Blog Image

Anthony Noll's Blog Nummer Elf

Über den Blog / About the blog

Hier geht es um alles,
was die Abenteuer des kleinen Zauberers betrifft.
Im Hier und natürlich vor allem: im Drüben!
Eine Seite für seine Freunde und die, die es vielleicht irgendwann werden.  

(Here you can find on the category english all news about the little wizard and his firends.)
www.Anthony-Noll.de


Anthony's Facebook Seite (german)

Anthony's Facebook side (english)

Seite des Autors im Intenet (author's side on the internet): http://www.francislinz.com/

Frohes Neues

Uncategorised Posted on So, Januar 10, 2021 17:57:07

so, die Steuer ist gemacht, das neue Jahr kann beginnen. Ja, ja, selbst so ein kleines Licht wie ich ist nicht davon verschont. Und ich habe ja die letzten zwei Monate wirklich ein paar Bücher verkauft. Wenngleich ich dafür mehr ausgegeben habe, als eingenommen. Aber auch das muss alles ordnungsgemäß beim Finanzamt vermerkt werden.

Zur Erklärung, ich habe es endlich in die Tat umgesetzt, und wirklich professionell Werbung für Anthony geschaltet. Und zwar auf Amazon direkt. Die sogar ein paar Verkäufe zur Folge hatte. (Nicht so wie auf fb, wo der Erfolg immer gleich Null war.)

Was sich jetzt eigentlich ganz leicht anhört, dennoch mit großen Mühen verbunden war. Die noch dazu noch nicht enden. Denn dafür musste ich mir ja erst einmal eine Kreditkarte besorgen. Was ich ja eigentlich immer vermeiden wollte, das reizt nur zu Ausgaben, die ich mir gar nicht leisten kann. (Es heißt ja auch Kreditkarte und nicht Guthabenkarte.) Aber die Werbeabteilung von Amazon akzeptiert nichts anderes, auch wenn geschrieben wird, auch Debitkarten. (Welche ich sogar besitze, aber bei den Eingaben der Nummern gab es nur immer Fehlermeldungen. Und Eingaben ist der richtige Plural, denn ungezählt die Versuche. Und Amazon anschreiben, wie das Problem zu lösen sei, das ist so sinnvoll, wie den Metzger von nebenan zu fragen, was er von veganer Ernährung hält. Alle immer sehr nett und zuvorkommend, keine Frage, aber niemand weiß Bescheid. Bis ich es leid war.)

Womit sich dann aber gleich ein neues Problem ergab, das eben dazu führt, dass die Mühen immer noch nicht enden. Denn für die Kreditkarte musste ich meine Staatsangehörigkeit preisgeben, und die ist nun einmal die der Vereinigten Staaten von Nordamerika. (Und für all die, die glauben, das ist immer nur von Vorteil, besonders wenn es um den alles regierenden Dollar geht, kann ich nur sagen, wer sich mit dem Finanzamt dort anlegen möchte, der soll lieber mit einer Gabel gegen die Sonne kämpfen. Es hat mehr Aussicht auf Erfolg.) Eigentlich kein Geheimnis (auch wenn es schwer war, die letzten vier Jahre stolz zu sein auf diese Abstammung), aber meiner Bank wohl unbekannt. (Mit der Beantragung der Kreditkarte nun eben doch.) Und da die furchtbare Angst hat, dass eben dieses amerikanische Finanzamt ihr hohe Strafen auferlegt, wenn sie nicht artig die Kontodaten amerikanischer Staatsbürger weiterleitet, will die mich jetzt bei diesem Finanzamt mit einer amerikanischen SSN anmelden. Wenngleich ich schon mit einer EIN bei diesem Finanzamt gemeldet bin. (Ich lasse die Abkürzungen hier ganz bewusst im Nebulösen, wer will kann googeln, denn wieso es da Unterschiede gibt, das zu erklären führt einfach zu weit. Nur so viel, wieder so viele Mühen, bis auch dieses Problem aus der Welt ist. Ich diese SSN habe, die eben anscheinend mehr wert ist als eine EIN, die ich aber nie brauchen werde, weil ja eben, wie schon im ersten Absatz bemerkt, es das deutsche Finanzamt ist, das meine ganze Aufmerksamkeit verdient.)

Es sind nicht wirklich viele Bücher, die ich verkauft habe, aber immerhin. Wobei das Interessante ist, dass es alles nur Printausgaben waren. Und das ist wirklich bemerkenswert. Denn egal, wo ich beim Googlen gelandet bin, immer heißt es, die normalen Selfpublisher verkaufen in der Regel E-Books. Im Verhältnis 10 zu 1. Bei mir aber ist es genau umgekehrt. Und die die E-Books, die bei mir „gekauft“ werden, werden geliehen. Liegt wohl daran, dass ich die Werbeaktion Ende November gestartet habe, und da saß das liebe Geld den Leuten etwas lockerer in der Tasche. Denn zwischen 2,99 und 12,99 ist doch ein Unterschied. Und die Printausgabe war ja noch dazu die Illustrierte, die einen Euro teuer ist als die, die man auch im normalen Buchhandel bestellen kann. Die illustrierte Ausgabe, die es nur bei Amazon gibt. Die diesen einen Euro mehr aber allemal wert ist. Und die aufzeigt, wie hilflos wir Selfpublisher eigentlich den anderen Verlagen ausgeliefert sind. Denn die, die das so generös tun, verdienen nicht schlecht. Denn auch wenn alle auf Amazon schimpfen, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Produktionskosten bei einem Selfpublisher-Verlag wie zum Beispiel Epubli oder BoD höher sind als dort. Bei Amazon aber kriegt man quasi fürs gleiche Geld das doppelte an Buch. Sprich Format. Und die illustrierte Ausgabe kommt ja eben durch dieses größere Format viel besser zur Geltung. Auch ist sie viel besser zu lesen durch das viel großzügigere Layout. (Kann man übrigens gut auf den Fotos sehen, die ich kurz vor Weihnachten auf fb gepostet habe. Das eine Buch ist eben die illustrierte Ausgabe, das andere eine Ausgabe, die auch im Buchhandel zu bestellen ist. Beide kosten ungefähr das Gleiche. Bei gleicher Seitenzahl. Die illustrierte Ausgabe hat sogar einige mehr.)

Nach Weihnachten sind die Verkaufszahlen aber wieder ziemlich mau. Ob das so bleibt, weiß ich nicht, gehe aber einmal davon aus. Hoffe dafür, dass die, die womöglich Weihnachten mit der illustrierten Ausgabe beschenkt worden sind, sich in die Geschichte verliebt haben und die folgenden Bände auch lesen. Nur deswegen lohnt ja die Werbung, auch wenn sie die ersten Monate nur Kosten bringt. Ob ich diese Hoffnung zurecht trage, die Zeit wird es zeigen.

