Aber der Umfang
dürfte letztendlich sich so um diesen Dreh einpendeln. Wenngleich das heißt,
dass die 80.000 Wörter nicht erreicht werden, die der Fantasyfan von einem Buch
nun einmal erwartet. Doch da ein zweites folgt, dessen Untertitel aber noch
nicht bekannt ist, muss ich deswegen kein schlechtes Gewissen tragen. Was für
mich, wie für alle anderen auch, zumeist sehr schwer und ermüden ist.

In dem Zusammenhang sei noch gesagt, dass nicht garantiert
ist, dass es in diesem Tempo weitergeht. Denn auch wenn es sich momentan
geradezu spielerisch schreibt, ist das keine Garantie für auch nur einen Tag
mehr. Ich kann nur versprechen, dass ich mein Bestes gebe.

Wann die Rohfassung des gesamten Bandes steht, ist also noch
sehr ungewiss. Zumal ich immer noch so viel zu schreiben habe. Und das mit dem
Halbzeitbericht in der Überschrift bezieht sich somit nur darauf, dass das
erste Buch, wenn es denn das erste Buch wird, zumindest steht. Aber wie lang
das zweite wird, da fehlt mir selbst das, was man eine Ahnung nennt.
Letztendlich aber sollte die Deadline: Frühling 2016, zu halten sein.
Gesundheit vorausgesetzt. Die ich hiermit auch all denen wünsche, die mich
ehren, indem sie mein Schreiben verfolgen.

Dank dafür auch von Anthony und den anderen.

Zwischenbericht 5 (Anthony Noll und der falsche Erlöser,
Buch 1)

2015

Geschrieben von Francis Linz Do, Juli 09, 2015 14:33:25

11 Kapitel, knapp 55.000 Wörter. Recht fleißig möchte ich
meinen, waren ja unter den letzten Tagen ein paar, die sich durch konsequentes
Faulenzen den Titel: Urlaub, ehrenwert verdient haben. Die ich aber schon
deswegen wieder wettmachen konnte, weil es momentan so spannend ist, dass ich
mit dem Schreiben gar nicht hinterherkomme.

Abgesehen davon gibt mir der Umstand, schon so viel
geschafft zu haben, ein beruhigendes Gefühl. Denn rein theoretisch wären damit
ja zwei Drittel des in jedem Fall zu absolvierenden Pensums geschafft. Gilt ja
die Faustregel für einen Fantasyroman, mindestens 80.000 Wörter. Der Fan will
etwas für sein Geld. Deswegen sind Fantasyfilme auch immer viel länger als alle
anderen. Unter zwei Stunden geht da nichts, sonst fühlt sich der Kinogänger
betrogen. Wobei die Aussage zwei Drittel aber nur rein hypothetisch sind. Ich
habe nämlich nicht das Gefühl, dass ich mich auch nur der Hälfte schon
angenähert, gar sie bereits überschritten habe.

Wobei ich mich auch mit dieser Aussage schwer tue. Denn es
ist unklar, ob sich dieser Band wieder teilen lässt oder ob er nur als
Gesamtwerk stehen kann. Was wirtschaftlich betrachtet nicht so gut wäre,
andererseits aber auch ziemlich Jacke wie Hose. Denn wer sich so weit in die
Anthony-Welt hineingelesen hat, dem ist es sicher egal, ob er zweimal 2.99
zahlt oder einmal 5.99. Wenn sich denn einer findet ;-), denn vielleicht wird
es sogar noch teurer. Es muss ja noch so viel geschrieben werden.

Spaß beiseite, bis jetzt kann ich allen Anthony Freunden ein
ziemlich abwechslungsreiches Abenteuer versprechen. In dem Sinne, bis zum
nächsten Mal.

Ein kalter Frosch

2015

Geschrieben von Francis Linz Mo, Juni 29, 2015 14:37:31

Ich denke, es ist einmal wieder Zeit für einen
außerplanmäßigen, politisch inkorrekten Post. (Man beachte das Wort:
außerplanmäßigen. Bin ganz überrascht, dass das Rechtschreibprogramm es nicht
korrigiert. Heureka! Hier ist das Wort, das noch immer mit zwei: ß geschrieben
werden darf. Und ich habe es gefunden.) Politisch inkorrekt, weil ja von dem
Schriftsteller erwartet wird, dass er immer freundlich bleibt und sich freut.
Sie haben eine schlechte Kritik? Aber gerne doch, von Ihnen kann ich gewiss
viel lernen. Ich schreibe bereits am 5ten Band, aber wenn es Ihnen nicht
zusagt, dann kremple ich selbstverständlich alles noch einmal um. Sie kommen
mit der Schreibweise nicht zurecht? Na, dann werde ich es jetzt so banal und
flach halten wie einen Groschenroman. Denn auch ich will so berühmt und
erfolgreich sein wie Edgar Wallace, der sagte: Ich schreibe keine guten Bücher,
ich schreibe Bestseller.

Aber egal, mein Thema ist ja eigentlich ein anderes. Es ist
die Geschichte, dass ich mir auf Facebook erlaubt habe, zu schreiben,
wortwörtlich:

Hallo, ich weiß, das tut man nicht. Aber Anthony bräuchte
jetzt nur noch 1 Gefällt mir mehr, dann könnte ich in seine Statistiken
einsehen. Ihm ist das ja egal, aber ich bin so neugierig. (War bis jetzt bei 25
und Fb hat es aus unerfindlichen Gründen auf 30 geändert. (Zumindest hat mich
niemand angerufen und mir erklärt: Wieso?) Und ich hatte mich so dran gewöhnt.
Nicht ganz so schlimm, wie wenn der Lieblingsschokoriegel nicht mehr zu kriegen
ist, aber nah dran 😉 Also, empfehlt ihn und seine Abenteuer doch einfach mal
weiter. Ich weiß, Ihr als seine Freunde macht das so oder so jeden Tag
mindestens einmal, so wie sich das gehört, jetzt aber bitte halt noch einmal
mehr 😉

Was jemanden so erschreckt hat, dass ich nach zwei Stunden
hätte schreiben müssen: Anthony braucht noch 2 Gefällt mir, denn er hat seines,
das er Anthony irgendwann einmal geschenkt hat, prompt zurückgezogen.

