Hurra, Hurra! Das zweite Buch von Anthony und das große
Abenteuer, wenn große Roboter kämpfen, ist in der Rohfassung fertig. 86.ooo Wörter. Das nenne ich eine Ziellandung.
Wobei ich allerdings zugeben muss, dass die erste Korrektur etwas penibler
hätte ausfallen dürfen. Aber ich will erst einmal alle drei Bücher schreiben
und mich dann um den Feinschliff kümmern. Nichtsdestotrotz, wie nicht zu
vermuten, bin ich schon jetzt sehr
zufrieden.

Wobei das, nicht zu vermuten, kein fishing for compliments
ist, denn all die Baustellen, ich hätte nicht gedacht, dass sie so einfach zu
meistern sind. HaHaHa. Nein liebe Leut, es war verdammt viel Arbeit.

Der letzte Buch, wenn große Roboter lieben, ist in seiner
Größe nicht absehbar, obwohl fast alle Kapitel im Kopf stehen. Nur noch kleine
Baustellen. Aber ich versuche es stringent zu halten. Wie schon in den beiden
Büchern zuvor. Und wenn ich wieder eine Ziellandung hinkriege, um die 80.ooo,
die, wie jetzt inzwischen wohl jeder weiß, verpflichtend für einen Fantasyroman
sind, dann krieg ich sogar die Millionen voll. Fehlen ja jetzt noch genau noch
85.ooo Wörter für die Marke. Wahrscheinlich aber werden es mehr werden.

Ich habe das zwar so gewollt, aber nicht geplant. Ich wäre
auch glücklich mit weniger gewesen. Denn das ist wirklich ein hartes Brett zu
bohren, einen knapp 1000 Seiten Roman zu schreiben. Auch noch einen, der nicht
durchhängt. Momentan kann ich aber nichts erkennen. Und der Schluss wird so
oder so ein Feuerwerk. Auf alle Fälle für mich. 😉

Womit wir zu meinem Charakter kommen. Ich bin nämlich einer
von denen, die sagen: Ich muss so etwas bis zum Ende durchbringen, damit ich
endlich stolz sein kann. Denn so gut die ersten Teile sind, und ich halte den
ersten noch immer für einen Blockbuster, den zweiten und dritten, nach
inzwischen ausreichend Verbesserungen, für sehr, sehr gelungen, wofür die
Verkaufszahlen auch sprechen, die zwar nicht hoch sind, aber wer den ersten und
zweiten kauft, der kauft sich durch bis zum fünften. Der ohnehin sehr gut ist,
weil er sich doch von den anderen deutlich unterscheidet, mehr Tiefe. Und der
vierte ist ja allein schon klasse, weil ja da Frau Watenbloom ihre Seele
findet. (Ich schreib jetzt nicht mehr, denn vielleicht hat es ja jemand noch
nicht gelesen.)

Ich will das jetzt nicht als Angeberei verstanden wissen,
aber ich weiß schon, was ich kann. Und ich erkenne auch ein nicht so gutes Kapitel,
wenn es eben nicht so gut ist. Doch richtig Werbung kann ich wohl erst machen,
wenn da etwas steht, das nicht mehr zu verändern und dennoch gut ist. Denn ich
kann gar nicht sagen, wie viel Angst ich immer hatte vor dem nächsten Band.
Wird er mithalten können? Kann ich all die Teile zusammenbringen, ohne dass das
gewollt oder konstruiert wirkt. Aber
jetzt mit den zwei Büchern hinter mir und nur noch dem letzten vor mir, in dem
es zudem nur noch wenig Baustellen gibt, weiß ich, es ist mir gelungen. Was
mich schon mit einer gewissen Zufriedenheit erfüllt.

Vor allem, weil der letzte Band noch einmal einen
draufsetzt, die Tiefe betreffend, oder, was man mir auch negativ auslegt, das
Philosophische. Doch ich habe es schon einmal gesagt, und wiederhole mich da
immer wieder gerne, das Schreiben ohne Moral, das ist die Tinte nicht wert. Und
wenn ich ehrlich bin, bin ich auch ein wenig froh, dass mich noch kein Verlag
entdeckt hat, denn den letzten Band, so wie er dann rauskommt und eben nicht
mehr zu verändern ist, den hätten die mir nie so durchgewinkt. Ich aber glaube
an meine Leser und daran, dass man auch heute noch Bücher schreiben kann, darf
und muss, die nicht nur für den raschen Konsum gedacht sind. Denn ich bin mir
fast sicher, dass alle wahren Anthony-Fans, nachdem sie die letzte Seite
zugeschlagen haben, sofort noch einmal von vorne zu lesen zu beginnen, weil ja
dann erst klar ist, was wie gemeint ist. Und solch Bücher wollte ich immer
schreiben. Zum Glück hat mir Anthony versprochen, dass es so werden wird. Und
er hat Wort gehalten.

Grüße natürlich auch von ihm und den anderen.