Aber was soll’s, ob ein Jahr mehr oder weniger, das macht mir auch schon nichts mehr aus. Denn dass sich Anthony letztendlich durchsetzt, da bin ich mir ziemlich sicher. Was ich brauche, das sind nur ein paar Super-Spreader. (Ich hoffe, man darf das Wort trotz Corona 19 immer noch benutzen, denn kein anderes trifft es besser.) Denn war ich früher nur immer der Meinung, dass ich es schaffen könnte, das Ganze zu einem guten Ende zu führe, so bin ich, nachdem ich es eben zu einem guten Ende geführt habe, der Meinung, besser geht es nicht. Nicht mit meinen Mitteln. Es ist das herausgekommen, was mir immer vorgeschwebt ist. Mehr noch, ich habe meine eigenen Erwartungen übertroffen. Und das tue ich nur sehr selten. Meine Erwartungen an mich sind nämlich zumeist unerfüllbar. (Ein Charakterzug, der nur Nachteile bringt, einen aber wenigstens immer an die Grenzen treibt.) Und das mit dem übertroffen, das sage ich, auch wenn ich weiß, dass es furchtbar anmaßend klingt, und es sicher einige gibt, die nach dem Verlassen der letzten Seite, nicht meiner Meinung sind. Wenngleich nicht viele, denn wer so weit vordringt in Antonys Welt und sein Abenteuer, der ist mir zu ewiger Dankbarkeit verpflichtet. 😉

Das heißt natürlich nicht, dass ein Lektor und ein Korrektor, mit ein paar Tropfen ihres Könnens die Geschichte nicht noch süffiger machen könnten. Nur, dass so wie sie ist, es mir keine Scham bereitet, Geld dafür zu verlangen. 😉 Und wie man bei den E-Book-Preisen sieht, auch gern etwas mehr. Zumindest im Vergleich zu anderen Selfpublishern. Die eben so viel E-Books verkaufen, weil ihre Preise so niedrig sind. Dafür aber, da bin ich ganz Snob, bin ich mir zu fein. Ich orientiere mich da eher an den sogenannten etablierten Kollegen, die bei renommierten Verlagen unter Vertrag stehen. Wenngleich ich nicht so dreist bin, für ein E-Book 15.- Euro zu verlangen. Aber mehr als die üblichen 0,99 – 2,99. (Manch Bände haben aber auch an die sechshundert Seiten.) Und das sogar aus mehreren Gründen heraus. Erstens, Anthony ist nicht vergleichbar mit anderen Büchern. Weder mit denen der anderen Selfpublishern (die manchmal gute Ideen haben, doch so oft sprachlich limitiert sind, sorry, so ist es nun einmal), aber auch nicht mit denen der etablierten Kollegen. (Denen es dafür oft an diesen Ideen mangelt.) Was mir immer wieder auffällt, wenn ich durch einen dieser großen Buchläden gehe und mir vorstelle, wo man Anthony einordnen soll. Neben Harry Potter hat er nichts zu suchen, aber auch Dostojewski, Dürrenmatt und Dumas wären keine Brüder für ihn. Es ist Fantasy, okay, oder vielleicht etwa doch nicht? Kurzum, er ist wirklich einzigartig. (Kann man als Kompliment werten oder als Beleidigung, deswegen völlig sinnlos mich der Hybris zu bezichtigen. 😉 ) Zweitens, die Leute, die meinen für 99 Cent ein gutes Buch geliefert zu bekommen, werden nur selten überrascht. (Sorry, auch das ist so.) Und wer dann meinen Anthony zu lesen bekommt, kann ihn dann auch zumeist nicht wertschätzen. Was jetzt aber kein Verbrechen ist. Denn, ich gebe es gerne zu, ich selbst trage dieses Vorurteil in mir.

Das leider so oft gar keines ist. Denn sehr viel Selfpublisher produzieren nun einmal nur Trash. Und manchmal sind sogar 99 Cent 99 Cent zu viel. (Auch wieder nichts, bei dem man mir Anmaßung vorwerfen könnte, denn das sehen ja auch die Selfpublisher so. Sogar die, die den Trash produzieren, der es den wirklich guten, denn die gibt es in der Tat auch, nicht nur mich 😉, so schwer macht von der breiten Maße wahrgenommen zu werden.)

Aber eigentlich ist mir das völlig egal, wer ein Trashbuch kaufen will, soll das tun, und wer es schreiben will, auch. Das hat mit mir nichts zu tun. Ich sitze nicht da und denke wirklich darüber nach. Und wenn doch, dann nie mit Emotion verbunden. Kein Neid, kein Hass, kein Hochmut. Nur analytisch. In der Art: Wie gelingt es mir, dem Publikum, dass ich im Übrigen alles andere als dumm halte, meinen Anthony näher zu bringen. Ja, das ist alles, was mich interessiert. Denn dass es ein Pageturner ist, trotzdem mein Rechtschreibprogramm so oft behauptet: „Satz zu lang“, wurde erst gestern bewiesen. Denn am Wochenende kontrolliere ich ja oft meine Zahlen, und da hat doch glatt jemand den zweiten Band an nur einem Tag gelesen. Immerhin knapp 450 Seiten. Das ist doch beachtlich, oder? Und das kann ich mit ziemlicher Bestimmtheit sagen, denn sie oder er haben das Buch ja geliehen. Und Amazon zeigt einem das ja auf. Wird man ja nach gelesenen Seiten bezahlt, wie viele von diesem am Tag gelesen werden. Und von welchem Buch. (Natürlich anonymisiert.) Und wenn an einem Tag 790 Seiten gelesen werden von einem Band, und dieser Band auf dem Kindle-Lesegeräten genau 790 Seiten hat, ist doch schwer davon auszugehen, dass das nur einer war, der das getan hat. (450 Seiten hat das Buch nur in der Printfassung. Da das Layout aber sehr gedrängt ist, um die Kosten zu reduzieren (wie gesagt, die Verlage verdienen nicht schlecht), hat es auf dem Kindle 790. (Wäre es ein Harry Potter, wären es so um die 500 in der Printfassung.))

Ja, es war definitiv nur einer. Denn an so viele andere Leser ist ja im Moment nicht verliehen. Leider. Denn das ist ja das, worauf ich wirklich spekuliere. Auf die Amazon Bibliothek und das Kindle-Unlimited Programm. (Ein Buch auszuleihen, kostet ja erst einmal nichts. Und wer dann anfängt, Anthony zu lesen, der hat so oder so schon verloren. 😉 ) Deswegen auch macht es mir nichts aus, wenn niemand die E-Books kauft. Die, liest einer alle Bände, ja immerhin fast 40.- kosten. (Sind sie aber auch wert.) Denn mit dem Verleihen verdiene ich zwar nicht so viel wie mit dem Verkauf, aber viel wichtiger ist mir, dass ich so Bekanntheit gewinne. (Außerdem bringt es ja einem auch im Amazon-Ranking ein wenig in bessere Regionen. Wenngleich zwischen Platz 25.000, wo man landet, wenn jemand das Buch ausleiht, oder Platz 500.000, wo man nach einer Woche Flaute liegt, meiner Meinung nach viel Unterschied ist. Interessant wird es ja ohnehin erst ab den dreistelligen Zahlen.) Denn ich erinnere mich nur zu gut, als ich vor vier Jahren mit den ersten fünf Bänden in diesem Programm war (die inzwischen überarbeitet noch viel süffiger zu lesen sind, als schon damals), dass da einige Leser dabei waren, die haben in einer Woche alle fünf Bände gelesen. (Weit über 2000 Seiten. Nur um das Thema Pageturner noch einmal aufzuwärmen.) Leider habe ich damals in meiner Dummheit gedacht (und vielleicht sogar in einem Anflug von Hybris 😉 ), na prima, das verkauft sich ja wie geschnitten Brot, da gehe ich doch gleich mal zu den anderen Anbietern, Toline etc, und verkaufe auch dort meine E-Books.

Nun ja, wie gesagt, es war eine einzige Dummheit. Denn auf Amazon brach alles ein und auf den anderen war der Verkauf nicht nur gleich Null, er war Null. Diesmal aber mache ich besser, bleibe in diesem Programm, bis ich endlich den Punkt erreicht habe, wo ich mir diese Hybris auch leisten kann. 😉  Zumal bei den dicken Bänden ich selbst mit dem Verleih mehr verdiene, als wenn ich sie als Print verkaufen würde. Erstaunlich, nicht wahr! (Wer Lust hat, kann ja ausrechnen, wie viel, denn die Seitenzahl der jeweiligen Bände ist ja immer angeben, bei Anthony.de die Bücher oder bei Francislinz.com. und das Verhältnis zu den Kindle Seitenzahlen ist das Gleiche wie bei Band zwei. Wobei der Profit aber schwankt, zwischen 0,25 und 0,27 Cent pro gelesener Seite. Für 100 Seiten gibt es also 25 bis 27 Cent. Gelegentlich sogar 29, kommt immer auf den Monat an. Wie viel insgesamt gelesen wurde und überhaupt.)