Nun könnte man sagen: Das ist Zufall. Doch bin ich leider
schon alt und somit lange genug auf dieser Welt, um zu wissen, dass die
Wahrscheinlichkeit dafür gegen Null tendiert. Schon deswegen, weil die Menge
der Gefällt mir sich ja sonst nur im Monats-Rhythmus ändert.

Warum aber macht jemand so etwas? Und das ist es, was mir
Rätsel aufgibt. Was das Ganze für mich geradezu zu einem Paradoxon macht. Denn
jemand, der Anthony gelesen hat, und dem es wirklich gefällt, der kann so nicht
agieren. Das widerspricht allem, was zwischen den Zeilen liegt. Ist es also
etwas Persönliches? Wohl kaum. Der Spender war anonym. Und die beiden Zustände
schließen sich aus. Was aber war dann die Triebfeder? Hass auf die Welt, den er
irgendwie nicht los wird, so dass er mir kleinen Wurst mal so richtig seine
Macht demonstriert? Nein, du wirst die dreißig nicht schaffen, dafür sorge ich
schon! Was irgendwie lächerlich ist, und wenn es Jahre dauert, diese Hürde
traue ich uns schon zu. Auch wenn ich ein miserabler Werbefachmann bin. Das
Projekt kann nicht einmal ich in den Sand setzen. Hass auf sich selbst?

Natürlich habe ich unserem berühmten Schriftstellerkollegen
Franus Graueis davon berichtet, der sich gleich voller Begeisterung auf die
Geschichte gestürzt hat. Ihm macht es einen großen Spaß solch Menschen zu
sezieren und dann als Charakter in seine Bücher einfließen zu lassen. Insofern
hat die Sache also auch ihr Gutes. Mich aber lässt sie nur verwirrt zurück. Und
was es mit Anthony anstellt, darüber möchte ich lieber gar nicht erst
berichten. Er will ein paar Freunde in seinem Leben gewinnen, aber solche
müssen es dann nicht sein. Und selbst Broms, der ja gefühlsmäßig etwas robuster
wirkt, hat gesagt, selbst wenn er diesen Menschen nicht kenne, sei es ihm
ständig so gewesen, als ob ein kalter Frosch an seinem Rücken lecken würde. Nun
ja, Broms findet die Menschen ja schon immer komisch.

Zwischenbericht 4 (Anthony Noll und der falsche Erlöser,
Buch 1)

2015

Geschrieben von Francis Linz So, Juni 28, 2015 10:08:54

8 Kapitel und ein bisschen was. 43.733 Wörter ganz genau.
Eigentlich kein Umstand mit großem Geheul um das Lagerfeuer herum zu laufen und
den ganzen Stamm aufzuschrecken. Und dennoch, da ich ja immer wieder alte Kapitel
schleife und poliere, denn mit dem Abstand der Tage sieht man erst die Fehler,
die man so auf die Schnelle produziert hat, fühle ich mich dazu veranlasst, ein
kurzes Statement abzulassen. (Wobei ich aber vorher bemerken möchte, dass mein
Respekt vor einem Schriftsteller wie Herr’n Fallada geradezu grenzenlos ist.
Hat er doch den „Trinker“ in angeblich drei Wochen geschrieben, und „Jeder
stirbt für sich allein“ in nur weniger mehr Zeit. Natürlich gab es vorher
Manuskripte und es sind Lektoren und Korrektoren darüber gegangen,
nichtsdestotrotz. Dafür ist es wirklich gut lesbar. Meine Rohfassungen eher
nicht. Und wenn es nicht dieses moderne Schreibgeräte gäbe, ich wäre
aufgeschmissen. Alles immer wieder tippen, unmöglich.)

Denn ich habe es geschafft, auch ein Kapitel hinzukriegen,
zu dem ich: Wow!, sagen kann. Ist doch in ihm die Seele spürbar wie in keinem
anderen. Nicht dass die anderen schlecht sind, nein, ich bin erstaunlich
zufrieden mit mir, wie vielleicht bis jetzt nur beim ersten Band, Spannung vorhanden,
Abwechslung, Überraschendes, aber das steht noch ein Stück darüber hinaus.
Sodass sogar ich, da ich es ja kenne, beim Lesen mich so richtig in die
Situation hineinziehen lassen kann. Und das immer wieder. Ich weiß nicht, wie
ich es besser ausdrücken kann. Ich sehe, wie der oder die, die das Buch zum
ersten Mal in der Hand halten, keine Buchstaben mehr sondern nur noch Film. Und
es stören mich auch die kleinen Fehler nicht, die es noch hat. Was bei den
anderen Kapitel so ist. Dort ist es mehr ein wissenschaftliches Herangehen, mit
dem Kopf, suche den Fehler und korrigiere ihn. Hier aber muss ich mit allen
mitfühlen, lachen, staunen oder mich ärgern, dass mein Herz ganz weit offen
steht. Und ich gestehen muss, ich weiß nicht, wenn ich von den Helden(innen) am
meisten liebe.

Natürlich gebe ich mir Mühe, auch die anderen Kapitel so
hinzukriegen, und bei den meisten wird es wohl gelingen, ist ja noch genug
Zeit, aber es ist einfach nur schön, wenn man dies Gefühl schon so früh beim
Prozess hat. Lässt einen das vergessen, dass es ja auch Arbeit ist. Und das
wollte ich einfach nur mal mitteilen.

Vielleicht sollte ich mir mit dem Gefühl im Herz ein paar
Tage Urlaub gönnen. Mal sehen. Aber es ist gerade wieder so spannend. Möchte
doch wissen, wie es weitergeht 😉

Zwischenbericht 3 (Anthony Noll und der falsche Erlöser,
Buch 1)

