So, endlich mache ich das wieder, was
ich am liebsten mache. Ich sitze da und schreibe das, was mir Anthony auf
meiner Schulter sitzend ins Ohr flüstert. Und somit kann ich sagen: Das große
Abenteuer hat somit endlich auch für mich begonnen!

Das zu wissen, fühlt sich gut an.
Wenngleich ich mich natürlich um all die anderen Dinge auch noch kümmern muss.
Nicht nur um das Essen und das Zähne putzen, und darum, ausreichend zu schlafen,
sondern: Wie mache ich es, damit Anthony endlich zu dem Erfolg wird, den er
verdient hat. Was, wie die, die mich inzwischen kennen, weniger mit meiner
Eitelkeit zu tun hat (wenngleich diese allen Schriftstellern irgendwo zu eigen
ist), sondern mehr damit, weil es diese Geschichte verdient hat. Es ist nämlich
eine nette Geschichte für nette Menschen. Und ich bin immer noch der
Überzeugung, dass diese mehr sind als die anderen. Auch wenn das Weltgeschehen
anderes glauben machen möchte. Das aber wird nur von wenigen gemacht.
Nichtsdestotrotz müssen wir aufpassen, nicht dass wir vergessen im richtig
Moment aufzustehen und zu sagen: „Jetzt ist aber genug!“

Da sich dieser Erfolg nicht so recht auf
dem deutschen Markt einstellen will, wird natürlich auch noch die Sache mit dem
englischsprachigem Raum weiterverfolgt. Was aber viel länger dauert, als ich in
meiner Naivität so fröhlich in die Welt hinausgerufen habe. Denn sich mit
jemanden zu unterhalten, in einer Kneipe, am Bahnhof, oder sogar einen
wissenschaftlichen Bericht über Atomfusion lesen zu können und dabei nur einmal
das Wörterbuch zur Hilfe zu nehmen, ist noch lange nicht gelichbedeutend damit,
ein Buch zu übersetzen. Es sind nämlich nicht die Wörter die fehlen oder ein
Hängen der Grammatik, sondern etwas anderes, was ich noch nicht gefunden habe.
Es ist dieser Duktus, den ein Buch braucht. Dieser Fluss, der einem manchmal
glauben lässt, das ganze Buch wäre nur Gesang.

Im Deutschen habe ich das. Denn auch
wenn manchen dieser Gesang nicht zusagt, so kann doch keiner sagen, dass
Anthony nicht diesen speziellen Klang hat, den eben nur er hat. Das im
Englischen zu finden, das aber wird die größte Aufgabe. (Leider bin ich
diesbezüglich Perfektionist.) Somit laufen beide Projekte parallel und können
in ihrem Ende nicht benannt werden.

Das große Abenteuer wird sich somit etwas
langsamer entwickeln wird, als dass man das so von mir gewohnt ist. (Also nicht
nur wegen der Fülle des Stoffes, der noch unterzubringen ist.) Ich bitte das zu
entschuldigen. Als Versöhnungsangebot werde ich dafür im Anhang die erste Seite
des neuen Abenteuers beilegen. Den Beginn des ersten Kapitels, das aber
natürlich im weiteren Prozess noch so einige Ergänzungen, Umstellungen oder
andere Veränderungen erfahren wird. Vielleicht wird es dann sogar irgendwann
das vierte Kapitel werden. So geschehen beim vierten Band, wenn ich mich jetzt
recht entsinne. Kurzum, alles völlig egal, ich bin nur froh, dass es endlich
wieder weitergeht!

Grüße auch von Anthony und den anderen,
Francis

Das große Abenteuer

Buch I

1. Erste Pläne

Anthony sah zum Fenster des Busses
heraus und betrachtete die vorbeihuschenden Roboter und Gebäude.

Oder besser gesagt, ein außenstehender
Betrachter hätte das jetzt so vermutet. Lehnte ja zum einen der Kopf des kleinen
Zauberer am Fenster (der so eigentlich gar nicht mehr so genannt werden darf,
da er inzwischen schon wahrhaft Großes vollbracht hatte, und das gleich
mehrfach), und waren zum anderen seine Augen weit geöffnet. Es war fast schon
ein Stieren, das in ihnen lag. So, als ob sie das Außen tatsächlich auf
Neuigkeiten hin überprüfen würden.

Was aber gewaltig täuschte. Denn auch
wenn diese Augen sahen, so sahen sie doch auch nicht. Allerdings nicht wegen
eines schrecklichen Unfalls mit einem der nun zehn goldenen Finger oder wegen
eines anderen Unglücks, das zu einem Erblinden hätte führen können, sondern
weil Anthony mit all seiner Aufmerksamkeit einmal mehr nur irgendwo innerhalb
seines Kopfes unterwegs war. Sich hoffnungslos verirrend im Irrgarten der
Tagträume. Das war ihm nämlich eine liebe Angewohnheit. Von Geburt an. Und
niemand kann seiner Natur fliehen.

Das aber war nicht weiter schlimm. Zum
einen, bis zu der neuen Arbeitsstelle waren es noch mindestens 10 Minuten
Fahrtzeit (wobei Anthony großes Glück hatte, gab es doch eine direkte
Verbindung von ihrem kleinen Häuschen am Rande der Stadt namens Ibalon,
wunderlicher es wohl keine zweite im ganzen Universum gibt, bis hin zu dem
Krankenhaus, das ihm ein Praktikum zur Verfügung gestellt hatte), und zum
anderen, gab es schon bald durch das Fenster, durch das seine Augen scheinbar
blickten, auch nichts mehr zu erkennen. Das Fenster verlor nämlich von einer
Sekunde auf die andere plötzlich all seine Transparenz und wurde grau. So grau
wie die Graue Wache, die plötzlich vor Anthony stand.

„Fühlt sich der junge Herr Roboter nicht
wohl?“, war die erste Frage, die ihren Mund verließ. Höflich, nichtsdestotrotz so
eisigkalt wie der Frosch, der plötzlich an Anthonys Rücken zu lecken begann.
Der dann auch schon die zweite folgte: „Sollen wir den jungen Herren Roboter
vielleicht mitnehmen und ihn in unserer Zentralen Verwahrstelle untersuchen
lassen? Vielleicht liegt ja sogar ein Schaden vor, der eine endgültige
Abschaltung unumgänglich macht?“