Ach ich könnt weiterschreiben und weiterschreiben und eigentlich bin ich das ja auch den wenigen wahren Anthony-Fans schuldig, nach so langer Pause, aber man soll es nicht übertreiben. Darum, bis zum nächsten Mal. Grüße wie immer natürlich auch von all den anderen.



Noch eine wichtige Information

Allerlei und Neuigkeiten x -> 2020 Posted on Do, Dezember 10, 2020 13:04:21

Nun habe ich doch noch im letzten Band (aber nur in Buch 3) ein paar Ergänzungen einfließen lassen, um allen Missverständnissen vorzubeugen. (Aber auch nur, weil mir etwas langweilig zumute ist und es ja noch diesen einen Schlussjoke gab, den ich mir eigentlich ursprünglich verkniffen hatte, um das Ganze nicht zu überfrachten. Der aber so gut ist, dass er einfach nicht fehlen darf.) Wer also das E-Book gekauft hat, sollte bei seinem Provider die neueste Ausgabe runterladen. Es steht dort schon ein. (Wer eine Printausgabe hat, der hat Pech gehabt, aber auch Glück, denn er hat ein Unikat, das irgendwann Tausende wert ist. ? Und an der Geschichte ändert sich ja nichts.) Sorry für die Umstände.



Noch eine letzte Meldung vor dem Urlaub.

Allerlei und Neuigkeiten x -> 2020 Posted on Do, Dezember 03, 2020 13:56:38

Eigentlich wollte ich mich jetzt in die wohlverdiente Winterpause begeben, doch da ist dann doch noch etwas Zeit, um von ein paar Entwicklungen zu berichten.
Und wohlverdient ist diese Winterpause allemal. Habe ich doch die letzten fünf Jahre durchgearbeitet. Was nicht übertrieben ist, denn das ist das Los des Schriftstellers, der an sein Baby glaubt. Und auch nicht gelogen, denn in all diesen vielen Tagen hat sich vielleicht einmal einer mit gefälligem Suchen nach Flusen im Nabel versteckt, aber nie zwei hintereinander. Egal, ob Wochenende, Ferienzeit, Weihnachten oder Geburtstag. (Den ich aber, so wie die meisten anderen auch nur an einem Tag im Jahr feiere. ? Nur Ramshin darf sich das zweimal erlauben. (Kleiner Spaß für die, die schon bis zum Ende gekommen.)) Und 50 Stunden die Woche waren eher die Regel als die Ausnahme. Sodass ich, als endlich auch der letzte Band fertig war und ich auch so alles gemacht hatte, was dazu gehört, um ihn auf die Reise zu schicken, Layout, Cover, bei den Plattformen einstellen, etc. mir für ein paar Tage sogar richtig verloren vorkam. Denn was ist mein neuer Sinn?
Schwere Frage, für uns alle. (Nicht mein Sinn, sondern der Euch eigene.) Doch da habe ich eine Sendung im Fernsehen gesehen, in der irgendein Philosoph erwähnt wurde, Name inzwischen entfallen, der mir weiterhalf. Er sprach von drei Antriebsfedern, die für das Leben nötig sind, wovon ich jetzt aber hier nur die erwähnen will, die für mich in Betracht kommt. Nämlich die, eine Aufgabe zu haben. Und so habe ich überlegt. Soll ich ein neues Buch schreiben? Aber was soll nach den Büchern folgen, die ich schon geschrieben habe? Eines davon würdig des Literaturnobelpreises ? , das andere, nämlich Anthony, würdig, auf jedem Buchregal zu stehen. (Das eine für den Kopf, das andere für das Herz.) Und in beiden Richtungen wüsste ich mich nicht mehr zu toppen. Würde mich nur wiederholen oder, noch viel schlimmer, die Treppe hinunterfallen. Und das will ich nicht. Denn ich habe immer die bewundert, die wussten, wann es Zeit ist aufzuhören. (Das heißt jetzt nicht, dass ich nie mehr etwas schreiben werde, sondern nur, dass es dann etwas anderes sein muss. Oder auch das Alte fortzuführen. Fehlen doch noch so viele Geschichten von Anthony, die gar nicht Platz finden konnte, in den mageren 3500 Seiten ?, die bis jetzt die Welt erblickt.)
Ja, überlegt und überlegt habe ich, bis ich dann zu der Überzeugung gelangt bin, die Antwort steht schon geschrieben. Denn Anthony ist in der Tat ein Buch, das auf keinem Bücheregal fehlen darf. (Und eigentlich auch nicht das andere für den Literaturnobelpreis.) Kurzum, wenn es schon kein anderer macht, wofür ich so viele Stunden gebetet habe, dann muss ich eben selbst dafür sorgen. So schwer mir das fällt.
Und dann eben doch nicht. Denn damit Anthony auf jedem Buchregal steht, dafür gibt es nur eine Grundbedingung, er muss verkauft werden. Das aber würde mir nur schwerfallen, wenn ich grobe Fehler darin entdecken würde. Handwerklich, ethisch und was man noch so alles verbocken kann bei einem Buch. Das aber tue ich nicht. Und schon gar nicht nach dem Abschluss des letzten Bandes. Wenngleich ich inzwischen ein paar Dinge entdeckt habe, die man mit mehr Worten noch stichfester hätte machen können. Wobei das Seltsame daran aber ist, dass mich bei keinem einzigen dieser Dinge bis jetzt der Drang überkam, das sofort ändern zu müssen. Was heißt, den einen oder anderen Satz schnell noch als Ergänzung mit einzufügen. (Vielleicht später, bei einer Neuauflage, und da auch nur vielleicht.) Denn ich finde ja schon immer, der Autor, der sein Publikum unterschätzt, indem er zeigt wie klug und allwissend er ist, der ist eigentlich ein sehr dummer Autor. (Was mich wieder einmal auf Donny Darko bringt. Wer den Blog verfolgt, der weiß ja, dass mich das immer wieder aufregt. Der Film war so gut, weil er eben nicht alles erklärt. Und dann kam dieser dämlicher Director’s Cut.) Und wenn ich mit dem Finger auf drei Punkte zeige, dann kann der Leser sich selbst im Kopf ein Bild von dem geometrischen Muster machen, das ich damit andeuten will, ich muss nicht noch auch die Linien zeichnen. Und das habe ich bei all diesen Dingen gemacht, mit dem Finger darauf gezeigt. Muss ich wirklich noch dazu schreiben, Dreieck? Nein!
Kurzum, weil ich merke, ich komme schon wieder ins Schwadronieren, ich gehe jetzt die Sache mit der Werbung vielleicht etwas intensiver an, als ich das vielleicht vorher noch vorgehabt hatte. (Weil ich eben dachte, es würde mir schwerfallen, entspricht es doch so gar nicht meinem Naturell. Mit der Glocke um den Hals durch das Dorf zu rennen.) Zumal die Werbung ja auch nur den ersten Band betrifft. (Denn entweder man liest weiter oder eben nicht. Und wer den Fehler macht und den zweiten Band liest, ?, der hat so oder so schon verloren.) Und der erste Band steht, ganz unabhängig von dem, was darauf noch folgt, und so treffend ich den Schluss finde, für sich selbst. (Ja, sorry, a bin ich ganz eitel. Der kann mit allem mithalten, was an Fantasyromanen so angeboten wird. Ich kenne ein paar, die sind ihm völlig ebenbürtig, aber keinen, den ich für noch gelungener halte. Keinen Harry Potter, kein Dune, keinen Goldenen Kompass, keinen Flusswelt der Zeit, keinen Tintentod, keinen Herr der Ringe, etc. Und das sind ja nur die wirklichen Perlen. Von den noch dazu nur zwei bis zum Schluss strahlen. (Ich nenne keine Namen, aber wer den Blog kennt, weiß, wen ich meine.) Wobei mich mit diesen Meisterwerken zu vergleichen ja kein wirklicher Vergleich ist. Sind die ja untereinander ja auch nicht zu vergleichen, außer in der einen Tatsache, sie sind Meisterwerke und werden zurecht geliebt.
Wobei das Interessante ist (was mich auch daran glauben lässt, dass sich all die Mühe irgendwann doch auszahlt), dass die Werbung bereits Früchte zeigt, aber es nicht die sind, von denen ich es erwartet hätte. Denn auf Amazon bewerbe ich ja das E-Book so wie auch das die dazugehörige illustrierte Taschenbuchfassung. Aber nur die Letztere hat sich bereits verkauft. Das E-Book noch nicht einmal. Was ich eigentlich ursprünglich gedacht hätte. Denn 2,99 für einen unbekannten Autor riskieren, das kann sich jeder leisten. Aber so geben die Leute doch tatsächlich 12,99 aus. Und das ist doch erstaunlich, oder? Auch wenn die finanziellen Spielräume mancher Menschen ganz andere sind als die meinen. Einer hat das Buch sogar gleich zweimal bestellt. (Definitiv jemand, der durch Zufall darüber bei Amazon gestolpert ist. Das kann man nämlich dort sehen, bei dem Werbeportal. Denn meinen Namen und den von Anthony habe ich ja gesperrt für die Werbung. (Kurzum, weil zu erklären wie das alles genau funktioniert, zu weit führen würde, wer diese eingibt wird nie die Werbung sehen. Wäre ja auch schön dumm. Denn wer mich oder Anthony sucht, dem muss ich ja nicht auch noch meine Werbung unter die Nase reiben. Er klickt sie an und ich muss dafür zahlen, obwohl er ja so oder so vorhatte ein Buch zu kaufen.))
Was vielleicht auch daran liegt, dass ich einen neuen Text zu dem Buch bei Amazon habe, der klar macht, dass es sich bei Anthony nicht unbedingt um einer der üblichen Fantasy-Geschichten handelt, die man als E-Book -Fan gewöhnt ist. (Was ich nicht verurteile oder von oben herab betrachte, sondern nur hilft, dass diese Leser nicht von dem enttäuscht sind, was sie dafür erhalten.) Sondern eher um ein Buch, das man haptisch erleben muss. Erst recht die illustrierte Ausgabe. Die ja auch für das Auge ein Genuss ist.
In dem Sinne, es wird sich alles schon zum Guten hin wenden (nur eine Frage der Zeit, halbes Jahr, Jahr), wünsche ich ein besinnliches Weihnachten, mit einem guten Buch in der Hand (keine Frage, was ich da empfehle), und viel Liebe in der Luft. Grüße auch von den anderen, die ja auch zum ersten Mal ein solches bewusst feiern.