2015

Geschrieben von Francis Linz So, Juni 21, 2015 14:10:34

Sieben Kapitel sind fertig. (35.000 Wörter) Und ich bin ganz
zufrieden. Solange die nächsten zwei in meinem Kopf stehen, kann nichts
passieren. Muss sie dann nur noch tippen. Problematisch wird es nur, wenn beide
kürzer ausfallen als gewöhnlich. Was passieren kann. Obwohl das Gegenteil ja
eher das Maß ist. Interessant ist, dass auch dieses Buch sich in seinem
Entstehungsprozess von seinen Vorgängern unterscheidet. Meist hatte ich ja so
eine Ahnung, wie lang sie werden, hier aber bin ich völlig überfragt. Das Ende
ist schon mit etwa 6-8 Kapitel fest verplant. Und die Mitte noch lange nicht
erreicht. Und dann sind ja noch die 3 Kapitel mittendrin, die mir Anthony schon
erzählt hat. Kurzum, der 5 Band könnte ein richtiges Monster werden. Und dabei
wollte ich ihn doch so kurz wie den ersten halten. Wird ja der 6 Band geradezu
ein Epos. Nun gut, da ist wohl nichts zu machen. Ob er so gut wir wie der 1te
oder der 4te wird? Ich hoffe es. Bin aber vollauf zufrieden wenn die Zielmarke
des 2ten und 3ten gerissen wird. Ansonsten wäre ich ja ein Genie 😉

Noch eine Bemerkung in eigener Sache. Jemand hat mir
geschrieben und mich auf kleine Fehler im 1ten Band aufmerksam gemacht. (Wieder
einmal ein wenn, obwohl ein wen doch viel passender ist.) Und hatte irgendwie
das Gefühl, das könne mich vielleicht in meiner Schriftsteller Ehre verletzen.
Dazu ist zu sagen, nein, das tut es nicht. Ich bin froh um jeden Fehler, der
gefunden wird und den meine Augen nicht sahen, weil sie in vorauseilendem
Gehorsam das lasen, was erwartet wurde, was dann aber nicht so ist. Also, keine
falsche Scham. Thomas Mann hat das mit der Groß- und Kleinschreibung nicht
hingekriegt, warum soll ich besser sein? Das hier ist in Punkto Lektorat und
Rechtschreibung, Zeichensetzung, etc. ein verzweifelt kämpfender
Einmannbetrieb. Und das ist ja kein Mangel, der die Seele des Buches berührt.

Der Erste ist durch!

2015

Geschrieben von Francis Linz Di, Juni 16, 2015 15:24:50

Hurra, Hurra, hiermit ist es bewiesen! Es gibt Menschen, die
können von Anthony und seinen Abenteuern nicht genug bekommen. Denn es gibt
eine Rezension zum 2ten Buch des 4ten Bandes. Was heißt, jemand ist durch.

Rezension auf Amazon

Wahrscheinlich gibt es zig tausende da draußen, die schon so
weit sind, die Verkäufe lassen das zumindest vermuten 😉 Leider habe ich von
deren Meinung noch nichts gehört. Und so freue ich mich erst einmal über diese.
Ist sie doch zugleich auch von Anthonys scheinbar treuesten Fan, der sich uns
aber noch immer nicht zu erkennen gegeben hat. Nichtsdestotrotz wird er jetzt
in den Adelsstand erhoben. Ob er will oder nicht. Er erhält nämlich eine
Nominierung, auch wenn er den Film schon im Kopf hat. Vielleicht kommt er ja
trotzdem mit 😉 Allerdings erlaube ich mir dafür eine andere seiner
Rezensionen auszuwählen. Steht doch darin der Satz, den nur ein wahrer Fan
ausspricht. Egal, von was er Fan ist.

Erstes Interview

2015

Geschrieben von Francis Linz Mo, Juni 15, 2015 19:00:55

Das erste Interview ist vollbracht, und ich finde, ich habe
es ganz gut hingekriegt. Dafür, dass ich mich davor so gefürchtet habe 😉 Aber
Kata hat es mir auch einfach gemacht. Auf ihrem Blog ist es zu finden. Es war
wie ein Gespräch unter Freunden. Bildet Euch doch bitte selbst ein Urteil. Dank
an sie und vor allem, dass sie Anthony den Nobelpreis für Literatur gönnt. Aber
gewiss doch 😉

Interview mit Kata

In dem Zusammenhang habe ich eine neue Rubrik eröffnet. Sie
nennt sich Nominierungen Filmpremiere. Denn dort werden ich ab heute all die
Dinge, die sich im besonderen Maße um Anthony bemüht haben, persönlich, oder
aber in den öffentlichen Medien, wie Zeitung, Internet, etc. noch einmal
gesondert erwähnen. Egal, in welcher Art, ob ein Artikel, ein Interview oder
eine Rezension. Wobei es im letzten Fall schon etwas sein muss, was Anthony
besonders gefallen oder bewegt hat. Wegen einem Satz oder weil es zu diesem
Band ganz einfach das erste Statement war. Einmal fünf Sterne reicht da nicht,
vielleicht ein paar Mal 😉

Und das ist auch richtig so. Genauso, wie dass diese Rubrik
diesen Namen erhalten hat. Denn da wir uns ja alle einig sind, dass Anthony
irgendwann einmal verfilmt wird, habe ich mir schon vor langer Zeit gedacht,
dass ich all die, die sich die wahren Freunde von Anthony nennen, und das auch
bewiesen habe, weil sie eben hinter diesen Rezensionen, Artikel, Interviews
stehen, zu dieser Filmpremiere dann einladen werde. Wobei ich einschränkend
sagen muss, dass, wenn es zu viele sind, ist es ja wohl noch ein bisschen Zeit
bis dahin, dann leider das Los entscheiden muss. Kurzum: Mit der Nominierung
entsteht kein Rechtsanspruch 😉

Na, wenn das nichts ist 😉 Allerdings kann ich bei der
momentanen finanziellen Lage nur die Kinokarten versprechen, Anreise, Kost und
Logis leider nicht. Aber ich verspreche, nett zu sein und während der
Aufführung dann nicht einzuschlafen und laut zu schnarchen.

