Hurra, Hurra! Nun habe ich es endlich geschafft, nach mehr
als zwei Monaten, mich wieder Anthony zu widmen. (Ich hatte, wie zu
Beweis, dass das nicht wieder vorkommen soll, doch tatsächlich das Passwort
vergessen, um auf diesen Blog zu gelangen.)

Obwohl das so zu sagen, andererseits dann auch wieder nicht stimmt.
Denn tatsächlich ist ja all mein Tun und Machen ja noch immer darauf ausgerichtet, die
Geschichte zu einem Erfolg zu bringen. Was ich also damit meine, ich habe mich nach
so unendlich langer Zeit wieder einmal dem Abschlussband angenommen „Anthony Noll und das große Abenteuer“.

Nicht viel, zugegeben, aber immerhin. Denn wenn nicht, dann
hätte ich gar nicht die Chuzpe gehabt, mich hier wieder zu melden. Ein gewisses
Ehrgefühl habe ich dann doch auch. (Das sich allerdings nicht so weit erstreckt,
dass ich zugebe, wie viel ich an dem neuen Band gearbeitet habe. Bin ich doch andererseits
auch einer von denen, denen es reicht, nur ein einziges Wort zu verbessern, und
sich somit schon frei jeder Lüge zu wähnen 😉 Da bin ich mal ganz ehrlich.
Aber immerhin habe ich vor, jetzt wieder
mehr zu tun, denn dieser Stillstand, wenngleich es ja keiner war, der tut mir
einfach nicht gut.)

Stellt sich nun natürlich sofort die Frage: Warum war es gar kein wirklicher Stillstand? Ganz
einfach, denn noch immer stecke ich jeden Tag mindestens vier Stunden in das Projekt.
Mal mehr oder weniger. (Eher sogar mehr, denn im Schnitt, auf eine Woche
gerechnet, ist das sicher fast schon ein Fulltimejob. Wenn auch nicht nach
Tarif bezahlt und nicht einmal mit dem Mindestlohn vergütet. Aber mit dem
Wissen, dennoch etwas Sinnvolles zu tun.)

Was so viel Zeit benötigt, die an dieser Stelle verloren
geht (denn selbst ein Genie wie ich muss schlafen), ist natürlich noch immer
die Sache mit der Übersetzung ins Englische. Wobei das Schlimme ist, dass da
das Ende einfach nicht absehbar ist. Nicht einmal, ob es überhaupt ein Ende
gibt. Man lernt und lernt, liest Klassiker, wie haben es die großen der Zunft
gemacht?, hört Hörspiele, jongliert mit dem Übersetzungscomputer, etc. aber leider
ist da nirgendwo eine Angabe in meinem Kopf, die mir darauf eine lapidare
Antwort gibt. Und sei es nur in der Form: Synchronisation läuft, bitte nicht
trennen, Sie haben 76% erreicht, nur noch 5 Monate und 23 Tage. … 5 Monate und
22 Tage … 5 Mon… (Einer der einfach gestrickten Roboter auf Robotanien zu sein, hätte da sicher so seine Vorteile.)

Also, auch wenn man nichts von mir hört und liest, ich
bleibe am Ball. Schon deswegen, würde Petrus das Himmelstor für mich aufstoßen,
wenn ich vor ihm stehen und stammeln würde: „Es tut mir so leid, ich habe die
Geschichte von Anthony nicht zu einem Ende gebracht, obwohl ich ja das Ende von
Anfang an kannte. Auch, worauf ich mich da eingelassen habe“ ? (Was ich
vielleicht doch nicht so recht wusste, wenn ich noch einmal so zurückdenke 😉
) Ich weiß es nicht.

Aber egal, denn selbst wenn Petrus ein weiches Herz hat,
obwohl er all das zu seinen Füßen sehen muss, was hier bei uns so passiert, viel schlimmer ist ja, was würde
Anthony dazu sagen. Denn der würde das gewiss nicht gutheißen. Und das völlig
zurecht. Hat die Welt ja ein Anrecht darauf, seine Geschichte zu erfahren.

Und nicht
zu vergessen, da sind ja noch all die anderen, deren Urteil ich zu fürchten
hätte. Vor allem das des Baumes! Denn so nett er ist, so ehrlich und unerbittlich
kann er manchmal auch sein. (Natürlich, denn es ist nun einmal die Aufgabe der wahren
Freunde, nett, aber auch unerbittlich in ihrer Kritik zu sein.)

Grüße übrigens auch von ihm, Francis

p.s.: Ich entschuldige mich hier ganz eindringlich für die paar Zeilen, die den
Anfang des neuen Bandes darstellen sollen, die ich vor zwei Monaten gepostet habe.
Sie sind so unterirdisch schlecht. Und das einzig Gute daran, dass ich es
wenigstens erkenne.