Zahlen

Allerlei und Neuigkeiten x -> 2020 Posted on Do, Oktober 22, 2020 14:48:37

Hab ja versprochen, oder auch angedroht ? mich bis zum Urlaub öfter zu melden. Und darum erst einmal ein paar Zahlen, die Bücher betreffend, es gibt ja welche, wie mich, die das interessiert. Hier die Wörter- und Seitenzahl. Wobei die Seitenzahl natürlich vom Layout abhängig ist. Ich habe die Printausgabe, wofür die Zahl steht, so gewählt, dass ich es gerade noch so vertreten kann. Mir wäre ein lockeres Bild auch lieber gewesen, aber es ist natürlich auch eine Kostenfrage. Band 1: Wörter 91.098 – S.288 / Band 2: Wörter 144.68 – S.444 / Band 3: Wörter 180.693 – S.552. / Band 4: 166.837 – S.504 / Band 5: Wörter 191.975 – S. 576 / Band 6: Buch 1: Wörter 106.641 – S.324 — Buch2: Wörter 92.630 – S.276 — Buch: Wörter 133.508 – S. 396 (Band 6 gesamt Wörter: 332.779 S. 996) Band 1-6 gesamt Wörter: 1107.550 – S.3360 Bis zu 4000 bei lockerem Layout. (Habe schon Bücher gesehen, besonders bei Kinderlektüre, wo so was auch auf 5000 bis 6000 aufgeblasen wird. Damit man den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen kann.) Ich könnte jetzt noch ausrechnen, wieviel Wörter man bei mir für den Cent bekommt, aber dann würde es krankhaft werden. Und außerdem, Wörter können verschieden viel wiegen. Ist ja nicht wie bei der Wurst. Darf es ein bisschen mehr sein? (Ach ja, ich habe bei jedem Buch 400 Wörter abgezogen, wie den rechtlichen Hinweis usw. weil sich das in jedem Buch wiederholt und nicht relevant für den Inhalt ist. Wer will kann noch mal 3200 Wörter hinzuaddieren. (Ich hoffe, alle merken, wie schwer mir das Nichtstun fällt ? Und das Loslassen.)

Mal sehen, was mir beim nächsten mal für ein Blödsinn einfällt. Grüße auch von den anderen.



Es ist tatsächlich vollbracht

Allerlei und Neuigkeiten x -> 2020 Posted on Di, Oktober 20, 2020 17:22:28

In der Tat, es ist tatsächlich vollbracht. Irgendwie ist alles noch so unwirklich. Kein Wunder, wenn man über zehn Jahre worauf hinarbeitet, und dann, zackbumm, beendet. Zumal ich ja vor einem Monat noch davon ausgegangen bin, dass ich noch ein halbes Jahr dransitze. Aber der letzte Band war bereits erstaunlich fertig. Zu achtzig Prozent würde ich schätzen, um die zu entkräften, die sagen, und wieso hast Du ihn nicht gleich damals herausgebracht. Nicht vom Umfang. Der ist nur so um die 20.000 Wörter angewachsen. Was aber immerhin auch 60 bis 70 Seiten sind. Wenn man das Layout zugrunde legt, das er zurzeit hat. Aber vom Inhalt. Manches musste sogar umgeschrieben werden. Manches hatte ich doch glatt vergessen zu erwähnen. Essentiell zum Verständnis. Kurzum, es ist schon gut, so wie es ist. Und ich bin auch mächtig zufrieden. Das ist ein wirklich würdiger Abschluss. Flott und lesbar, was wichtig ist.

Was sich zwar selbstverständlich anhört, es aber nicht ist. Denn wenn ich sage zwei und zwei ist vier, dann ist das ja auch flüssig, aber wenn ich sage, zwei und zwei ist fünf, dann eben nicht. Wobei es ich hier aber genau anders herum verhält. Ich erzähle ja erst zwei und zwei ist fünf, auch wenn der Leser vermeint zu lesen, da steht zwei und zwei ist vier. Was sich nicht nur etwas kompliziert anhört, sondern auch ist. Aber was ich sagen will, erst beim zweiten Mal lesen, steht auch zwei und zwei ist vier dort, obwohl sich am Text nichts verändert hat. Weil dann ist alles klar. Besser kann ich es leider nicht ausdrücken.

Vielleicht auch erst beim dritten oder vierten Mal. Was keine Schande ist, das Wichtigste ist nämlich immer nur, dass der Leser amüsiert ist. Also gerne noch einmal liest. Ist das doch mein wirklicher Anspruch. Wenn mir das gelingt, habe ich alles richtig gemacht. Und am liebsten ist es mir natürlich, wenn er die ganze Reihe noch einmal liest. (Und wenn es der Herr will, hundert Mal!) Und dass er sich dann daran freut, all das zu lesen, wo schon zwei und zwei ist fünf stand, was man aber auch als zwei und zwei ist vier lesen kann.