Zwischenbericht 2 (Anthony Noll und der falsche Erlöser,
Buch 1)

2015

Geschrieben von Francis Linz Do, Juni 11, 2015 10:10:35

Die erste Hürde ist genommen. Und ich glaube, ich kann sie
auch benennen. Sie ist nicht von der Anzahl der Worte abhängig, 25.000, sondern
macht sich vielmehr daran fest, dass das Buch anfängt, sich von allein zu
schreiben. Was nicht heißt, dass das nicht anstrengend ist. Aber es ist ein
gutes Gefühl, wenn Anthony in seiner Erzählung bereits zwei Kapitel und zig
Anekdoten voraus ist, und ich eigentlich diese nur noch in Sätze gießen muss.
Wenn ich anfangen muss, ihn zu bremsen, nicht dass ich etwas vergesse, anstatt
ihn anzutreiben. Wer eigene Kinder hat, weiß, wovon ich spreche 😉

Zwischenbericht 1 (Anthony Noll und der falsche Erlöser,
Buch 1)

2015

Geschrieben von Francis Linz Mo, Juni 01, 2015 10:03:52

Zwischenbericht 1 (Anthony Noll und der falsche Erlöser,
Buch 1): Eigentlich wollte ich mich ja erst wieder melden, wenn die erste Hürde
genommen ist. Das ist noch nicht der Fall, auch wenn ich nicht weiß, wo diese
überhaupt liegen soll. Das ist bei diesem Band nämlich ganz schwer zu sagen.
Aber immerhin stehen zwei Kapitel, mit denen ich ganz zufrieden bin.
Erstaunlich genug, denn meist sind die ersten die schwächsten im ganzen Buch.
(Wie ihr alle wisst 😉 Brauche ich doch immer ein bisschen Zeit um warm zu
laufen.) Es sind jetzt nicht die Knaller, aber sie bleiben im Gedächtnis. Und
das ist eigentlich das Kriterium, dem ich alle Kapitel unterwerfe. Ist am Ende
des Buches, oder vielleicht auch noch nach Jahren, etwas darin enthalten, ein
Bild, das nicht einmal durch das süße Vergessen des Alters gelöscht wird. Und
ich denke, das mindestes in dem einen Kapitel die Kamera haften bleiben wird.
Mehr wird aber nicht verraten 😉

Ach ja, das Argument, wieso ich mich melden darf, es sind
bereits 15.000 Wörter, die ich geschafft habe. Was, ganz nach Layout, 30 bis 40
Seiten sind. Viel für zwei Kapitel, zugegeben, aber es muss ja immer so viel gesagt
werden.

Dankbar

2015

Geschrieben von Francis Linz Mi, Mai 27, 2015 08:55:32

Vorab zu den Fortschritten mit dem fünften Band. Sie sind
noch nicht groß, aber wichtiger, ich merke wie langsam das Fieber kommt. Dieses
seltsame Planen mit der Ressource Zeit. Was kann verschoben werden, nur damit
mehr davon für das Schreiben zur Verfügung steht. Noch ist es noch nicht so
weit, dass ich denke: „Hunger? Verdammt, warum muss das jetzt schon wieder
sein!“, könnte aber demnächst passieren. Mal sehen.

So, und jetzt muss ich noch ein paar Worte schreiben, zu dem
Thema, das ich bereits angeschnitten habe: Was habe ich alles falsch gemacht,
obwohl ich das nicht habe.

(Das, obwohl ich das nicht habe, bezieht sich darauf: Ist
Anthony für mich doch zu 100% stimmig, so wie er ist. Abgesehen davon, dass ein
professionelles Lektorat und auch Korrektorat keinem Buch schadet. Und wenn je
10 Koryphäen ihren Blick darüber schweifen lassen würden, ich wäre hocherfreut.
Zum Glück kann man es trotz dieser Schwäche lesen 😉

Aber warum ist das so? Warum kann man es lesen? Und damit
komme ich dazu, wie ich das mit einem guten Buch sehe. Denn es geht immer um
das, was dahinter steckt. Die Botschaft hinter der Botschaft. (Oder auch die
Seele.) Und die kann man nur in einem guten Buch finden, egal welches Genre.
Oder um es anders auszudrücken, wenn man vor einem Bild im Museum länger
verweilt, dann nicht, weil die Blumen so schön und genau gemalt sind, (ein Foto
ist da immer tausendmal exakter), sondern weil es etwas in einem bewegt. Und
Anthony tut das. Wenn auch nicht bei jedem. Was aber nichts darüber aussagt, dass
die, die Botschaft hinter der Botschaft sehen, bessere Menschen sind, nein, sie
sind nur anders. Oder um wieder in der Bildsprache zurückzukehren, der eine
verweilt vor einem van Gogh Stunden, der andere vor einem Francis Bacon.

Falsch gemacht habe ich es insofern also nur, wenn man den
rein wirtschaftlichen Faktor sieht. Denn ein Freund von Anthony hat mir
geschrieben, wenn er das erste Buch des zweiten Bandes zuerst gelesen hätte,
(„wenn kleine Roboter verreisen“), dann wäre er nie in die Anthony Welt eingetaucht,
weil ihm das fehlt, was seiner Meinung nach Anthony ausmacht. Zum Glück wurde
er dann im zweiten Buch des zweiten Bandes, („wenn kleine Roboter ihre Eltern
verlieren“), wieder fündig. Was ich als Kritik verstehe, und doch auch nicht.
Denn in der Tat, viele werden enttäuscht sein, weil „das Geheimnis der Nummer
Elf“, sich nicht als eine Wiederholung des „goldenen Zeigefingers“ erweist.
Schon vom Aufbau her. Und es somit von der Prämisse: Wie schreibe ich einen
Blockbuster, und am Besten, gleich fünf Mal hintereinander, weit abrückt. (Was
heißt, ich werde einige Leser verlieren, vielleicht sogar die Hälfte.) Doch ist
meiner Meinung nach auch hier das enthalten, was ich die Botschaft hinter der
Botschaft nenne. Nicht so strahlend wie beim „goldenen Zeigefinger“, das nicht,
nichtsdestotrotz da, still und mit Leben erfüllt. Wie in allen weiteren Bänden
auch, sonst gäbe es ja keine Freunde von Anthony, die bis jetzt seinen
Abenteuern gefolgt sind und die somit den fünften ungeduldig erwarten.

Warum aber habe ich das gemacht? Nun vielleicht auch aus
Eitelkeit heraus, wollte ich doch nicht einen Band wie den anderen schreiben,
wie so viele andere Kollegen. Denn wer weiß, ob man denen solch ein Experiment
verziehen hätte. Außerdem kann ich mir das leisten, (nicht finanziell, ich bin
noch immer schrecklich arm, obwohl ich ein so berühmter und erfolgreicher
Schriftsteller bin), sondern weil kein Verlag mir das befiehlt. Noch können
Anthony und ich in Ruhe vor uns hintritscheln. Und wie es aussieht bis zum Schluss.
Und das ist gut so.

Und jetzt noch ein kurzes Statement dazu, wie ich das mit
guter Literatur sehe. Mir hat nämlich gerade jemand geschrieben, Anthony sei
grundsolide gemacht, aber nun einmal nicht das, was für Ihn die Elefanten
fliegen lässt. Wobei ich mich aber über das grundsolide riesig freue, denn
dafür dass das professionelle Lektorat und Korrektorat nicht vorhanden war, ist
das ein prima Lob. Zumal, wenn man so andere „Indie-Bücher betrachtet. Das kann
man nämlich vielleicht nur 2o% so zusprechen. (Und das zu sagen, muss mir
erlaubt sein, nenne ich ja keine Namen.) Allerdings muss man bei einigen, die
das sind, nämlich grundsolide, auch wieder Abstriche machen. Denn vielen merkt
man an, dass sie am Reißbrett entworfen wurden. Das Handwerkliche stimmt, aber
sie sind kalt. Da gibt es keine Botschaft hinter der Botschaft. (Was aber auch
viele Werke zutrifft, die bei renommierten Verlagen erschienen sind.) Und das
darf gute Literatur nicht sein, kalt. Und wenn ich ehrlich bin, ich lese lieber
etwas, was vor Rechtschreibfehlern strotz und lebt, als das.

Wie aber kommt man dazu, eine Botschaft hinter die Botschaft
zu legen? Und auch das weiß ich nicht. (Warum auch, kein Maler weiß das, kein
Bildhauer, kein Künstler. Es passiert einfach so. Und wer das Gegenteil
behauptet, der ist ein Narr.) Bin nur froh und dankbar, dass es bei Anthony so
ist. Das und nicht stolz. Denn stolz kann man nur darauf sein, was man sich
erarbeitet hat, wie zum Beispiel das eben genannte: Grundsolide. (Denn es war
in der Tat ein harter Weg, sich dieses Lob zu verdienen, denn nur mit dem
Schreiben kommt das Schreiben.)

Ja, froh und vor allem dankbar, denn es ist ein Geschenk der
Götter. Nicht zu erwerben in dem Kurs: Wie schreibe ich einen Bestseller. Falls
mir der mit Anthony dann irgendwie doch noch irgendwann gelingen sollte, bitte
ich das also zu entschuldigen 😉

Grüße auch von den anderen

Unendlich ist das Anthony-Universum

2015

Geschrieben von Francis Linz Mi, Mai 20, 2015 19:12:32

Endlich gibt es mal wieder etwas zum Schreiben. (Korrektes
Deutsch? Besser: zu schreiben? Egal.) Eben, weil etwas geschrieben wurde. Nicht
viel, aber genug, um zu verkünden: Der fünfte Band, Arbeits- und wohl auch
Endtitel: Anthony Noll und der falsche Erlöser, ist hiermit offiziell in
Angriff genommen worden.

Wie lang er werden wird? Wie immer, ich weiß es nicht.
Eigentlich wollte ich ihn kurz halten, aber das war auch der Plan bei den
anderen Bänden. Die, so verwunderlich es ist, das dennoch sind, nämlich kurz,
hätte doch noch so viel mehr darin untergebracht werden sollen.

Ja, das Anthony-Universum ist schier unendlich. Noch viel
unendlicher als es das unsere ist. Und auch wenn ich weiß, dass dieser Begriff
eigentlich nicht steigerbar ist, so ist das in diesem Fall erlaubt. Denn das
unsere gibt sich ja angeblich nur 14 Milliarden Jahre im Umfang. Damit wir es
begreifen können. Auch wenn unendlich das eben nicht bedeutet, sondern das, was
ich mein Anthony-Universum nenne. Und nach dem fünften Band kommt ja nur noch
einer. Zumindest was die Haupthandlung betrifft. Will hoffen, dass dann nichts
Essenzielles von mir vergessen wurde.

So, bei dieser Mitteilung will ich es dann einmal belassen.
Und mich erst dann wieder melden, wenn die erste Hürde genommen wurde. Die
liegt meist irgendwo zwischen 15 und 20 tausend Wörtern. Denn weiter zu
berichten, von welch Zweifeln selbst ein so berühmter und erfolgreicher
Schriftsteller wie ich oft geplagt wird, das macht keinen Sinn. Niemand will
das lesen. Außerdem, befiehlt nicht die Gesellschaft: folge den Ruhmreichen,
den vom Schicksal Begünstigten? Denn nur sie wissen, wo es das Toilettenpapier
zu kaufen gibt, das mit goldenen Fäden gewirkt.

p.s.: Ich bete darum, dass die Zeit der Faulheit hiermit
fürs Erste vorbei ist. Verspreche aber nichts. Nur, dass die Geschichte von
Anthony irgendwann erzählt sein wird. Und wenn es noch Jahre dauert. (Was es so
oder so wird. Schon allein, weil der letzte Band bereits jetzt in meinem Kopf
ein wahres Monster ist smiley. Anthony erzählt und erzählt und erzählt …

Es ist Eure Phantasie

2015

Geschrieben von Francis Linz So, April 26, 2015 12:30:26

Zuerst möchte ich mich für zwei wunderschöne Rezensionen
bedanken. Die erste betrifft den ersten Band und hat den Titel: Welches Leben
ist geträumt. (Ich habe den Link zu Amazon gesetzt, da ich das, wenn möglich,
immer so mache, weil dort nun einmal die meisten Bewertungen zu finden sind,
werden doch auf dieser Plattform die meisten Anthony Bücher verkauft, so dass
ich mich ernsthaft mit dem Gedanken trage, im Sommer vielleicht ganz dorthin
umzuziehen, nicht nur Print), aber natürlich könnt Ihr sie auch auf Kata’s Blog
lesen. Denn wie Ihr auf der Freunde und Unterstützer-Seite sehen könnt, freuen
wir uns, jetzt auch Kata Kat dort begrüßen zu dürfen.smiley (Mit der Maus auf
das Logo, ein Klick und schon seit Ihr auf Ihrem Blog. Das funktioniert bei
allen anderen Blogs auch. Wer es noch nicht weiß smiley )

Eine wahrlich schöne Rezension, wobei ich mir aber unsicher
bin, ob ich all das Lob wirklich annehmen kann. Nicht aus falscher Bescheidenheit
heraus, sondern weil diese Rezension mir beweist, dass es eben nur ein ganz
spezieller Menschenschlag ist, der Zugang zu Anthony findet. Es sind die, deren
Kopf voll ist mit eigener Phantasie. Und ich bin nur der, der sie ein wenig
leitet. (Aber deswegen keine falsche Bescheidenheit, denn dass mir das
attestiert wir, ist das wohl größte Lob, das ein Autor erhalten kann! Ich könnt
platzen vor Glück, in den kurzen Momenten, in denen der Zweifel schwindet, der
sich so oft neblig über meine Gedanken wirft.)