Es ist nicht so, dass die anderen Bände von solchen versteckten Ostereiern strotzen, als Autor muss man da sehr aufpassen, aber ab und zu kommt schon eins. Mit dem Aufpassen meine ich, man kann es übertreiben, und es hätte auch die Attitüde, kuckt mal, was ich kann. Und somit wäre es mein Buch (Und wohlig gießt mir den Honig in den Bauchnabel!) und nicht mehr das von Anthony. Es wäre ein Kopfgeburt, das aber war es nie. Es war immer ein Buch für das Herz. Nichtsdestotrotz extrem Komplex. Aber ist das Herz das nicht auch? Es gibt nichts Komplexeres als die Seele, die in ihm wohnt. Und nicht alle Fragen finden eine Antwort. Was für mich aber selbstverständlich ist. Ein gutes Buch stellt immer mehr, als dass es Antworten gibt.

So, jetzt ist erst einmal Schluss, ich werde die nächsten Tage vermehrt etwas posten, muss ich doch mit so viel freier Zeit fertigwerden, habe doch diese letzten zehn Jahre eigentlich immer durchgearbeitet. Dann aber, versprochen, werde ich mich nur noch melden, wenn es auch was zu sagen gibt.

Grüße auch von den anderen



Kaum ziehen 11 Jahre ins Land

Allerlei und Neuigkeiten x -> 2020 Posted on Mi, September 30, 2020 20:16:48

Und jetzt nur noch, ach was weiß ich, wie viele Schritte vom Gipfel entfernt. Aber man kann ihn sehen. Immerhin! Kaum ziehen elf Jahre ins Land. Hurra!
Vorab muss ich allerdings ein paar Zahlen richtigstellen. Erstens, der letzte Band hat bis jetzt keine 420.000 Wörter. Weiß auch nicht, wie ich darauf gekommen bin. Bis jetzt sind es 307.000. Also gut 1000 Seiten. Verständlich also, dass ich die drei Bücher, aus denen er sich zusammensetzt, „wenn große Roboter weinen, kämpfen, lieben“ auch in drei separaten Büchern herausbringe. Schon weil der Verlag Bücher über 600 Seiten nicht packt. Oder lass es 700 sein. Auf alle Fälle nicht die 1000. Wie viel er im Ende haben wird, keine Prognose von mir, ich gehe da völlig unbelastet ran. Ich habe vor diesem Post deswegen extra auch keine Zeile gelesen. Ich habe nur alles vorbereitet, Layout und so. Und, ach, nicht dass wir es vergessen, den 5ten Band natürlich rausgebracht. E-book und Print. Dürfte die nächsten Tage erhältlich sein. Abgeschlossen ist es dann aber natürlich erst, wenn auf allen Internet-Seiten alles stimmt, Links und so, und wenn Amazon die Reihe dann als 5bändig anbietet, das macht sich so hübsch. Ungebändigte Freude meinerseits. Das werde ich dann zur gegebenen Zeit posten.
Wieso ich so unbelastet da ran gehe, das hat auch noch mit anderen Zahlen zu tun. Denn mir Zurückhaltung gegenüber Frau Rowling aufzuerlegen, das hat keinen Sinn mehr, da ich lustigerweise just ihre Marke geknackt habe. (Wieso ich mir überhaupt Gedanken darüber mache, erkläre ich gleich. Weil das ja sehr kindisch anmutet, oder auch abergläubisch, und eigentlich neige ich weder zu dem einen noch dem anderen.) Aber unwissend, denn ich bin immer davon ausgegangen, dass ihre Reihe 1.110.000 Wörter hat. Wieso ich daraufkommen, das weiß ich sogar. Hatte ich doch schon vor einem Dutzend Jahre gegoommelt, bevor ich das Projekt Anthony überhaupt gestartet habe, wie viele Wörter es bei ihr sind und da ist irgendwie das hängengeblieben. (Wollte ich sie ja nie übertreffen. Quantitativ. Und Qualitativ sind wir beide ja erst recht nicht vergleichbar. Verschiedenes Zielpublikum.) Wohl auch, weil es sich so prima zu merken ist. Doch neuste Recherchen ergaben, es sind „nur“ 1.084.170 Wörter, das englische Original. (Die Quellen dafür schienen glaubwürdig, wenngleich es nicht so viele waren, sodass der eine beim anderen nicht auch abgeschrieben haben könnte.)
Das ist wirklich was, das mich verwundert. Andererseits auch nicht. Gibt es doch bei den Blogs immer wieder so Challenges, wer wie viele Seiten pro Tag liest. Als ob das Buch im Kilo besser wird. Dabei ist ja das wirklich Relevante die Anzahl der Wörter. Aber bei kaum einem Buch wird das angegeben. Die Verlage hingegen verlangen von ihren Autoren, je nach Genre, eine gewisse Zahl. Da ist das sogar superwichtig. Der Krimi soll mindestens 60.000 haben, das Fantasy Jugendbuch 80.000. etc. Und eigentlich auch nicht mehr.


Nun ja, das krieg ich einmal halbwegs hin mit dem ersten Band. Aber da die ja sukzessive immer erwachsener werden, darf es dann auch etwas mehr sein. Die Freiheit nehme ich mir. ? (Wenn es interessiert, ist bei mir immer vorne im Impressum angegeben. 91.498 – 144.568 – 181.093 – 167.237 – 192.362 – + X . Und wer den Taschenrechner rausholt, der sieht, da haben wir den Salat.)) Die deutsche Übersetzung von Harry Potter hat angeblich immer ein bisschen mehr. ( Verstehe ich, weil meine Übersetzung hat ins Englische hat ja auch mehr. Was aber nur auf den ersten Zuruf unlogisch klingt. Liegt aber wohl daran, dass man es ganz richtig machen will und nichts ausgelassen werden soll.)
In dem Zusammenhang fällt mir ein, da habe ich doch glatt gelesen, dass es Menschen gibt, die Harry Potter abgetippt haben. Mehrere und unabhängig voneinander. (Darum auch verschieden Wortzahlangaben, die so weit gestreut waren, dass ich mich nicht darauf verlassen will.) Nicht die englische Fassung. Deutschsprachler die Deutsche. Entweder Riesenfans oder Menschen, die dann aber noch sehr jung sein müssen, die glauben, so an ihrer eigen schriftstellerischen Karriere zu schleifen. Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich hoffe nur, dass das nie bei Anthony passiert. Und ich dann, wenn ich berühmt und reicht bin, morgens nach dem Zähneputzen mit Edelsteinen gurgle (und den ganzen Blödsinn mache, zu dem ich dann als reicher Schriftsteller mit Marotten verpflichtet bin), in einer Quizshow jemand gegenübersitze, der das gemacht hat. Und ich mich dann messen muss, wer sich besser an die Geschichte erinnert. Ich bin ja schon gespannt, und das sage ich ganz ehrlich, was ich denn damals so alles geschrieben habe, beim letzten Band. Den Schluss, okay, der ist kein Problem, der ist so einprägsam, da habe ich kein Problem, aber zwischendrin. Wenngleich beim 5ten Band, als ich ihn korrigiert habe, dann doch zumeist die Erinnerung kam. Aber nicht immer.
Wobei ich aber gleich sagen muss, weil ich ja so schrecklich angebe, dass der 6te Band ziemlich außergewöhnlich ist, dass das so schon stimmt, aber die Leute sollten nicht erwarten, dass er jetzt völlig aus der Reihe tanzt. Aber auch nicht erschrecken. Eine Anthony Noll bleibt immer ein Anthony Noll. Auch wenn jeder Band sich vom anderen unterscheidet. Gott sei es gedankt!
So, jetzt noch geschwind die Sache mit Frau Rowling. Die ich das letzte Mal schon angedeutet habe, auch wenn es sich erst jetzt als Andeutung herausstellt. Denn Anthony Noll habe ich ja genau dann angefangen, nachdem der letzte Harry Potter Film herausgekommen war. Und warum sage ich das, weil das meine Motivation war. Nicht weil ich es Frau Rowling gleichtun wollte, nein, so vermessen war ich nicht. Sondern weil ich mich nach dem letzten Kapitel, das ja fünf Jahre danach spielt, auf dem Bahnhof so völlig verloren gefühlt habe. Weil damit hat sie ja definitiv gesagt, Schluss. Und irgendwie dachte ich, ich muss was schreiben, für all die, die so wie ich sich so verlassen gefühlt haben. (Und siehe da, da ist mir Anthony über den Weg gelaufen. Eine Fügung des Schicksals.) Und dass ich es Frau Rowling nicht nachmachen wollte, das macht sich schon daran fest, weil ich ja nie eine Zeile gelesen habe, sondern nur die Filme gekuckt. Und ich mir auch immer klar darüber war, dass ich kein Kinderbuchautor bin. (Wer meine Bücher kennt, die ich davor geschrieben habe, und das waren ja immerhin drei Romane, wird das sofort bestätigen. Denn das war ja Weltliteratur. 😉 Weit von Kinderbuch entfernt und Fantasy, die sich ja in den Augen der Noblen so oder so geradeso mit dem Kinn mit mühsamen Klimmzügen über die Stange des Wahrnehmbaren hieven.) Ich dachte nur, das gebe ich zu, jetzt sind die Fans von Harry Potter erwachsen geworden, vielleicht können sie ja jetzt eher was mit mir anfangen. Später habe ich ihn dann schon gelesen, zummindest teilweise, Deutsch und Englisch. Und das Englische bevorzugt. Und in einem Buch habe ich einmal sogar 60Seiten gelesen, kann mich leider nicht mehr erinnern welches, da stand ich staunend davor. Solange auf den Punkt schreiben, das können nur wenige. Nicht einmal ich ?
So, bis zum nächsten Mal, Grüße natürlich auch von den anderen.