Es ist schwer zu erklären, was ich genau meine, ohne dass
alle Anthony jetzt durch eine von mir aufgesetzte Brille sehen. (Bitte nicht,
es ist Eure Phantasie, es ist Euer Herz, das er und all die anderen zum Leben
brauchen!) Nur so viel: Ich kann nicht sagen, dass ich andere Autoren darauf
untersuche, wie sie es machen, dass mir ihre Geschichte gefällt. Habe ich noch
nie gemacht. Aber schon in frühen Zeiten, als ich wirklich ein lausiger
Schreiberling war, (wenn nicht sogar der lausigste aller Schreiberlinge, weil
kaum eine Zeile geschrieben war und ich nur Schreiberling sein wollte, wegen
Ruhm und Anerkennung), ist mir bei Raymond Chandler, den ich damals geradezu
verschlang, in einer Szene aufgefallen, (das Buch ist mir im Moment leider
nicht in Erinnerung), dass er seine Figuren auf sehr reduzierte Weise
beschreibt. Einen Mann nur Anhand eines Einstecktuches und einer Sonnenbrille.
Und was soll ich sagen, nie habe ich jemanden deutlicher vor meinem inneren
Auge gehabt, als eben diesen Mann. Und dabei gelernt, weniger ist oft mehr. Und
so möchte ich sagen, dass viele Dinge, die mir so wohlwollend zugeschrieben
werden, so vielleicht gar nicht geschrieben sind. Das macht Ihr in Euren
Köpfen. Aber wie gesagt: ein schöneres Lob als dieses gibt es für mich nicht.
Danke!

Die zweite Rezension betrifft das erste Buch des vierten
Bandes. Und sie freut mich schon deswegen, weil sie beweist, dass der vierte
Band nicht nur gekauft, sondern auch gelesen wird. (Aber natürlich auch, weil
es dort heißt, dass ich die fünf Sterne ehrlich verdient habe. Stammt sie doch
von dem Fan von Anthony, (eine Fanin?), der, auch wenn 4 Sterne ehrlich wären,
immer 5 gibt, weil er eben ein Fan ist.) Und in der Tat, das finde ich auch,
dass er fünf Sterne verdient hat 😉 Zumal ich ich ja weiß, dass der Band im
zweiten Buch dann so richtig Gas gibt. Und meiner Meinung sogar noch besser ist
als der erste Band. Und der ist ja schon ein Blockbuster smiley

Zum Glück wird verziehen, dass es Kapitel gibt, über die man
so drüberwegliest. (Am Ende wird es ja wieder richtig spannend.) Was bei der
„Mensa“ tatsächlich so ist. Kein schlechtes Kapitel, das nicht, aber ein
bisschen träge. Was ich auch so sehe und was nur daran liegt, dass ich ein Jahr
daran geschrieben habe. (In der Urfassung war sie sogar richtig gruselig.) Mir
immer im Unklaren darüber, ob ich der Richtige bin, der die Reihe fortsetzen
soll. Da es ja irgendwie an mir liegt, dass Anthony nicht so richtig
durchstartet. An meiner Art zu schreiben, die halt wohl nur denen liegt, die
über besonders viel Phantasie verfügen. (Jetzt, nach dem vierten Band, alles
hinzuschmeißen, das wäre wohl unfair denen gegenüber, die Anthony so lange die
Treue gehalten haben. Man soll niemals nie sagen, aber zur Beruhigung, wenn ich
was anfange, dann ziehe es auch fast immer durch. Und wenn ich die Alpen mit
dem Teelöffel abtragen muss. Was in diesem Fall manchmal fast vergleichbar ist.
smiley)

So, und jetzt wollte ich eigentlich noch schreiben, was ich
sonst noch so alles falsch gemacht habe, aber da tatsächlich die Sonne noch
einmal rauskommt, werde ich besser mit Anthony Spazierengehen und ihn fragen,
ob ich den fünften Band ernsthaft starten soll, da der vierte jetzt endlich
seine Fans erreicht hat. Vielleicht beim nächsten Mal, ich bin halt eine alte
Labertasche. Grüße auch von den anderen.

Günther Grass

2015

Geschrieben von Francis Linz Do, April 16, 2015 09:37:11

Günther Grass

Günther Grass ist tot. Das ist schade, auch wenn mein Freund
Knoll wohl wieder sagen wird: Gott sei Dank!

(Was aber wieder nicht despektierlich gemeint ist, gar böse
oder persönlich, sondern nur dem Umstand geschuldet, dass, wenn seine Angst vor
dem Wort: Philosophie, schon enorm zu nennen ist, seine Angst vor dem Wort:
Wortgewaltig, geradezu in die Wolken steigen will, nur um sich dort vor den
Blicken der Welt zu verstecken. Denn Wortgewaltig, das war Günther Grass. So
sagen es die Kritiker. Und wir anderen verbeugen uns.)

Was aber hat das mit Anthony zu tun? Das ist doch eine ganz
andere Ecke von Literatur.

Nun, das stimmt. Und dennoch gibt es einen Zusammenhang.
Der, weil nur sehr schwer zu erkennen, erklärt werden muss. Denn mit den nun
eintrudelnden Bewertungen kristallisiert sich ein Kritikpunkt immer mehr
heraus. Es wird nämlich gesagt: Es gab Abschnitte, die noch einmal gelesen
werden mussten, da sie auf den ersten Zuruf nicht verständlich waren.

(Was etwas ist, das ich mir eigentlich zu Herzen nehmen
sollte, denn das größte Verbrechen des Autor ist es, wenn er so schreibt, dass
man ihn nicht versteht. Was ich aber nicht tue, zumindest nicht zu hundert
Prozent, denn das wird ja nicht behauptet. Es wird vielmehr gesagt, der Autor
hätte so eine eigene Art zu schreiben, die eben nicht auf die Sympathie des
Kritikers treffe. Und das ist nicht das Gleiche. Kurzum: Geschmacksache.

Was natürlich dem Kritiker völlige Freiheit lässt, so viele
Punkte wie er will, für dieses Vergehen abzuzielen, ohne dass man ihm deswegen
unfaires Verhalten bescheinigen sollte. (Und schon gar nicht ich. Denn was ich
persönlich mit nur einem Punkt bewerte, wegen innerer Widerstände, worunter zig
Werke von Literatur-Nobelpreisträgern zu finden sind, das will an dieser Stelle
gar nicht genannt werden.))

So, und nun endlich zu dem Zusammenhang, denn die Frage, die
sich mir stellt, ist die: würden diese Kritiker es schaffen, die Blechtrommel
in einem Rutsch lesen, ohne einige Abschnitte noch einmal lesen zu müssen, da
sie auf den ersten Zuruf nicht verständlich waren?

(Eine Frage, die bitte nicht als verletzte Eitelkeit
aufgefasst werden soll, sondern als eine, die mich umtreibt aus ganz objektiven
Gründen. Versuche ich doch zu verstehen, warum Anthony nicht Nummer Eins der
Bestsellerliste werden kann. Denn dass ich persönlich finde, dass er immer 5
Punkt verdient hat, ist schon darum verständlich, weil sonst hätte ich ihn nicht
geschrieben.)

Nicht dass ich mich mit Günther Grass vergleiche oder
Anthony mit der Blechtrommel, schon deswegen nicht, weil die Blechtrommel für
mich ein Kopfbuch ist und Anthony die Herzen ansprechen soll, aber ist mein
Unglück nicht dieses, dass ich damit zwischen den Stühlen sitze? Denn was dem
einen als Wortgewaltig ausgelegt wird, das ist mein Untergang. Bäcker bleib bei
deinen Brötchen.

Kurzum: Im Gegensatz zu mir wissen die anderen, was sie tun.
Oder was hätte die Welt dazu gesagt, wenn Günther Grass versucht hätte, einen
Harry Potter zu schreiben, oder eine Frau Rowling die Blechtrommel? Ich bin mir
sicher: Es hätte Proteste geregnet, schlimmer stinkend als Pech und Schwefel.
Und es hätte keinen Nobelpreis gegeben und auf der anderen Seite keine
Mörderkohle.

Und somit ist eines klar, ich habe viel falsch gemacht. (In
meinem nächsten Post werde ich darauf eingehen, was noch so alles. Und das bei
vollem Bewusstsein und als Herr meiner Sinne.) Und die Freunde von Anthony
werden immer nur wenige sein. (Was ein wenig schade ist, ein wenig mehr
Einnahmen wären auch für mich nicht schlecht, denn ich könnte mal so einen
richtigen Urlaub vertragen. Der Nobelpreis hingegen ist mir relativ egal. Vom
Preisgeld einmal abgesehen ;-)) Aber ich kann da nicht aus meiner Haut. Für
mich ist es stimmig, so wie es ist.

Danke!

2015

Geschrieben von Francis Linz So, April 05, 2015 15:27:52

So, heute begehe ich einen Kardinalfehler: Ich werde zu
erhaltenen Bewertungen Stellung nehmen. Denn nachdem ich beschlossen habe, die
Sache des Marketings etwas professioneller zu handhaben, trudeln tatsächlich
welche ein. Nicht ganz mit den erhofften Worten und somit auch Punkten,
nichtsdestotrotz wichtig. Ist es doch auch mir völligt klar, dass es Menschen
gibt, die keinen Zugang zu Anthony und seinen Abenteuern bekommen werden. Schon
deswegen, weil ich nicht Gabe besitze, das Ganze so in Worte zu verfassen, dass
es alle Welt versteht. Bin ich doch manchmal in meinen literarischen
Möglichkeiten arg limitiert. Und somit möchte ich mich hiermit für die
Rezension bei dem Blog Nasemeis bedanken, denn sie trifft es auf den Punkt und
ist, obwohl der Zugang fehlt, extrem fair.

(Was man in diesen Zeiten nicht voraussetzen kann. In denen
es anscheinend jedem erlaubt ist, die Abgründe der eigenen Seele der Welt zu
offenbaren. Denn was musste ich da neulich auf Amazon lesen, es betrifft eine
sehr berühmte Schriftsteller-„Kollegin“, Name wird nicht genannt: „Ich habe das
Buch nicht gelesen. Es ist für meine Tante. Ich mag Harry Potter aber einfach
nicht.“ Und es gab nur einen von fünf Punkten.)

Und somit möchte ich sagen, dass es zwar nicht schön ist,
nur drei Punkt zu erhalten, aber in diesem Fall gerechtfertigt. Wäre es wohl
auch kaum vertretbar, 4 zu geben mit der Aussage: dafür müsste man dann
wahrscheinlich die nächsten Bücher lesen… Das werde ich aber wohl nicht
machen. (Wenngleich attestiert wird, dass das Buch gut ist.) Und auch der
Schreibstil als etwas philosophisch angehaucht bezeichnet wird. (Was ich aber
als Lob nehme, auch wenn es so nicht gemeint ist 😉 )

Und so seltsam es klingt, alles in allem wäre es mir somit
sehr lieb, wenn gerade diese Rezension in allen Tageszeitungen abgedruckt
werden würde. Zum einen, weil Anthony eben nicht für Kinder empfohlen wird,
wird er doch so oft fälschlich so eingeordnet. Und eben wegen diesem:
philosophisch angehaucht. (Auch wenn ein Schreibstil das gar nicht sein kann,
eher der Inhalt, aber jeder weiß ja, was damit gemeint ist.) Denn die, die von
dieser Aussage angezogen werden, werden beim Lesen von Anthony gewiss nicht
enttäuscht, und die, die bei dem Wort: Philosophie, innerhalb weniger Sekunden
Pusteln in den Ohren bekommen und allerlei seltsamen Ausschlag an den
restlichen Extremitäten, wie zum Bespiel mein Freund Knoll, (Name wurde verändert
😉 ), wissen, dass sie ihre Finger von den Seiten lassen sollten. (Was nichts
über die Qualitäten von Knoll als Freund oder Mensch aussagt. Er wäre ja sonst
nicht mein Freund. Er ist zuverlässig und sehr lustig. Wobei er das größte
Gelächter erntete, als in der Schule der Lehrer sprach: Schiller ist schon über
zweihundert Jahre tot, und er nur rief: Gott sei Dank!) Denn was hilft es mir,
wenn Menschen, die nie Freunde von Anthony werden können, sich dennoch daran
versuchen. Nein, das geht nicht gut aus. Für beide Seiten. Auch wenn mir
vorerst wohl keine 1Punkt Bewertungen drohen, nur weil man mir anscheinend den
Erfolg neidet. Auch wenn ich es dann wohl mit einem Lächeln nehmen könnte 😉

Dass man die Sache mit Schreibstil auch anders sehen kann,
zeigt hingegen die nächste Rezension: Von der ersten Seite gefesselt, mit Witz
und Charme gespickt.