Frohe Kunde

Allerlei und Neuigkeiten x -> 2020 Posted on Fr, September 11, 2020 08:11:41

Der dritte Band hat die Pläne einmal wieder geändert. Was aber nur Vorteile hat. (Ein Versprechen, das nicht all meine Planänderungen einzuhalten vermögen.) Ich wollte ja die englische Übersetzung mit der deutschen Generalüberholung parallel laufen lassen. Weil ich ja der Überzeugung war, dass erst dann meine Übersetzung Bestand haben kann vor kritisch prüfenden Augen. Was aber zum einen flachfällt, da kritische Augen sich bis jetzt noch keine blicken lassen haben (ich habe erst ein Exemplar im Englischen verkauft, zudem an meinen Onkel in Amerika (In der Tat, diesen gibt es ?) der das aber mehr aus Höflichkeit heraus getan hat, denn eine Kritik seinerseits hat mich noch nicht erreicht, und nachfragen möchte ich nicht, Angst vor dem Tsunami ?) und zum anderen, dass die Übersetzung gut genug ist, um sie zumindest einem Verlag vorzulegen, damit der weiß, worum es geht. Was nicht heißt, dass ich das machen werde, es geht nur um das, ich könnte. Wirklich gut zu sein, das wird noch mindestens zwei Jahre dauern, wenn ich artig meine Hausaufgaben mache. Das aber ist mir zu lange.

Womit wir zu den Vorteilen kommen, wenngleich es ja keine Nachteile gibt. Denn wenn noch niemand die englische Übersetzung gelesen hat, zumindest des ersten Bandes, denn nur den kann man ja erwerben, auch wenn 2 und 3 bereits übersetzt, dann wird es auch niemand geben, der meine Planänderung rügen möchte. Denn der dritte Band hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich beschlossen habe, einfach weiterzumachen, und zwar bis zum Schluss. Natürlich habe ich Fehler darin gefunden, und ich spreche nicht von Nachlässigkeiten, ein vergessenes Komma oder so, oder ein verlorengegangenes n oder auch p, aber sie waren nie so schlimm, dass in mir das Gefühl der Scham aufkam. So wie das Buch war, war es den Preis schon wert, auch mit Fehlern, und jetzt erst recht ? Es sind immerhin drei Kapitel dabei, die ich zu meinen Lieblingskapitel zähle. Und ein richtig schlechtes habe ich so oder so keines gefunden. Viele über dem Niveau, das ich von mir selbst fordere. Zumal die Bedingung erfüllt wird, die ich immer erfüllt haben wollte, kein Band ist wie der andere. Und jeder besitzt seine eigene Seele. Auch wenn der vierte dann wieder einen Bogen zum ersten schlägt. Aber das war ja schon immer gewollt, nicht dass der Leser mir total verlorengeht. ? Aber wer den Band kennt, der weiß ja, dass es kein Übermalen mit nur einer anderen Farbe ist. Das machen schon so viel, da muss ich nicht dazugehören. (Später noch mehr zu dem Thema. Ich bin heute in Laberlaune. Weil ja der dritte Band mich so erfreut hat. Und er bereits auf dem Markt ist mit diesem wesentlich gelungeneren E-Book-Cover. Einmal kurz durchschnaufen und ein weiteres Häkchen an den großen Plan, ganz wie der Liebe Gott. (Insiderjoke für die, die den dritten Band kennen.)
Kurzum, ich werde jetzt den vierten und fünften Band überarbeiten und mich dann an den sechsten machen, der ja in grober Fassung bereits fertig ist. Hat bereits 400.000 Wörter auf drei einzelne Bände aufgeteilt und wird dann wahrscheinlich bei 420.000 bis 460.00 enden. Ich kann es nicht genau sagen, weil ich ja diesbezüglich etwas kindisch bin. Frau Rollins „Harry Potter“ Reihe hat ja auch so um die 1.100.000 Wörter und irgendwie will ich gern darunterbleiben, und wenn es nur um ein Wort ist. Nicht, dass es heißt ich wolle mich über sie stellen. ? Sie hat ihren wohlverdienten Platz in der Literaturwelt und ich bin der Letzte, der ihr den streitig machen möchte, oder sich mit ihr messen möchte. (Auch dazu noch mehr.) Was ja schon vollkommen klar wird, wenn man die beiden Reihen vergleicht, die nur oberflächlich viel gemein haben.

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, warum nicht gleich so? Das werden die wenigen deutschsprachigen Fans mich fragen, die bis zum fünften Band sich als Anthonys treue Freunde erwiesen haben, und die ich so bitter enttäuscht habe, dass ich die Hörbücher und das Übersetzungsprojekt gestartet habe und sie somit um das wohlverdiente Finale gebracht habe. Was ich mir als charakterliche Kritik sehr wohl anzuhören habe, aber auch mit ganz realen Umständen ein wenig zu entkräften weiß. Das hier ist nämlich ein Ein-Mann-Betrieb (ist mir Franus doch manchmal mehr als nur ein Bruder ? ) und ein gutes Buch stemmt niemand allein. Schreiben, Cover, Illustrationen, Lektorat, Korrekturlesen. Auch nicht die Genies, die mit 20 schon ein Jahrhundertwerk geschrieben haben. Gibt es die überhaupt? (Und wenn es nur eine Schwäche in der Groß und Kleinschreibung ist, wie sie Thomas Mann nachgesagt wird.) Und erst mit dem zeitlichen Abstand, den ich inzwischen vom 4 und 5 Band gewonnen habe, kann ich wieder die Fehler sehen, die mir vorher einfach nicht mehr auffallen wollten. (Und wenn ich ehrlich bin, dann wäre es auch im Interesse dieser Bände eigentlich besser, wenn ich sie parallel übersetzen würde, denn man will es nicht glauben, was einem durch die neue Perspektive dann noch so alles auffällt. Was aber andererseits auch ein zweischneidiges Schwert ist. Die volle Konzentration geht ein wenig verloren. Und somit: Wie man es macht, man wird nicht allen Göttern dienen können. Zu viele Altäre für einen allein.) Jetzt aber kann ich sie zumindest soweit hinkriegen, dass sie meinen persönlichen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Und dann hoffentlich auch den letzten. Wobei ich aber kein zeitliches Versprechen abgeben will. Halbes Jahr, plus-minus. Man ja schon mal beginnen, die vorherigen Bände noch einmal durchlesen, um das Ganze dann auch zu verstehen. Wenngleich ich denke, dass nach dem letzten Kapitel dann so oder so ergibt. ?