Ja, das lesen wir gern! Dank an Noxlupus, den wir nun auch
zu den Freunden und Unterstützern rechnen dürfen. Und das mit der Verfilmung
wäre gewiss auch eine gute Sache. Ungeduldig sitze ich neben dem Telefon und
erwarte stündlich einen Anruf diesbezüglich 😉

Und dann habe ich da noch eine dritte Rezension von einem
Fan, den ich von den Buchstaben aber niemand zuordnen kann. Wobei ich doch
dachte, ich wäre noch in der Lage, alle Freunde von Anthony am Gesicht zu
erkennen 😉 Die Verkaufszahlen lassen das bis jetzt zumindest so vermuten.

(Ach, was soll das Jammern. Es wird ja langsam besser. Ein
internationaler Erfolg. Und somit ist es vielleicht jemand aus dem Ausland?)

Wenn das ist das, was wir Autoren lesen wollen: Ich als Fan
bin aber trotzdem dazu verpflichtet 5 Punkte zu vergeben 😉 Auch wenn 4
vielleicht ehrlicher wären.

Ja, so muss es sein! Danke!

Und somit: Dank an alle drei Rezensenten,

Francis, aber auch der Rest des Teams

Der erste Post

2015

Geschrieben von Francis Linz Fr, März 13, 2015 15:19:30

Frisch gekämmt, die Zähne geputzt, ich bin bereit. Doch was
schreibt man im ersten Post? Alles, nur damit nichts vergessen wird? Klingt
gut. Noch dazu kann ja alles gesagt werden. Der Blog ist keine Woche alt, wer
wird hier schon vorbeischauen? Doch das ist natürlich Unsinn. Denn auch wenn
der Pfad den meisten unbekannt ist, so ist er dennoch für jeden auf dieser Welt
gangbar. Und so fange ich besser mit einem der elementarsten Dinge an: Warum
beginne ich diesen Blog erst heute? Nach bereits vier Bänden. Jeder vernünftige
Autor macht das nach dem ersten. Unvernünftige sogar davor. Und die Antwort ist
einfach: Weil ich bis vor Kurzem noch der Meinung war, dass die Geschichte von
Anthony so gut ist, dass sie sich irgendwann schon durchsetzen wird. Da muss
ich nicht groß in Erscheinung treten. (Denn das in Erscheinung treten, es liegt
mir nicht. Schon in der Schule waren mir die Referate ein Graus. Und so hielt
ich demgemäß nur eins. Das dafür drei Mal. Denn Galileo Galilei, der zählt für
alles. Geschichte, Religion und Physik. Zu meinen Zeiten war das noch möglich.
Frontalunterricht. Oder besser gesagt: Unterricht an der Front. Nein, Schüler
und Lehrer, die sind keine Freunde.)

Doch der Autor in seinem Elfenbeinturm, das ist ein
Kindertraum. Selbst dann, wenn er keine großen Ansprüche hegt.

Wenngleich ich nichts Verwerfliches daran findet, wenn ich
von dieser Arbeit leben könnte. Auch gut leben könnte. Darf es etwas mehr sein,
der Herr? Aber bitte gerne doch. Von langer Armut geprägt würde mir das
Geldausgeben dann auch nicht schwerfallen. Natürlich nur bis zu einem gewissen
Punkt. Zu viel Reichtum empfinde ich als unanständig. Zumal es ja in diesem
Fall nicht hart erarbeitet ist. Womit ich meine, ein Architekt hat
mathematische Formeln im Kopf jongliert, Tabellen addiert und dann erst das
Haus gebaut. Ein Bäcker den Teig geknetete und den Ofen gefüllt. Ich hingegen
schließe nur die Augen und lasse den Film laufen, den Anthony mir zeigt. Da
gehört nicht viel dazu. Das Niederschreiben, okay, das halbwegs anständig
hinzukriegen, das musste ich mir hart erarbeiten. Und natürlich war mein erstes
Buch ein gruseliges Machwerk. (Es gibt noch ein Exemplar, über dessen
Aufenthaltsort ich nichts weiß. Muss es unbedingt finden und aufkaufen. Nicht
dass die Welt es liest und mich laut auslacht 😉 Aber inzwischen kriege ich es
ja halbwegs hin. Nicht so gut wie ein Charles Bukowski, dass es ein jeder Idiot
versteht, aber so gut, dass ich mir diese Schwäche selbst verzeihen kann.

Und ein paar Leser gibt es ja, die damit Leben können. Denn
wie gesagt: Die Geschichte von Anthony ist so gut, dass nicht einmal ich sie in
den Sand setzen kann. Allerdings muss ich auch etwas dafür tun, dass es dann
doch ein paar mehr werden, bevor sie dann endgültig fertig ist. (Und der Herr
mir vielleicht schon befielt: Auf Junge, mach die bereit für den langen
Schlaf!) Werbeaktionen halte ich dabei aber für relativ sinnlos. Anthony ist
kein Buch für die Nummer Eins der Bestsellerliste. Ich denke, er wird immer ein
Geheimtipp bleiben. Und die ehrlichste Form weitere Freunde zu finden, ist
darum wohl dieser Blog.

So, dass war mein erster Post. Habe ihn gerade noch einmal
durchgelesen. Manchmal etwas ruckelig. Aber auch das verzeihe ich mir heute
ausnahmsweise. Nur Narren wollen perfekt sein.