Womit wir beim nächsten Thema sind, mir wurde neulich mal wieder gesagt, ich solle doch meine eigenen Werke nicht ständig schlecht machen. Was ich verstehen kann, denn es mag in der Tat für einen Außenstehenden oft so klingen, was ich aber gar nicht so meine. Und was vielleicht auch daran liegt, dass die Welt es nicht gewohnt ist, dass man Eigenkritik übt, wird es doch als Schwäche interpretiert. Deswegen auch entschuldigen sich Politiker so ungern. Oft wahrscheinlich gar nicht einmal, weil sie nicht selber erkennen, dass es Unsinn war, was sie da gemacht haben, sondern weil es Ihnen von PR-Agenturen so empfohlen wird. Donald Trump ist da ein gutes Beispiel. Der hat so viel Unsinn gemacht, dass es gar nicht anders sein kann, dass selbst im das ein oder andere als Unsinn aufgefallen sein muss. (Ihm Intelligenz streitig zu machen, das wäre dumm.) Aber hat er sich einmal für etwas entschuldigt? Nein. Und warum nicht, eben, weil es ihm als Schwäche ausgelegt werden würde. Nicht vom gesunden denkenden Menschen der weiß, dass nur der schwach ist, der sich nicht entschuldigen kann, sondern von denen, die ihn wählen.

Nein, ich will meine Werke nicht schlecht machen. Auch nicht die von Franus. Wir wissen beide, was wir können. (Wozu aber natürlich auch gehört, zu wissen, was wir nicht können.) Und ich finde, dass die Saga von Anthony unvergleichlich ist. Natürlich hat sie Schwächen, die haben andere Serien aber auch. Und um zu zeigen, dass ich auch die Nase ab und zu weit oben tragen kann, manch Serien sind nichts anderes als eine einzige Schwäche. Einige wenige fangen gut an, haben zum Beispiel einen phänomenalen ersten Teil, aber dann geht es geschwind den Bach hinunter. (Matrix zum Beispiel, aber das hatte ich schon im letzten Post erwähnt.) Und dass ich mich nicht dazu äußere, das hat gar nicht mal so viel mit politischer Correctness zu tun, denn wer mich privat kennt, der weiß, dass ich kein Blatt vor den Mund nehme, sondern eher damit, dass ich keinen Nutzen darin sehe, hier an dieser Stelle über irgendjemand schlecht zu reden. Mir ist wichtig, dass das, was ich mache gut ist, wozu ich aber nur gelange, wenn ich Kritik an mir übe, und möglichst objektiv abschätze, was so sind meine Stärken, wo muss ich noch an mir arbeiten. Und was andere machen, das ist mir eigentlich ziemlich egal. Ich neide ihnen auch nicht den Erfolg. Er ist mir oft rätselhaft, das war es aber auch schon. So wie es mir rätselhaft ist, dass ich keinen habe. ? Nein, nicht wirklich. Ich weiß, dass die Art wie ich schreibe nicht das breite Publikum trifft. Aber mit ein wenig Glück sind da trotzdem Millionen drin. ? Ganz objektiv. Das ließe sich nämlich alles prima verfilmen.

Ach, ich könnte erzählen und erzählen. Eigentlich wollte ich noch mal auf Harry Potter eingehen und was Anthony Noll von ihm unterscheidet, aber es wird irgendwie zu lang. Oder warum es ein gutes Gefühl ist Anthony jetzt doch zu einem vorläufigen Ende zu bringen. (Nur so viel, das Ende muss stehen, nicht dass mir irgendjemand noch versucht dreinzureden. Denn so wie es ist, würde es kein Verlag durchwinken. Aber deswegen ist ja auch so gut. ? Und wenn es erst raus ist, dann kann man nichts mehr ändern, höchsten falsche Komas eliminieren oder vergessenen n und p’s hinzufügen. Und vielleicht auch wirklich gröbere Fehler, die trotz aller Mühe immer noch übersehen habe. Denn irgendwie habe ich das Gefühl immer bei Frau Rowling, dass ihr das so geschehen ist. (Da haben wohl ein wenig zu viel Leute mitgeredet und sie einfach die Schnauze vollgehabt, wie man im derben Deutsch dazu sagt.) Denn wieso sonst hat sie dieses letzte Kapitel viele Jahre später am Bahnhof geschrieben? (Und in der Tat habe ich immer Mitgefühl mit ihr, denn sie hat ihre Figuren sicherlich genauso geliebt wie ich die meinen. Was seltsam klingt, sie hat die Taschen voller Geld und meine haben nur Löcher.) Denn damit hat sie uns ja definitiv klar gemacht. Ende (Es ist nach der großen Schlacht um Hogwarts nichts passiert und. Es wird auch danach nichts mehr passieren.) Ich aber könnte das meinem Anthony nicht antun. Und auch nicht all denen, die ihn lieben.

Grüße von ihm und den anderen, aber natürlich auch von mir und dem Baum.



Wieder ein Meilenstein, mit den Sieben-Meilen-Stiefeln hinter mir gelassen.

Allerlei und Neuigkeiten x -> 2020 Posted on Mi, August 19, 2020 16:16:19

Ach, wenn es doch nicht so viele wären. Wenngleich, der hier schon sehr entscheidend war. In vielerlei Hinsicht. Zum einen, die Übersetzung ins Englische des dritten Bandes hatte ja zwangsläufig im Gepäck, dass ich die deutsche Originalausgabe auch noch einmal gelesen habe.

 (Was jetzt der positiven Folgen wegen eigentlich auch noch einmal unterteilt werden muss. A) Ich habe erkennen dürfen, dass dieser Band viel besser ist, als ich ihn in Erinnerung hatte. Was sehr zu einer Verbesserung meiner seelischen Lage beiträgt. ? B) Ich konnte noch ein paar kleine Korrekturen anbringen. Und die Betonung liegt auf klein, denn grobe Schnitzer habe ich eigentlich nur drei entdeckt. Oder lassen wir es fünf sein, bei schlechter Laune. Womit ich leben kann. Jetzt aber ist er perfekt. Ein Zustand, von dem ich nicht einmal hoffte, ihn je bei diesem Band erreichen zu können. Auch wenn der Anfang manchmal etwas zäh ist. Was aber auch dem Umstand geschuldet ist, dass sich auf der Erde für Anthony nicht viel getan hat in der Zeit, da kann ich halt auch nichts dran ändern. (Was sich aber dann im vierten dramatisch ändert, wie wir wissen.) C) Ich habe entdecken dürfen, dass ich ein paar Sachen doch gar nicht einmal so schlecht hingekriegt habe. Rein vom Handwerklichen. Allerdings halte ich es für besser, diese nicht zu erwähnen, denn vielleicht versucht sich ein Leser dieser Zeilen an diesem Band, und da möchte ich doch gerne, dass er ziemlich unbelastet an die Sache herangeht. Ich sage nur so viel, Cliffhanger haben schon ihren Sinn. Und die Seiten dazwischen sind prima geeignet Sachen darin zu verstecken, die nicht sofort auffallen sollen. Denn es folgt ja irgendwann der letzte Band, und wer dann alle Bände noch einmal liest, wovon ich schwer ausgehe, denn in meiner unfasslichen Eitelkeit gehe ich nicht davon aus, dass irgendeiner auch nur ahnt, wie es ausgeht, wird dann feststellen müssen, ach, ich hätte auch selbst daraufkommen können. ? HaHaHa ? (Sorry, es gibt leider kein Emoji, das nur annähernd ausdrückt, wie es mir gerade geht.) Ich kenne ja eigentlich auch nur dieses eine. Und viel wichtiger als das Handwerk, das ist ja die Seele eines Buches. Eine Seele aber, die hat dieser Band eindeutig. (Entschuldigung, für einen weiteren Einschub, ich hoffe aber, dass ich dennoch die Kurve kriege. Denn eigentlich kenne ich nur eine andere Serie, wo der jeder Band seine eigene Seele hat. Und das ist das ist Star Wars, die Trilogie. Also die allerersten drei Folgen. Die erste ist so klasse, weil er ja eigentlich eine Low Budget Produktion war, und dennoch mehr drauf hatte als so viele Blockbuster, die Millionen gekostet haben. Die zweite, weil tatsächlich so etwas wie Tiefgang aufkam. Wohingegen ich dann bei der dritten Folge dann doch lieber das Grabtuch darüberlegen möchte.  Denn als die kleinen Ewoks aufgetaucht sind, da ist etwas in mir gestorben. Ich verstehe es ja, es geht ums Geld, es sollen selbst die Kleinsten mit ins Boot geholt werden. Aber ich persönlich habe es dann doch eher mit dem Tiefgang. Teil 4 bis 6, also 1-3, mit dem Kinde Skywalker, das war Popkornkino vom Feinsten, aber mit soviel Tiefgang, dass sie alle fast schon vom Boden abhoben. Und auch wenn viele an den kürzlich herausgekommen Folgen meckern, 7-9, da immerhin war der Versuch von Tiefgang zu spüren, und das möchte ich hier ausdrücklich loben.)

Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, zweitens, mit drei Bänden, da kann man schon mal starten. Zwei sind nicht genug.  Zumal ich ja weiß, und das ist eines der wenigen Dinge, die mich positiv stimmen, in Bezug auf den deutschen Markt, auch wenn ich befürchte, dass der durch all meine Fehler kaum noch zu retten ist, wer den ersten Band kauft und dann den zweiten, der kauft auch den dritten.

Wobei es mir aber nicht so ums Geld geht, sondern mir zeigt, dass ich es handwerklich ganz geschickt gemacht habe. Denn die Reihe lässt sich fortsetzen, der kauft auch den vierten und fünften. So sagen es zumindest meine Zahlen. Und das ist nicht schlecht. Weiß ich doch nicht, ob ich tatsächlich in Matrix 4 gehen soll, der ja nächstes Jahr rauskommen soll. Der erste Teil, sensationell! Top 100 aller jemals gedrehten Filme. Teil zwei, sehenswert, aber nur der visuellen Effekte wegen. Teil 3, wo ist mein Grabestuch?

Obwohl, ehrlich gesagt, Teil drei von Star Wars wirkt dagegen, als hätte Ingmar Bergman Regie geführt, oder wie immer auch der depressive schwedische Zausel heißt.  ? Matrix 3 war so schlecht, dass man kaum Worte findet. Und wer mich kennt, weiß, dass ich nur selten die Kunst anderer beschmutze. Aber hier, da kann ich mich einfach nicht zurückhalten. Wenn man keine gute Lösung hat, dann ist es besser, man lässt es nur bei dem ersten Teil. Aber nein, es geht wieder ums Geld. Und wenn ich auch nicht viel versprechen kann, schon um nichts zu verraten, mangelnden Tiefgang oder eine an den Haaren herbeigezogene Lösung, das wird man dem letzten Anthony Band mit Sicherheit nicht vorwerfen könne. Vielleicht ein wenig zu kompliziert geschrieben, zumal ja angeblich die Kinder das Publikum sein sollen, was aber nur ein bedauerlicher Irrtum ist, aber den Vorwurf den müssen sich ja alle Bände gefallen lassen. Und sie können damit leben, sonst hätte ich sie ja gar nicht erst geschrieben.

 Ja, in der Tat, man kann viel aus den Fehlern anderer lernen. Aber vor allem aus den eigenen. Und es waren so viele. Aber vielleicht ist ja noch was zu machen, denn das einer wirklich mal gesagt hätte, „Anthony Noll, kenne ich, was für n‘ Scheiß!“ das ist mir noch nicht zu Ohren gekommen. Und so sind es vielleicht gar nicht so viele, die mitleidig darüber lachen und es müssen halt nur mehr werden, die freudig die Kunde davon ins Land tragen. Aber da habe ich ja meinen Langzeitplan.

Kurzum, mir geht es ganz gut, mit diesem weitern Schritt. Jetzt muss halt der dritte Teil, nach der groben Übersetzung noch einmal durchgelesen werden, was mindestens einen Monat dauert. Ohne Urlaub ohne Sonntage, denn wie gesagt, es war ja nur die erst grobe Übersetzung. Was aber Arbeit ist, die mehr Spaß macht, denn hier ist ja auch der Künstler gefragt, wo muss eine Kante abgefeilt werden, wo kommt eine Silbe hinzu. Dann wird der dritte Teil auch in der deutschen Fassung noch einmal auf Herz und Nieren überprüft. Der jetzt knapp 178.00 Wörter hat und keine 172.000. Was zeigt, dass sich nicht wirklich was verändert hat. Der dann mit neuem E-Book Cover in den Recall geht ? Spätestens Beginn Advent, vielleicht früher.

Ehrlich gesagt, wollte ich jetzt gleich den vierten und fünften deutschen Band auch sogleich herausbringen. Oder in kurzer Folge danach. So gut hat mir der dritte Band gefallen. Und mich aus dem Loch gerissen, dass es alles nur vergeblich ist. Aber ich mache es nicht, weil eben das mit dem Englischen noch nicht so ist, als wäre es eine zweite Haut über meiner Zunge. Nicht, dass ich unzufrieden bin mit den Erfolgen, mitnichten, hätte nie gedacht, dass ich diese Level erreiche, aber ist noch nicht 100%. Vielleicht 87,34546 % ? das aber ist mir zu wenig.

Fürwahr, ich bin durch den Cliffhanger am Schluss ganz aufgewühlt, dass ich sofort weitermachen möchte. Doch es wäre nicht gut. Denn wenn ich zwei Dinge im Leben gelernt habe, dann sind es die, wenn du Scheiße gebaut hast, dann stehe dazu, und wenn du etwas machst, dann mache es richtig. So gut, dass nach oben keine Handbreit mehr Platz hat. (Komisches Bild, nicht wahr? Seltsam, dass ich es noch nie woanders gelesen habe. Irgendwie unlogisch und doch gut.) Und nur wenn ich nach Plan vorgehe, dann kann ich vielleicht im Englischen auf 95% kommen, das aber wäre mir genug. Wobei sich das natürlich nur auf die Ausschöpfung meines persönlichen Talents bezieht. Bin ich doch selbst im Deutschen vielleicht bei 40% was die Sprache hergibt. Und das ist schon viel. Kenne ich doch Menschen bei denen 8% schon geschmeichelt wären. Ach, wer kennt die nicht.

Mit dem aus dem Loch reißen ist aber nicht gemeint, dass ich nicht an die Sache glauben würde. Nein, diesbezüglich ist das Kreuz meiner Religion ungebrochen. Die Story, der Plot, der war schon immer so gut, dass wenn die Richtige oder der Richtige darauf aufmerksam gemacht werden würde, eine Menge Leute satt davon werden könnten. Manch einer müssten sogar aufpassen, dass nicht die Kleidergrößen schneller wechseln, als das Auge zu blinzeln vermag. Nicht nur ich. Und das noch dazu mit einem guten Gewissen, ohne den Mitmenschen Müll oder wertlose Wertpapiere verkauft zu haben. (Ich frage mich ja immer, ob es diesen Menschen wirklich Spaß macht, das Geld ausgeben, das sie auf so widerliche Weise ergaunert haben. Mir würde es sogar bei einem Eis, das ich von solchem Gelde gekauft, den Magen umdrehen.) Denn wie wir wissen, eine Seele, die ist immer schön, egal, in welcher Brust sie lebt und liebt. Selbst wenn sie in einem Buch ruht.

In dem Sinne, Grüße wie immer auch von den anderen.



Weiter »